{"id":191622,"date":"2026-06-01T13:33:14","date_gmt":"2026-06-01T13:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/191622\/"},"modified":"2026-06-01T13:33:14","modified_gmt":"2026-06-01T13:33:14","slug":"astronomie-ringe-in-staubscheiben-um-sterne-verraten-die-masse-von-exoplaneten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/191622\/","title":{"rendered":"Astronomie: Ringe in Staubscheiben um Sterne verraten die Masse von Exoplaneten"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Astronomy-Rings-in-dust-disks-around-stars-reveal-the-mass-of-exoplanets-11313427.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Die Struktur von Staubscheiben um junge Sterne gibt direkte Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Eigenschaften dort kreisender Exoplaneten. Aus ihnen kann unter anderem deren Masse ermittelt werden. Das hat eine Forschungsgruppe herausgefunden und jetzt einen \u201esimplen mathematischen Zusammenhang\u201c zwischen dem hellsten Ort eines Rings und der Masse des daf\u00fcr verantwortlichen Himmelsk\u00f6rpers hergestellt. Damit k\u00f6nne man ohne detaillierte Kenntnisse \u00fcber die Staubscheibe berechnen, welche Masse ein dort entstehender Protoplanet hat, erkl\u00e4rt die britische University of Warwick. Best\u00e4tigt hat die Gruppe ihr Modell demnach anhand <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Astronomie-Erste-mondbildende-Scheibe-um-einen-Exoplaneten-nachgewiesen-6144263.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">des besonders gut erforschten Exoplaneten PDS 70<\/a>. F\u00fcr weitere haben sie neue Sch\u00e4tzungen zur Masse ermittelt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/9\/2\/1\/7\/8\/simulation-images-showing-how-tripling-the-planet-mass-changes-the-position-of-the-dust-ring-0462013e53b0f414.webp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Wechselnde Darstellung zweier Staubscheiben\" height=\"640\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 640 \/ 640; object-fit: cover;\" width=\"640\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Simulierte Darstellung zweier Ringstrukturen, die auf unterschiedliche massereiche Planeten hinweisen<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0University of Warwick)\n    <\/p>\n<p>Als protoplanetare Scheiben werden scheibenf\u00f6rmige Strukturen aus Gas und Staub bezeichnet, die junge Sterne umschlie\u00dfen. Aus kleinen Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten darin k\u00f6nnen Klumpen von Material entstehen, die dann wachsen und zu Exoplaneten werden. Auch die Geschichte der Erde d\u00fcrfte so begonnen haben. Weil die entstehenden Himmelsk\u00f6rper sich dabei aber vor allem aus Material bedienen, das auf derselben Umlaufbahn um den Stern kreist, rei\u00dfen sie damit L\u00fccken in diese Scheiben. Derartige wurden schon \u00f6fter entdeckt, die Exoplaneten darin sind aber nur sehr schwer auszumachen \u2013 und noch viel schwerer zu vermessen. Das hofft die Gruppe um Amena Faruqi von der University of Warwick nun zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Potenzial f\u00fcr viele Entdeckungen<\/p>\n<p>\u201eIndem wir \u201azwischen den Ringen\u2018 lesen, haben wir nun einen Weg gefunden, die Massen der Planeten zu bestimmen, die diese Ringe bilden\u201c, <a href=\"https:\/\/warwick.ac.uk\/news\/pressreleases\/weighing-newborn-planets\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rt die Astronomin<\/a>. Das gelte auch f\u00fcr Himmelsk\u00f6rper, die zu lichtschwach oder zu tief im System eingebettet seien, um direkt beobachtbar zu sein. Grundlegend daf\u00fcr waren demnach Computersimulationen, mit denen das Team modelliert hat, wie Planeten unterschiedlicher Masse die Staubscheiben in ihrer Umgebung beeinflussen. Bei dem Exoplaneten PDS 70 sei mit der Methode ein Wert f\u00fcr die Masse herausgekommen, der sehr gut zu den bisherigen Sch\u00e4tzungen gepasst habe. F\u00fcr f\u00fcnf weitere Staubscheiben hat das Team neue Massensch\u00e4tzungen ermittelt.<\/p>\n<p>Die neue Methode k\u00f6nnte jetzt auch dazu beitragen, dass Exoplaneten in Staubscheiben best\u00e4tigt werden, deren Existenz bisher nur vermutet werden konnte, schreibt das Team. Auch vollkommen neue Exoplaneten k\u00f6nnten sich damit auffinden lassen. Ferner meint die Gruppe noch, dass ihre Arbeit auch Aufschluss \u00fcber Prozesse geben k\u00f6nnte, die einst bei der Entstehung der Erde und der restlichen Planeten im Sonnensystem eine Rolle gespielt haben. F\u00fcr die Astronomie komme ihre Entdeckung genau zu einer Zeit, in der etwa der Radioteleskopverbund ALMA immer detailliertere Bilder von protoplanetaren Staubscheiben liefert. Die k\u00f6nnten damit viel besser ausgewertet werden. <a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/1538-4357\/ae6272\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Die Forschungsarbeit<\/a> wurde im Fachmagazin The Astrophysical Journal ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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