{"id":184258,"date":"2026-05-28T13:36:14","date_gmt":"2026-05-28T13:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/184258\/"},"modified":"2026-05-28T13:36:14","modified_gmt":"2026-05-28T13:36:14","slug":"mobilitaetswende-fahrt-zieht-sich-bis-zu-sieben-stunden-eu-kommissare-klagen-ueber-ladepause-fuer-e-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/184258\/","title":{"rendered":"Mobilit\u00e4tswende: \u201eFahrt zieht sich bis zu sieben Stunden\u201c\u00a0\u2013 EU-Kommissare klagen \u00fcber Ladepause f\u00fcr E-Autos"},"content":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel hat strenge Emissionsziele formuliert und schr\u00e4nkt die Nutzung von Verbrennern ein. Nun beschweren sich die Beamten aus dem Spitzenteam von EU-Chefin von der Leyen. Der ungarische Kommissar soll einen Plan B entwickelt haben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">EU-Kommissare sind ver\u00e4rgert: Auf dem Weg von Br\u00fcssel nach Stra\u00dfburg m\u00fcssen ihre Dienstwagen an einer Rastst\u00e4tte in Luxemburg zum Laden halten. Ihre Batterien schaffen die 440 Kilometer lange Strecke offenbar nicht zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Der Ladestopp am Stra\u00dfenrand sorgt in Teilen des Spitzenteams von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ursula-von-der-leyen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ursula-von-der-leyen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ursula von der Leyen<\/a> zunehmend f\u00fcr Unmut. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/european-commissioners-electric-cars-charging-pit-stop-green-fleet-strasbourg-frustration\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.politico.eu\/article\/european-commissioners-electric-cars-charging-pit-stop-green-fleet-strasbourg-frustration\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Das sagten Mitarbeiter aus drei Kommissarskabinetten \u201ePolitico\u201c<\/a>, das wie WELT zum Axel Springer Global Reporters Network geh\u00f6rt. Die gr\u00fcne Dienstwagenflotte der EU-Kommission hat demnach M\u00fche, die regelm\u00e4\u00dfige Fahrt zum Europaparlament ohne Unterbrechung zu bew\u00e4ltigen. <\/p>\n<p>Die Fahrzeuge, die Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen und ihre Kommissare zu offiziellen Terminen bringen, m\u00fcssen unterwegs f\u00fcr rund 20 bis 30 Minuten an die Lades\u00e4ule. Aus der ohnehin langen, etwa f\u00fcnfst\u00fcndigen Fahrt wird so ein noch z\u00e4herer Trip, berichteten Mitarbeiter aus insgesamt acht Kabinetten.<\/p>\n<p>Die Klagen \u00e4hneln den Argumenten politischer Gruppen und Branchenvertreter, die der Kommission vorwerfen, die gr\u00fcne Transformation schneller voranzutreiben, als es Verbrauchergewohnheiten und Ladeinfrastruktur zulassen. <\/p>\n<p>Die Kommission wollte den Verkauf neuer Verbrenner urspr\u00fcnglich ab 2035 auslaufen lassen. Vertreter der Autoindustrie und ihre politischen Unterst\u00fctzer verweisen jedoch seit Jahren darauf, dass weder Infrastruktur noch Kaufverhalten diesem Zeitplan folgen. Verbraucher nennen die Sorge um die Reichweite h\u00e4ufig als zentralen Grund, kein Elektroauto zu kaufen.<\/p>\n<p>Inzwischen hat Br\u00fcssel die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69c6563f8f576167171612c5\/verbrenner-aus-ich-glaube-nicht-dass-wir-die-groessten-verbrecher-sind.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69c6563f8f576167171612c5\/verbrenner-aus-ich-glaube-nicht-dass-wir-die-groessten-verbrecher-sind.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emissionsziele f\u00fcr europ\u00e4ische Autohersteller angepasst<\/a>: Auch nach 2035 sollen alle Antriebsarten m\u00f6glich bleiben, solange Hersteller Klimakompensationen umsetzen. Bei den eigenen Mitarbeitern ist diese Lockerung jedoch noch nicht angekommen.<\/p>\n<p>Emissionsfrei bis 2027<\/p>\n<p>Die Dienstwagen sind Teil des Versuchs der Kommission, den eigenen Betrieb klimafreundlicher zu machen. Die Initiative startete 2022 in von der Leyens erster Amtszeit und wurde im vergangenen Dezember bekr\u00e4ftigt: Die 128 Fahrzeuge umfassende Flotte soll bis 2027 vollst\u00e4ndig emissionsfrei sein. Nach Angaben eines Kommissionssprechers sind mittlerweile rund 80 Prozent der Fahrzeuge elektrisch.