{"id":192162,"date":"2026-06-01T18:42:18","date_gmt":"2026-06-01T18:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/192162\/"},"modified":"2026-06-01T18:42:18","modified_gmt":"2026-06-01T18:42:18","slug":"nach-gescheitertem-olympia-referendum-senat-sieht-sich-nicht-beschaedigt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/192162\/","title":{"rendered":"Nach gescheitertem Olympia-Referendum: Senat sieht sich nicht besch\u00e4digt"},"content":{"rendered":"<p>\n                Stand: 01.06.2026 20:40 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Hamburgs Erster B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht die Arbeit seines rot-gr\u00fcnen Senats durch das deutliche &#8222;Nein&#8220; der Hamburgerinnen und Hamburger zu den Olympia-Pl\u00e4nen nicht besch\u00e4digt. Das sagte er am Tag nach der Entscheidung gegen eine Hamburger Olympia-Bewerbung. <\/p>\n<p class=\"\">Viele in der Stadt seien \u00fcber das Ergebnis des Referendums entt\u00e4uscht &#8211; &#8222;wir sind es auch&#8220;, so Tschentscher. Er habe sich im Vorfeld des Referendums &#8222;sehr unterst\u00fctzt&#8220; gef\u00fchlt, &#8222;bei den Zielen, die wir ja mit Olympia verbunden haben&#8220;, sagte er am Montag im Hamburger Rathaus. Beim Olympia-Referendum hatte sich am Sonntag eine Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger gegen eine Bewerbung ihrer Stadt um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Hamburg zieht seine Olympia-Bewerbung deshalb zur\u00fcck.<\/p>\n<p>    B\u00fcrgermeister zeigt sich selbstkritisch<\/p>\n<p class=\"\">Das Nein zum Referendum erkl\u00e4rt sich Tschentscher mit tiefer liegenden Bef\u00fcrchtungen, zum Beispiel zu Mietsteigerungen, oder aus einer Skepsis gegen\u00fcber Gro\u00dfprojekten. Bei der Abstimmung hatten in den \u00e4rmeren Stadtteilen mehr Menschen gegen eine Bewerbung f\u00fcr die Sommerspiele gestimmt als in den wohlhabenderen. &#8222;Das muss uns schon zu denken geben&#8220;, sagte der B\u00fcrgermeister am Montagabend selbstkritisch im NDR Hamburg Journal.<\/p>\n<p>    Sportf\u00f6rderung soll ausgebaut werden<\/p>\n<p class=\"\">Trotz der Mehrheit gegen Olympische und Paralympische Spiele werde man viele Impulse und Ideen aus dem Bewerbungskonzept weiterverfolgen. Hamburg werde eine Active City bleiben, in der der Sport zu Hause ist, so Tschentscher. Laut Sportsenator Andy Grote (SPD) soll die Bewegungsf\u00f6rderung von Kindern und Jugendlichen weiter ausgebaut werden. <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/sport\/mehr_sport\/trotz-olympia-aus-hamburg-will-weiterhin-neues-stadion-bauen,stadion-volkspark-100.html\" title=\"Trotz Olympia-Aus - Hamburg will weiterhin neues Stadion bauen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auch gro\u00dfe Sportveranstaltungen und ein neues Stadion im Volkspark soll es weiter geben.<\/a><\/p>\n<p>    Unerwarteter Erfolg f\u00fcr Gegner der Olympia-Bewerbung<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr die Gegner der Olympia-Bewerbung war es am Sonntag ein unerwartet deutlicher Erfolg. Um 20.31 Uhr war die Ausz\u00e4hlung abgeschlossen. 54,9 Prozent (357.911) der teilnehmenden Wahlberechtigten stimmten gegen eine Kandidatur Hamburgs f\u00fcr die Olympischen Spiele &#8211; 45,1 Prozent (293.819) stimmten daf\u00fcr. Insgesamt nahmen 651.730 Hamburgerinnen und Hamburger an der Abstimmung teil. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,6 Prozent.<\/p>\n<p>    Olympia-Referendum: Ergebnis der Ausz\u00e4hlung<\/p>\n<p class=\"\">Das amtliche Endergebnis des Olympia-Referendums soll sp\u00e4testens am 25. Juni vorliegen.<\/p>\n<p class=\"\">Bewerbungschef Steffen R\u00fclke sprach davon, dass man im Sport auch in W\u00fcrde verlieren k\u00f6nnen m\u00fcsse. Er w\u00fcnsche den anderen deutschen Bewerberst\u00e4dten nun viel Erfolg. Der Deutsche Olympische Sportbund setzt die Bewerbung um Sommerspiele mit Berlin, M\u00fcnchen und K\u00f6ln Rhein-Ruhr fort &#8211; aber ohne Hamburg.<\/p>\n<p>    Sport und Wirtschaft entt\u00e4uscht vom Referendums-Ergebnis<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympia-720.