{"id":193637,"date":"2026-06-02T13:04:10","date_gmt":"2026-06-02T13:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/193637\/"},"modified":"2026-06-02T13:04:10","modified_gmt":"2026-06-02T13:04:10","slug":"reformoptionen-fuer-das-oesterreichische-gesundheitssystem-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/193637\/","title":{"rendered":"Reformoptionen f\u00fcr das \u00f6sterreichische Gesundheitssystem ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p>Wien (OTS) &#8211;\u00a0<\/p>\n<p>Das \u00f6sterreichische Gesundheitssystem steht angesichts stark steigender \u00f6ffentlicher Gesundheitsausgaben unter erheblichem Reformdruck. Im Jahr 2025 lagen die \u00f6ffentlichen Gesundheitsausgaben bereits bei rund 50,5 Mrd Euro. Ohne Reformen ist bis 2070 mit einem weiteren Anstieg der Gesundheitsausgaben um rund 2,6% des BIP zu rechnen. Dadurch w\u00fcrde das Gesundheitssystem einen immer gr\u00f6\u00dferen Teil der \u00f6ffentlichen Mittel binden und die Finanzierung anderer staatlicher Aufgaben zunehmend erschweren.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund haben Florian Bachner von der Gesundheit \u00d6sterreich GmbH und Johannes Holler vom Fiskalratsb\u00fcro ein Papier zu Reformen im \u00f6sterreichischen Gesundheitssystem verfasst. Das Dokument ist auf der Website des Fiskalrates unter <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.fiskalrat.at\/publikationen\/studien-des-bueros\/kurzanalysen-informationen-uebersicht.html\">Fiskalrat &#8211; Kurzanalysen und Informationen<\/a> verf\u00fcgbar und zeigt sowohl kurzfristig budgetwirksame Optionen als auch mittel- bis langfristig angelegte Strukturreformen auf.<\/p>\n<p>Der Handlungsbedarf ist dringend: Bereits kurzfristig k\u00f6nnen Reformma\u00dfnahmen dazu beitragen, Kostenentwicklungen zu d\u00e4mpfen und bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen. Zu den Reformoptionen z\u00e4hlen unter anderem ein gemeinsamer Einkauf von medizinischen Ger\u00e4ten, Verbrauchsg\u00fctern und Arzneimitteln, eine effizientere Nutzung von Gro\u00dfger\u00e4ten, die Reduktion von Low-Value-Care (medizinische Behandlungen, Diagnostiken oder Medikationen, die f\u00fcr Patientinnen und Patienten keinen oder nur minimalen Nutzen haben) sowie eine verpflichtende Generika- und Biosimilar-Nutzung (kosteng\u00fcnstigere Nachahmerprodukte). Auch der verpflichtende digitale Austausch von Bilddaten und Befunden kann helfen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und Abl\u00e4ufe im System zu verbessern.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus braucht es strukturelle Reformen, um das Gesundheitssystem langfristig qualitativ hochwertig, effizient und finanzierbar zu halten. Dazu z\u00e4hlen insbesondere eine Finanzierung und Planung aus einer Hand, eine \u00fcberregionale und bedarfsorientierte Versorgungsplanung, mehr Ambulantisierung und eine Redimensionierung der station\u00e4ren Versorgung. Weitere Ansatzpunkte sind die Effizienzsteigerung der Krankenanstalten, eine Reform der Honorararchitektur im niedergelassenen Bereich, die Harmonisierung von Leistungs- und Honorarkatalogen der Krankenversicherungstr\u00e4ger sowie eine st\u00e4rkere Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Mit der aktuell laufenden Reformpartnerschaft Gesundheit besteht ein wichtiger politischer Rahmen, um konkrete Ergebnisse zu erarbeiten. Das vorliegende Papier soll einen fachlichen Impuls f\u00fcr diese Diskussionen setzen und aufzeigen, welche Ma\u00dfnahmen geeignet sind, die langfristige Finanzierbarkeit und Leistungsf\u00e4higkeit des \u00f6sterreichischen Gesundheitssystems zu sichern.<\/p>\n<p _ngcontent-ng-c403161360=\"\"> OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER<br \/>\nINHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS &#8211; WWW.OTS.AT | ONB<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien (OTS) &#8211;\u00a0 Das \u00f6sterreichische Gesundheitssystem steht angesichts stark steigender \u00f6ffentlicher Gesundheitsausgaben unter erheblichem Reformdruck. 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