{"id":186195,"date":"2026-05-29T12:41:11","date_gmt":"2026-05-29T12:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/186195\/"},"modified":"2026-05-29T12:41:11","modified_gmt":"2026-05-29T12:41:11","slug":"lentos-linz-mit-einer-zeitreise-durch-200-jahre-fotografie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/186195\/","title":{"rendered":"Lentos Linz mit einer Zeitreise durch 200 Jahre Fotografie"},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Vor 200 Jahren entstand das erste dauerhaft fixierte Foto der Geschichte. Dieses Jubil\u00e4um nimmt das Lentos Kunstmuseum Linz zum Anlass f\u00fcr eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausstellung: \u201eSpuren der Wirklichkeit\u201c vereint rund 150 Exponate aus den Sammlungen der Museen der Stadt Linz und zeigt, wie sich Fotografie zwischen Technik, Kunst und Dokumentation entwickelt hat \u2013 von den Anf\u00e4ngen bis ins Zeitalter von K\u00fcnstlicher Intelligenz. Zu sehen bis 16. August. <\/p>\n<p>Wie entsteht ein Foto? Was macht ein Bild glaubw\u00fcrdig? Und wie hat sich unser Blick auf die Wirklichkeit in den vergangenen 200 Jahren ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung \u201eSpuren der Wirklichkeit\u201c. Die Schau spannt einen Bogen von den fr\u00fchesten fotografischen Arbeiten aus dem Jahr 1839 bis zu Werken, die erst 2025 entstanden sind.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Themenbereiche<\/p>\n<p>Statt einer chronologischen Pr\u00e4sentation gliedert Kuratorin Sarah Jonas die Ausstellung in f\u00fcnf Themenbereiche: Der Apparat, Das Licht, Das Material, Die Referenz und Die Zeit.<\/p>\n<p>\u201eDie Ausstellung geht von der Frage aus, welche grundlegenden Bedingungen Fotografien, unabh\u00e4ngig von ihrer Entstehungszeit, miteinander verbinden\u201c, erkl\u00e4rt Kuratorin Jonas. Historische und zeitgen\u00f6ssische Arbeiten w\u00fcrden dabei bewusst miteinander in Dialog treten. Gerade in einer Zeit, in der digitale Bildproduktion und KI das Verst\u00e4ndnis von Fotografie ver\u00e4ndern, sei die Auseinandersetzung mit den technischen, materiellen und inhaltlichen Grundlagen des Mediums besonders wichtig.<\/p>\n<p>Auch seltene Kameras<\/p>\n<p>Zu sehen sind nicht nur ber\u00fchmte Fotografien, sondern auch seltene Kameras, Fotogramme, Collagen und experimentelle Arbeiten. Im Kapitel \u201eDer Apparat\u201c wird etwa gezeigt, wie technische Entwicklungen die Bildgestaltung beeinflussen. Historische Kameras treffen hier auf zeitgen\u00f6ssische Werke, die die Fotografie selbst zum Thema machen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Licht \u2013 der grundlegenden Voraussetzung jeder Fotografie. Kameralose Fotogramme von K\u00fcnstlern wie L\u00e1szl\u00f3 Moholy-Nagy oder Man Ray zeigen, wie Licht selbst zum Gestaltungsmittel werden kann. Andere Arbeiten nutzen Blitzlicht, Schatten oder Langzeitbelichtungen, um neue Bildwelten entstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Historische Verfahren<\/p>\n<p>Besonders anschaulich wird die Vielfalt fotografischer Techniken im Kapitel \u201eDas Material\u201c. Dort sind historische Verfahren wie Daguerreotypien, Ambrotypien oder Cyanotypien ebenso vertreten wie zeitgen\u00f6ssische Arbeiten, bei denen Fotografien geschnitten, gefaltet oder \u00fcberarbeitet werden. So wird deutlich, dass Fotografie nicht nur Bild, sondern auch Objekt sein kann.<\/p>\n<p>Zwischen Fotografie und Wirklichkeit<\/p>\n<p>Aktuelle Fragen stehen im Abschnitt \u201eDie Referenz\u201c im Mittelpunkt. Er untersucht das Verh\u00e4ltnis zwischen Fotografie und Wirklichkeit. Schon fr\u00fch wurden Bilder retuschiert oder inszeniert. Heute werfen digitale Bildbearbeitung, algorithmisch erzeugte Bilder und k\u00fcnstliche Intelligenz neue Fragen nach Wahrheit und Glaubw\u00fcrdigkeit auf. Die Ausstellung zeigt, dass diese Diskussion die Fotografie seit ihren Anf\u00e4ngen begleitet.<\/p>\n<p>Das letzte Kapitel widmet sich der Zeit. Historische Dokumentationsaufnahmen treffen auf zeitgen\u00f6ssische Werke, die Erinnerung, Verg\u00e4nglichkeit und Dauer thematisieren. Fotografien werden dabei nicht nur als eingefrorene Momente verstanden, sondern auch als Tr\u00e4ger von Geschichten und Spuren vergangener Zeiten.<\/p>\n<p>Rahmenprogramm<\/p>\n<p>\u201eFotografie war immer eng mit technischen Entwicklungen verbunden, gleichzeitig war sie von Beginn an ein k\u00fcnstlerisches Experimentierfeld\u201c, sagt Lentos-Direktorin Hemma Schmutz. Das Jubil\u00e4um biete die Gelegenheit, Geschichte und Gegenwart des Mediums neu zu betrachten und seine anhaltende Bedeutung sichtbar zu machen.<\/p>\n<p>Begleitend zur Ausstellung werden Kuratorinnen-F\u00fchrungen, Workshops und Dialogformate angeboten, darunter ein Workshop zu historischen Fotografietechniken sowie eine Dialogf\u00fchrung mit dem Salzburger Fotohof-Leiter Rainer Iglar und Kuratorin Sarah Jonas.<\/p>\n<p>Alle Infos und Termine: <a data-mce-href=\"https:\/\/www.lentos.at\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.lentos.at\/\" title=\"Lentos\">lentos.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. Vor 200 Jahren entstand das erste dauerhaft fixierte Foto der Geschichte. 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