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympia-720.webp\" alt=\"Entt\u00e4uschte Gesichter bei den Olympia-Volunteers auf der B\u00fchne in der Handelskammer nach den ersten Ausz\u00e4hlungen des Referendums in Hamburg.\" title=\"Entt\u00e4uschte Gesichter bei den Olympia-Volunteers auf der B\u00fchne in der Handelskammer nach den ersten Ausz\u00e4hlungen des Referendums in Hamburg. | Georg Wendt\/dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Entt\u00e4uschte Gesichter bei den Olympia-Volunteers auf der B\u00fchne in der Handelskammer nach den ersten Ausz\u00e4hlungen des Referendums in Hamburg.<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr Norbert Aust, Pr\u00e4ses der Handelskammer, h\u00e4ngt die Zukunft der Stadt zwar nicht von Olympia ab &#8211; Im Wettbewerb um Bundesgelder f\u00fcr wichtige Projekte wie eine neue K\u00f6hlbrandtquerung im Hafen oder f\u00fcr die Modernisierung des Hauptbahnhofs, werde es nun aber schwer, sich gegen die k\u00fcnftige deutsche Olympiastadt durchzusetzen.<\/p>\n<p>    Studie: Sorge vor hohen Kosten und vielen Baustellen<\/p>\n<p class=\"\">Eine Studie der Uni Hamburg, die in den vergangenen Wochen Menschen zum Thema Olympia befragt hat, kommt zu dem Schluss, dass viele Menschen den wirtschaftlichen Nutzen einer Olympiabewerbung f\u00fcr sich pers\u00f6nlich nicht gesehen haben. Die Sorge vor hohen Kosten, aber auch vor vielen Baustellen und Einbu\u00dfen bei der Lebensqualit\u00e4t \u00fcberwog.<\/p>\n<p class=\"\">Das Argument der Olympia-Bef\u00fcrworter, die immer wieder betont hatten, dass es schlanke Spiele werden sollten und die Stadt viel zus\u00e4tzliches Geld vom Bund bekommen w\u00fcrde, hat die vielen anfangs noch Unentschlossenen anscheinend nicht \u00fcberzeugt. Sie haben am Ende mehrheitlich mit Nein abgestimmt.<\/p>\n<p>    &#8222;NOlympia&#8220;: Menschen wollten kein Leuchtturmprojekt<\/p>\n<p class=\"\">Eckart Maudrich, Sprecher der Initiative &#8222;NOlympia&#8220; sagte, mit dem zweiten Nein habe Hamburg ein Zeichen f\u00fcr Fair Play und Teamgeist bei den Spielregeln der Olympischen Spiele gestimmt. Die Versprechungen des Senats seien zu unglaubw\u00fcrdig gewesen. Ebenso das Finanzkonzept, bei dem die milliardenschweren Kosten f\u00fcr Sicherheit und den Bau eines Leichtathletikstadions einfach weggelassen worden seien. &#8222;Dieses Votum sollte der Hamburger Politik eine Lehre sein: Die Menschen in der Stadt wollen kein weiteres Leuchtturmprojekt&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympia-680.webp\" alt=\"Eine Frau kreuzt auf einem Stimmzettel zum Referendum \u00fcber die Olympia-Bewerbung Hamburgs \u00abNEIN\u00bb an.\" title=\"Eine Frau kreuzt auf einem Stimmzettel zum Referendum \u00fcber die Olympia-Bewerbung Hamburgs \u00abNEIN\u00bb an. | picture alliance\/dpa | Gregor Fischer\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Waren Ihre Nachbarinnen und Nachbarn f\u00fcr oder gegen eine Olympia-Bewerbung? Sehen Sie hier, wie Ihr Stadtteil abgestimmt hat.<\/p>\n<p>    Bereits 2015 scheiterte Olympia-Referendum in Hamburg<\/p>\n<p class=\"\">Beim Referendum 2015 &#8211; damals ging es um eine m\u00f6gliche Olympia-Bewerbung f\u00fcr 2024 &#8211; hatten sich 51,6 Prozent gegen eine Bewerbung um das gr\u00f6\u00dfte Sportereignis der Welt entschieden. 48,4 Prozent votierten daf\u00fcr. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 50,2 Prozent.<\/p>\n<p>\n            Video:<br \/>\n            Hamburger und Hamburgerinnen stimmen gegen Olympia-Bewerbung (4 Min)\n        <\/p>\n<p>    DOSB entscheidet im September<\/p>\n<p class=\"\">Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September, mit welcher Stadt oder Region er in das internationale Rennen zieht. Die verbliebenen Bewerber sind M\u00fcnchen, die Rhein-Ruhr-Region und Berlin. Beim B\u00fcrgerentscheid von Hamburgs Partner Kiel hatten am 19. April 63,5 Prozent daf\u00fcr gestimmt, dass sich die Stadt als Segelstandort empfiehlt. Kiel muss nun hoffen, auch bei den anderen Bewerbern zum Zuge zu kommen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/knoblich-100.webp\" alt=\"Daniel Knoblich, Vorsitzender des Hamburger Sportbundes (HSB)\" title=\"Daniel Knoblich, Vorsitzender des Hamburger Sportbundes (HSB) | Witters\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>In der Debatte um eine Olympia-Bewerbung Hamburgs habe Sport nur am Rande eine Rolle gespielt, sagt der Vorsitzende des Hamburger Sportbundes, Daniel Knoblich.