{"id":187866,"date":"2026-05-30T09:03:10","date_gmt":"2026-05-30T09:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/187866\/"},"modified":"2026-05-30T09:03:10","modified_gmt":"2026-05-30T09:03:10","slug":"ki-aerger-und-gletscher-abschied-die-fotonews-der-woche-22-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/187866\/","title":{"rendered":"KI-\u00c4rger und Gletscher-Abschied \u2013 die Fotonews der Woche 22\/2026"},"content":{"rendered":"<p>              KI-\u00c4rger und Gletscher-Abschied \u2013 die Fotonews der Woche 22\/2026<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/AI-trouble-and-glacier-farewells-the-photo-news-of-week-22-2026-11312258.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Die vergangene Fotowoche lieferte einige Aufreger und KI ist dabei wieder mit im Spiel: Eine renommierte Galerie in Manhattan stellt eine KI-kolorierte Version eines der ber\u00fchmtesten Fotos der Geschichte aus und bietet sie zum Verkauf an \u2013 ohne zu fragen. Software-Abos werden wieder teurer. Und ein bewegender Dokumentarfilm erinnert daran, dass nicht nur Bilder, sondern auch die Landschaften, die wir fotografieren, f\u00fcr immer verschwinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie\" height=\"1234\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 873 \/ 1234; object-fit: cover;\" width=\"873\"\/><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<\/p>\n<p>heise<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Ansel Adams, KI und die Frage nach Respekt<\/p>\n<p>Die Danziger Gallery in New York hat auf der Photography Show im April eine <a href=\"https:\/\/www.digitalcameraworld.com\/tech\/artificial-intelligence\/a-new-york-gallery-exhibited-an-ai-version-of-a-famous-photo-without-getting-permission-and-im-not-surprised-people-are-furious\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">KI-generierte Farbversion<\/a> von Ansel Adams&#8216; ikonischem Foto \u201eMoonrise, Hernandez, New Mexico\u201c ausgestellt \u2013 in drei Gr\u00f6\u00dfen, in Editionen zu je zehn St\u00fcck, und zum Verkauf angeboten. Der Prompt? \u201eMake a realistic color version of Ansel Adams&#8216; iconic &#8218;Moonrise Over Hernandez&#8217;\u201c. Danach wurde das Bild monatelang bearbeitet, geprooft und von einem Meisterdrucker auf Papier gebracht.<\/p>\n<p>Das Problem: Niemand hat den Ansel Adams Publishing Rights Trust gefragt. Juristisch mag Galeriebesitzer James Danziger im Recht sein, denn das Foto von 1941 ist gemeinfrei. Moralisch sieht die Sache anders aus. Der Trust wies darauf hin, dass Adams sein Leben lang daf\u00fcr gek\u00e4mpft hat, Fotografie als Kunstform zu etablieren \u2013 und dass niemand ohne Erlaubnis mit dem Namen, dem Ruf und der Arbeit eines anderen Geld verdienen sollte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.danzigergallery.com\/exhibitions\/statement-by-james-danziger\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Danziger verteidigte sich<\/a> (): Er habe das Bild aus Liebe zum Original geschaffen und wollte zeigen, was Adams in jenem Moment in Farbe gesehen haben k\u00f6nnte. Ein Urheberrechtsanwalt habe best\u00e4tigt, dass das Foto gemeinfrei ist. Doch Liebe allein reicht manchmal nicht \u2013 ein Anruf h\u00e4tte gereicht.<\/p>\n<p>        c&#8217;t Fotografie Zoom In abonnierenc&#8217;t Fotografie Zoom In abonnieren<\/p>\n<p class=\"text-base\">Ihr Newsletter mit exklusiven Foto-Tipps, spannenden News, Profi-Einblicken und Inspirationen \u2013 jeden Samstag neu.<\/p>\n<p>E-Mail-Adresse<\/p>\n<p id=\"input-email-help\" class=\"text-sm leading-5 text-gray-400 mb-0\">Ausf\u00fchrliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsm\u00f6glichkeiten erhalten Sie in unserer <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html#datenschutz-newsletter\" data-google-interstitial=\"false\" class=\"underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a>.