{"id":189526,"date":"2026-05-31T09:59:10","date_gmt":"2026-05-31T09:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/189526\/"},"modified":"2026-05-31T09:59:10","modified_gmt":"2026-05-31T09:59:10","slug":"weltnichtraucherinnentag-2026-neue-nikotinprodukte-stellen-praevention-vor-neue-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/189526\/","title":{"rendered":"Weltnichtraucher:innentag 2026: Neue Nikotinprodukte stellen Pr\u00e4vention vor neue Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p>Der diesj\u00e4hrige Weltnichtraucher:innentag am 31. Mai steht unter dem Motto \u201eDen Reiz entlarven \u2013 Nikotin- und Tabakabh\u00e4ngigkeit bek\u00e4mpfen\u201c. W\u00e4hrend das klassische Rauchen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren deutlich zur\u00fcckgegangen ist, nimmt der Konsum neuer Nikotinprodukte wie E-Zigaretten, Nikotinbeutel oder Tabakerhitzer zu. Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Tabakpr\u00e4vention steht vor neuen Herausforderungen.<\/p>\n<p>\u201eDer Weltnichtraucher:innentag erinnert uns daran, dass Tabak- und Nikotinkonsum nach wie vor zu den gr\u00f6\u00dften vermeidbaren Gesundheitsrisiken z\u00e4hlen. Besonders besorgniserregend ist, dass neue Nikotinprodukte h\u00e4ufig gezielt junge Menschen ansprechen. Pr\u00e4vention, Aufkl\u00e4rung und ein wirksamer Jugendschutz bleiben daher zentrale Aufgaben einer verantwortungsvollen Gesundheitspolitik\u201c, betont Gesundheitsministerin Korinna Schumann.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat deshalb in den vergangenen Monaten wichtige Schritte gesetzt, um den Umgang mit neuen Nikotinprodukten zeitgem\u00e4\u00df zu regulieren und ein hohes Schutzniveau f\u00fcr Konsument, insbesondere f\u00fcr Kinder und Jugendliche, sicherzustellen.<\/p>\n<p>\u201eDie Entwicklung zeigt klar, dass sich Suchtpr\u00e4vention nicht mehr nur auf klassische Zigaretten konzentrieren kann. Neue Produkte werden oft als moderne Lifestyle-Produkte vermarktet, bergen aber ebenfalls ein hohes Suchtpotenzial. Unser Ziel ist es, Jugendliche bestm\u00f6glich zu sch\u00fctzen und gleichzeitig f\u00fcr klare und nachvollziehbare Regeln auf einem sich rasch ver\u00e4ndernden Markt zu sorgen\u201c, erkl\u00e4rt Staatssekret\u00e4rin Ulrike K\u00f6nigsberger-Ludwig.<\/p>\n<p>Aktuelle Zahlen aus \u00d6sterreich<\/p>\n<p>Laut den aktuellsten Erhebungen rauchen in \u00d6sterreich derzeit rund 20 bis 21 Prozent der Bev\u00f6lkerung t\u00e4glich Zigaretten. Damit liegt \u00d6sterreich weiterhin leicht \u00fcber dem EU-Durchschnitt von 19 Prozent.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gewinnen neue Nikotinprodukte zunehmend an Bedeutung. Bereits 5,8 Prozent der \u00d6sterreicher:innen konsumieren t\u00e4glich E-Zigaretten, E-Shishas oder E-Pfeifen. Rund 2 Prozent nutzen t\u00e4glich oder fast t\u00e4glich Tabakerhitzer, etwa 1 Prozent Nikotinbeutel. Weitere 1,6 Prozent greifen regelm\u00e4\u00dfig zu rauchfreien Tabakerzeugnissen wie Kautabak, Schnupftabak oder Snus.<\/p>\n<p>Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Jugendlichen. Zwar hat sich die Rauchpr\u00e4valenz bei Kindern und Jugendlichen seit 2002 mehr als halbiert, dennoch liegt \u00d6sterreich im europ\u00e4ischen Vergleich weiterhin \u00fcber dem Durchschnitt.<\/p>\n<p>Aktuell rauchen 4 bis 6 Prozent der 15-J\u00e4hrigen t\u00e4glich Zigaretten. Gleichzeitig konsumieren bereits 3 bis 6 Prozent t\u00e4glich Nikotinbeutel. Bei E-Zigaretten liegen die Werte je nach Erhebung zwischen 1,5 und 8 Prozent. Damit werden neue Nikotinprodukte von Jugendlichen mittlerweile teilweise gleich h\u00e4ufig oder h\u00e4ufiger genutzt als klassische Zigaretten.