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympia-718.webp\" alt=\"Eckart Maudrich, Sprecher der B\u00fcrgerinitiative \u201eNOlympia\u201c\" title=\"Eckart Maudrich, Sprecher der B\u00fcrgerinitiative \u201eNOlympia\u201c | picture alliance\/dpa | Gregor Fischer\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Austragungsst\u00e4dte tr\u00fcgen die mit Olympia verbundenen Lasten und Risiken allein. Die Menschen in Hamburg h\u00e4tten verstanden, dass das nicht fair sei, sagt Eckhart Maudrich von &#8222;NOlympia&#8220;.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1780320732_85_ottofricke-100.webp\" alt=\"DOSB-Vorstandschef Otto Fricke \" title=\"DOSB-Vorstandschef Otto Fricke  | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das h\u00e4tten die Abstimmungen etwa in M\u00fcnchen und NRW im Gegensatz zu Hamburg gezeigt, sagt Otto Fricke vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympia-710.webp\" alt=\"Eine zerrissene Olympia-Flagge vor dem Hamburger Rathaus\" title=\"Eine zerrissene Olympia-Flagge vor dem Hamburger Rathaus | Hanno Bode\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Eine Mehrheit sich am Sonntag gegen eine Bewerbung Hamburgs f\u00fcr die Olympischen Spiele ausgesprochen. Die Stadt w\u00e4re ein fantastischer Gastgeber gewesen, findet Lars Pegelow.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympia-602.webp\" alt=\"Die olympische Fahne vor der Elbphilharmonie in Hamburg\" title=\"Die olympische Fahne vor der Elbphilharmonie in Hamburg | Witters\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Am 31. Mai hat sich beim Olympia-Referendum in Hamburg eine Mehrheit gegen Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Hansestadt ausgesprochen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympiagegner-100.webp\" alt=\"Olympia-Gegner jubeln nach erfolgreicher Abstimmung. \" title=\"Olympia-Gegner jubeln nach erfolgreicher Abstimmung.  | Gregor Fischer\/dpa \" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Hamburg hat sich in einem Referendum gegen eine Bewerbung f\u00fcr die Olympischen Spiele entschieden. Wie Regierung und Opposition die Entscheidung bewerten. <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/olympia-hamburg-140.webp\" alt=\"Plaket der Partei die Linke zeigt die Ablehnung gegen eine Olympia-Bewerbung von Hamburg\" title=\"Plaket der Partei die Linke zeigt die Ablehnung gegen eine Olympia-Bewerbung von Hamburg | Witters\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Hansestadt haben abgestimmt und sich gegen Olympia entschieden. Ergebnisse, Stimmen, Videos und Einsch\u00e4tzungen zum Referendum im Blog zum Nachlesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.06.2026 20:40 Uhr Hamburgs Erster B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht die Arbeit seines rot-gr\u00fcnen Senats durch das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":191621,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[18],"tags":[46,42,28797,828,16008,1456,57584,1189,44,14072,109,108],"class_list":["post-192162","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-sport","tag-at","tag-austria","tag-bewerbung","tag-hamburg","tag-hh","tag-olympia","tag-olympiade","tag-olympische-spiele","tag-oesterreich","tag-referendum","tag-sport","tag-sports"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116676325989874792","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=192162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192162\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/191621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=192162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=192162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=192162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}