{"id":188806,"date":"2026-05-30T21:21:06","date_gmt":"2026-05-30T21:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/188806\/"},"modified":"2026-05-30T21:21:06","modified_gmt":"2026-05-30T21:21:06","slug":"who-chef-besucht-ebola-epizentrum-im-kongo-ruft-bevoelkerung-zum-handeln-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/188806\/","title":{"rendered":"WHO-Chef besucht Ebola-Epizentrum im Kongo, ruft Bev\u00f6lkerung zum Handeln auf"},"content":{"rendered":"<p>  Von&amp;nbsp<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/profile\/1142\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sertac Aktan<\/a>&amp;nbspmit&amp;nbspAFP, AP<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            30\/05\/2026 &#8211; 20:23 MESZ\n            <\/p>\n<p>WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist am Samstag in der ostkongolesischen Provinz Ituri in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) gelandet, dem Epizentrum eines schweren Ausbruchs einer seltenen Ebola-Variante.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Der Besuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Virus schneller ausbreitet, als die Helfer Schritt halten k\u00f6nnen, obwohl die Gesundheitsstrukturen besser organisiert sind und neue Hilfslieferungen eintreffen.<\/p>\n<p>Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) will in Bunia, der Provinzhauptstadt, ein Behandlungszentrum besuchen und mit \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden, Gesundheitshelfern und betroffenen Familien zusammenkommen.<\/p>\n<p>\u201eDer beste Weg, damit umzugehen, ist, am Epizentrum der Krankheit alle n\u00f6tige Unterst\u00fctzung bereitzustellen und jede erforderliche Hilfe fortzuf\u00fchren\u201c, sagte Tedros vor Journalistinnen und Journalisten. Er erg\u00e4nzte, die internationale Gemeinschaft helfe der Regierung der DR Kongo, \u201eaber gleichzeitig ist es wichtig, dass die Gemeinschaft vor Ort Verantwortung \u00fcbernimmt. Wir sind hier, um mit den Menschen zu sprechen, zu sehen, wie die Reaktion l\u00e4uft und ob es Herausforderungen gibt, bei denen wir unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Ausma\u00df des Ausbruchs<\/p>\n<p>Das hochansteckende h\u00e4morrhagische Fieber ist bereits in drei ostkongolesischen Provinzen und im Nachbarland Uganda nachgewiesen. Nach Einsch\u00e4tzung der WHO d\u00fcrfte sich der Ausbruch in der DR Kongo, wo das Virus vermutlich schon zirkulierte, bevor es entdeckt wurde, in Wirklichkeit deutlich weiter ausgebreitet haben. Der riesige, instabile Staat in Zentralafrika hat nur begrenzte Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Labortests zur Best\u00e4tigung von Verdachtsf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Nach j\u00fcngsten Zahlen nimmt die Belastung stetig zu: Es gibt mindestens 1.077 Verdachtsf\u00e4lle, darunter 246 Todesf\u00e4lle, wie die Africa Centres for Disease Control and Prevention melden. Das ugandische Gesundheitsministerium best\u00e4tigte am Freitag neun Infektionen und einen Todesfall.<\/p>\n<p>Die WHO teilte mit, dass am Mittwoch eine Patientin oder ein Patient nach zwei negativen Tests als genesen entlassen wurde. Die Person konnte das Krankenhaus verlassen und in die Gemeinschaft zur\u00fcckkehren. WHO-Mitarbeiterin Anais Legand sagte in Genf, dies sei der \u201eerste\u201c Genesene unter den in diesem Ausbruch best\u00e4tigten Ebola-F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Ebola, das durch engen Kontakt und K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen wird, hat in Afrika in den vergangenen f\u00fcnfzig Jahren mehr als 15.000 Menschen get\u00f6tet. Der bislang t\u00f6dlichste Ausbruch in der DR Kongo forderte zwischen 2018 und 2020 fast 2.300 Todesopfer bei rund 3.500 F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Konflikt und Grenzschlie\u00dfungen<\/p>\n<p>In der Provinz Ituri sind staatliche Strukturen weitgehend abwesend. Der Zugang wird zus\u00e4tzlich durch die unsichere Lage erschwert: Dort sind mit dem sogenannten Islamischen Staat verbundene ADF-K\u00e4mpfer und ein B\u00fcndnis ethnischer Milizen aktiv, die immer wieder Zivilistinnen und Zivilisten t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Auch in den benachbarten Provinzen Nord-Kivu und S\u00fcd-Kivu sind Ebola-F\u00e4lle aufgetreten. Die Region leidet seit fast drei Jahrzehnten unter nahezu ununterbrochener Gewalt. Weite Gebiete stehen unter Kontrolle der von Ruanda unterst\u00fctzten bewaffneten Gruppe M23, die gegen Regierungstruppen k\u00e4mpft und in wichtigen St\u00e4dten unter ihrer Kontrolle, darunter Goma und Bukavu, zwei Ebola-F\u00e4lle gemeldet hat.<\/p>\n<p>Millionen Menschen sind vor den K\u00e4mpfen geflohen und leben in Lagern f\u00fcr Binnenvertriebene mit schlechten Hygienebedingungen. Fast eine Million der Vertriebenen h\u00e4lt sich in der Provinz Ituri auf. Die Aussicht, dass sich die Epidemie in den Lagern ausbreitet, l\u00f6st dort gro\u00dfe Sorge aus.<\/p>\n<p>\u201eWenn Ebola hierherkommt, sind wir verloren. Wir sitzen hier gedr\u00e4ngt wie Sardinen\u201c, sagte Dorcas Mapenzi im Lager Kingonze am Stadtrand von Bunia.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Krise haben Uganda und Ruanda ihre Grenzen geschlossen. Uganda ordnete eine 21-t\u00e4gige Quarant\u00e4ne f\u00fcr alle an, die aus der DR Kongo einreisen. Au\u00dferdem untersagte die US-Regierung unter Pr\u00e4sident Donald Trump in der vergangenen Woche die Einreise von Personen ohne US-Pass, die sich k\u00fcrzlich in Kongo, Uganda oder dem S\u00fcdsudan aufgehalten hatten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspSertac Aktan&amp;nbspmit&amp;nbspAFP, AP Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 30\/05\/2026 &#8211; 20:23 MESZ WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist am Samstag in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":188807,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[29849,52404,40,41,39,66,8422,65,64],"class_list":["post-188806","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-demokratische-republik-kongo","tag-ebolavirus","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-who","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116665626519430545","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=188806"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188806\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/188807"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=188806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=188806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=188806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}