<\/p>\n<p>Fachleute sehen darin einen Hinweis darauf, dass viele dieser Produkte als moderne Lifestyle-Produkte wahrgenommen werden. Gleichzeitig erfolgt gerade in jungen Jahren h\u00e4ufig der Einstieg in suchtbezogenes Verhalten.<\/p>\n<p>Auch international ist die Entwicklung besorgniserregend: Laut Weltgesundheitsorganisation nutzen weltweit mindestens 40 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren Tabakprodukte. Dar\u00fcber hinaus konsumieren mindestens 15 Millionen Jugendliche E-Zigaretten.<\/p>\n<p>Klare Regeln f\u00fcr neue Nikotinprodukte<\/p>\n<p>Die zunehmende Verbreitung neuer Nikotinprodukte stellt Pr\u00e4vention und Jugendschutz vor neue Herausforderungen. Die Bundesregierung hat deshalb eine umfassende Novelle des Tabak- und Nichtraucher:innenschutzgesetzes auf den Weg gebracht, die noch heuer in Kraft treten soll. Ziel ist es, bestehende Regelungsl\u00fccken zu schlie\u00dfen und insbesondere Kinder und Jugendliche besser vor den Risiken einer Nikotinabh\u00e4ngigkeit zu sch\u00fctzen. <\/p>\n<p>K\u00fcnftig werden Nikotinbeutel (\u201ePouches\u201c) und nikotinhaltige E-Liquids ausschlie\u00dflich \u00fcber das Tabakmonopol vertrieben. Damit gelten f\u00fcr diese Produkte dieselben strengen Regeln wie f\u00fcr klassische Zigaretten: Verkauf nur in Trafiken, strenge Alterskontrollen sowie umfassende Werbe- und Sponsoringbeschr\u00e4nkungen. Gleichzeitig werden die Produkte vollst\u00e4ndig in die Tabakbesteuerung integriert. <\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt der Reform ist das Verbot von Einweg-E-Zigaretten mit Ende 2026. Diese Produkte erfreuen sich insbesondere bei Jugendlichen gro\u00dfer Beliebtheit und werden h\u00e4ufig \u00fcber s\u00fc\u00dfe Aromen, auff\u00e4llige Verpackungen und Social-Media-Kampagnen vermarktet. Gleichzeitig verursachen sie erhebliche Umweltbelastungen und stellen durch die enthaltenen Lithiumbatterien ein wachsendes Problem f\u00fcr die Abfallwirtschaft dar. <\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus werden \u00f6ffentliche Spielpl\u00e4tze besser gesch\u00fctzt. K\u00fcnftig wird das Wegwerfen von Tabakprodukten und verwandten Erzeugnissen auf Spielpl\u00e4tzen untersagt. Gemeinden erhalten zudem die M\u00f6glichkeit, weitergehende Ma\u00dfnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu setzen. <\/p>\n<p>\u201eMit der Novelle des Tabak- und Nichtraucher:innenschutzgesetzes schaffen wir klare Regeln f\u00fcr neue Nikotinprodukte. Gerade Kinder und Jugendliche m\u00fcssen vor Produkten gesch\u00fctzt werden, die gezielt als Lifestyle-Angebote vermarktet werden, tats\u00e4chlich aber ein hohes Suchtpotenzial haben. Pr\u00e4vention und Jugendschutz m\u00fcssen mit den Entwicklungen am Markt Schritt halten\u201c, betont Gesundheitsministerin Korinna Schumann.<\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4rin Ulrike K\u00f6nigsberger-Ludwig erg\u00e4nzt: \u201eNikotinbeutel, Einweg-E-Zigaretten und andere neue Produkte sind keine harmlosen Trends. Deshalb schlie\u00dfen wir bestehende Regelungsl\u00fccken, st\u00e4rken den Jugendschutz und sorgen f\u00fcr klare Spielregeln auf einem Markt, der sich in den vergangenen Jahren rasant ver\u00e4ndert hat. Gesundheitsschutz muss immer Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der diesj\u00e4hrige Weltnichtraucher:innentag am 31. 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