<\/p>\n<p>Zur Flotte geh\u00f6ren gro\u00dfe BMW-Modelle, die sich f\u00fcr Langstrecken ohne Zwischenladen nur \u201ebedingt eignen\u201c, sagte ein Beamter zu \u201ePolitico\u201c. Die Kommission \u00e4u\u00dferte sich nicht dazu, welche Modelle eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Das Problem der n\u00f6tigen Ladestopps wurde nach Angaben eines weiteren Beamten bereits Anfang des Jahres in einer Sitzung der Kommissare angesprochen. Ein Kommissar habe sich dort \u00fcber die Unannehmlichkeiten der Elektroautos beschwert. Daraufhin sei ihm gesagt worden, er solle sich an Haushaltskommissar Piotr Serafin wenden, der f\u00fcr die Verwaltung zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p>Die Alternative zum Ladestopp besteht darin, auf der Autobahn besonders langsam zu fahren, um den Akku zu schonen. \u201eAber das funktioniert nicht wirklich\u201c, sagte ein Mitarbeiter eines ver\u00e4rgerten Kommissars, dem wie anderen Gespr\u00e4chspartnern in diesem Artikel Anonymit\u00e4t zugesichert wurde. Auf diese Weise k\u00f6nne sich die Fahrt auf bis zu sieben Stunden ziehen, so ein weiterer Beamter.<\/p>\n<p>Der Zwang zum Ladestopp st\u00f6re etwa nach langen Plenarwochen, wenn die Kommissare sp\u00e4tabends m\u00f6glichst schnell zur\u00fcck nach Br\u00fcssel wollen, so ein Mitarbeiter eines Kommissars. Der Zug nach Stra\u00dfburg werde gemieden, weil unterwegs mitunter vertrauliche Telefonate gef\u00fchrt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>\u201eAmbitioniertes Elektrifizierungsziel\u201c<\/p>\n<p>Ein Kommissar hat offenbar einen anderen Ausweg gefunden: Drei Beamte sagten, der Ungar Oliv\u00e9r V\u00e1rhelyi sei zeitweise in einem Kleinbus mit seinem Team nach Stra\u00dfburg gefahren \u2013 statt den offiziellen Dienstwagen zu nutzen. V\u00e1rhelyis Kabinett lie\u00df eine Anfrage von \u201ePolitico\u201c unbeantwortet.<\/p>\n<p>Von der Leyen selbst bleibt der \u00c4rger mit den Elektroautos erspart. Der Wagen der Kommissionspr\u00e4sidentin m\u00fcsse aus Sicherheitsgr\u00fcnden gepanzert sein, sagte ein Beamter. Ein geeignetes gepanzertes Elektromodell stehe derzeit nicht zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Im Juli will die Kommission ihren lange erwarteten Elektrifizierungsplan vorstellen, dessen Vorstellung urspr\u00fcnglich f\u00fcr Mitte Juni geplant war. Darin d\u00fcrfte Br\u00fcssel nach Angaben von Beamten ein \u201eambitioniertes Elektrifizierungsziel\u201c pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Von der Leyen hatte das Paket erstmals im April angek\u00fcndigt \u2013 als Teil des breiteren Vorhabens der EU, die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen infolge der Nahost-Krise zu verringern. \u201eWir m\u00fcssen auch die Elektrifizierung unserer Wirtschaft beschleunigen, unserer industriellen Abl\u00e4ufe, der Art, wie wir unsere H\u00e4user heizen, und unserer Mobilit\u00e4t\u201c, sagte die Kommissionspr\u00e4sidentin damals.<\/p>\n<p>Mitarbeit: Jordyn Dahl und Gabriel Gavin <\/p>\n<p>Das Axel Springer Global Reporters Network ist eine marken\u00fcbergreifende Initiative, die Scoops, investigative Recherchen, Interviews, Meinungsst\u00fccke und Analysen globaler Relevanz ver\u00f6ffentlicht. Journalisten aller Axel-Springer-Marken \u2013 darunter \u201ePolitico\u201c, Business Insider, WELT, \u201eBild\u201c, Onet und Fakt \u2013 kooperieren bei gro\u00dfen Geschichten f\u00fcr ein internationales Publikum. Die Berichterstattung erstreckt sich \u00fcber alle Plattformen von Axel Springer: online, Print, TV und Audio. Zusammen erreichen diese Ver\u00f6ffentlichungen Hunderte Millionen Menschen weltweit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel hat strenge Emissionsziele formuliert und schr\u00e4nkt die Nutzung von Verbrennern ein. 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