<\/p>\n<p>VSCO will Fotos f\u00fcr KI nutzen<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Auch bei der Software gibt es Neuigkeiten, die weniger erfreulich sind. VSCO, die bei vielen Kreativen beliebte Foto-App, hat seine <a href=\"https:\/\/www.vsco.co\/about\/terms-of-use-effective-22-june-2026\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Nutzungsbedingungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.vsco.co\/about\/privacy-policy-effective-22-june-2026\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Datenschutzrichtlinien<\/a> ge\u00e4ndert. Ab dem 22. Juni darf das Unternehmen hochgeladene Fotos nutzen, um KI-Modelle zu trainieren \u2013 nat\u00fcrlich anonymisiert, wie es hei\u00dft. Konkret: \u201eWir k\u00f6nnen Ihre Daten f\u00fcr Forschung und Entwicklung verwenden, um unsere oder die Dienste unserer Partner zu verstehen und zu verbessern, einschlie\u00dflich k\u00fcnstlicher Intelligenz und maschineller Lernmodelle.\u201c<\/p>\n<p>Die Daten werden \u201enur so lange aufbewahrt, wie wir sie vern\u00fcnftigerweise f\u00fcr die genannten Zwecke ben\u00f6tigen\u201c \u2013 also potenziell f\u00fcr immer. <a href=\"https:\/\/www.reddit.com\/r\/vsco\/comments\/1tmxecy\/vsco_to_start_allowing_ai_to_view_your_photos_and\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Viele Nutzer sind entt\u00e4uscht<\/a>. VSCO war immer eine App f\u00fcr Kreative, und nun sollen deren Bilder dazu dienen, eine seelenlose Maschine zu f\u00fcttern. Wer das nicht will, muss die App wohl verlassen. Zumindest bleibt die M\u00f6glichkeit, die neuen Bedingungen nicht zu akzeptieren \u2013 dann ist allerdings auch die Nutzung der App vorbei.<\/p>\n<p>Capture One erh\u00f6ht Preise um sechs Prozent<\/p>\n<p>Apropos Software: Capture One erh\u00f6ht ab dem 2. Juni <a href=\"https:\/\/petapixel.com\/2026\/05\/27\/capture-one-to-increase-all-product-prices-by-6\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">die Preise f\u00fcr alle Produkte<\/a> \u2013 Pro, All-in-One, Studio \u2013 um sechs Prozent. Das betrifft Monats- und Jahresabos sowie Perpetual-Lizenzen. Wer monatlich zahlt, wird sieben und drei Tage vor der Verl\u00e4ngerung informiert, Jahresabonnenten 30, sieben und drei Tage vorher.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Pro-Abo bedeutet das: Statt 17 Dollar im Monat bei j\u00e4hrlicher Zahlung sind es k\u00fcnftig etwa rund 12 Dollar mehr pro Jahr. Monatlich ohne Bindung steigt der Preis auf \u00fcber 27 Dollar. Die All-in-One-Variante mit iPad-App und Cloud-Funktionen klettert auf fast 25 Dollar monatlich, das Studio-Abo auf knapp 49 Dollar.<\/p>\n<p>Capture One begr\u00fcndet die Erh\u00f6hung mit gestiegenen Kosten f\u00fcr Entwicklung und Support. Immerhin: Wer vor dem 2. Juni von einem Monatsabo auf ein Jahresabo wechselt, sichert sich noch den alten Preis. Und im Vergleich zu anderen Anbietern ist die Erh\u00f6hung moderat \u2013 aber sie ist ein weiteres Zeichen daf\u00fcr, dass auch in der Fotosoftware die Zeiten g\u00fcnstiger Abos vorbei sind.<\/p>\n<p>Wiener Auktionen: Rekordpreise und Tradition<\/p>\n<p>Erfreulicher sind die Nachrichten aus Wien. Die <a href=\"https:\/\/www.ostlicht-auction.com\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">OstLicht Camera Auction Spring 2026<\/a> am 28. Mai brachte beeindruckende Ergebnisse: Eine Leica MP Vorserie von 1956 erzielte 1,14 Millionen Euro \u2013 eine der teuersten Nachkriegs-Leicas, <a href=\"https:\/\/www.fotomagazin.de\/event\/ostlicht-camera-auction-spring-2026\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">die je versteigert wurden<\/a>. Auch bei der Photo Auction am selben Tag gab es Highlights: Ein gro\u00dfformatiger Print von Ren\u00e9 Burri ging f\u00fcr 43.200 Euro weg, eine Collage von Peter Beard f\u00fcr 54.000 Euro.<\/p>\n<p>OstLicht f\u00fchrt die Tradition der WestLicht-Auktionen fort, die seit 2002 Wien als europ\u00e4ische Adresse f\u00fcr Fotoauktionen etabliert haben. Und das Beste: Auch Sammler mit kleinerem Budget kommen auf ihre Kosten. Ein Teil des Erl\u00f6ses flie\u00dft in die Arbeit des gemeinn\u00fctzigen Vereins WestLicht. Die n\u00e4chste Fotoauktion findet am 13. September im Rahmen der Parallel-Kunstmesse statt.<\/p>\n<p>Zeit und Wasser: Ein Film \u00fcber das Verschwinden<\/p>\n<p>Zum Abschluss noch eine Empfehlung, die zum Nachdenken anregt. Der Dokumentarfilm \u201eTime and Water\u201c von Sara Dosa (bekannt durch \u201eFire of Love\u201c) <a href=\"https:\/\/festivalplayer.sundance.org\/sundance-film-festival-2026\/play\/693dbb9bc33696bd224dc03c\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">nimmt am Sundance Film Festival teil<\/a> und l\u00e4uft ab dem 29. Mai in den Kinos (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6oR0iVwdY7M\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Trailer<\/a>). Er erz\u00e4hlt die Geschichte des isl\u00e4ndischen Schriftstellers Andri Sn\u00e6r Magnason, der mit dem Tod der Gletscher seines Landes und dem Verlust seiner Gro\u00dfeltern konfrontiert ist.<\/p>\n<p>Magnason, der 2019 die Trauerrede f\u00fcr Okj\u00f6kull hielt, den ersten isl\u00e4ndischen Gletscher, der seinen Status verlor, versucht in Archivaufnahmen, Fotos und Familienfilmen festzuhalten, was verschwindet: Erinnerungen, Zeit, Wasser. Der Film ist \u201epolytemporal\u201c, wie Dosa sagt \u2013 er verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und er zeigt, dass nicht nur Bilder, sondern auch die Welt, die wir fotografieren, f\u00fcr immer verloren gehen kann, wenn wir nichts tun.<\/p>\n<p>Gletscher sind Zeitkapseln der Erde, sie speichern, was in der Luft und im Wasser war \u2013 auch unsere Verschmutzung. Islands Gletscher sind etwa 2.500 Jahre alt, \u00e4lter als die Menschen, die dort leben. Bis 2100 k\u00f6nnte die H\u00e4lfte des verbliebenen Eisvolumens verschwunden sein, bis 2200 vielleicht alles. \u201eTime and Water\u201c ist kein Film, der mit Weltuntergangsstimmung erschl\u00e4gt, aber er zeigt eindringlich: Die Zukunft ist noch offen, aber es liegt an uns, sie zu gestalten.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:tho@heise.de\" title=\"Thomas Hoffmann\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"KI-\u00c4rger und Gletscher-Abschied \u2013 die Fotonews der Woche 22\/2026 close notice This article is also available in English.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":187867,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[26],"tags":[54585,158,157,46,42,40372,159,147,169,3646,161,160,9964,44,56878,148,56879],"class_list":["post-187866","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kunst-und-design","tag-ansel-adams","tag-art","tag-art-and-design","tag-at","tag-austria","tag-capture-one","tag-design","tag-entertainment","tag-fotografie","tag-fotonews","tag-kunst","tag-kunst-und-design","tag-leica","tag-oesterreich","tag-sundance-film-festival","tag-unterhaltung","tag-vsco"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116662724914610003","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/187866","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=187866"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/187866\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/187867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=187866"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=187866"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=187866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}