{"id":193744,"date":"2026-06-02T14:02:13","date_gmt":"2026-06-02T14:02:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/193744\/"},"modified":"2026-06-02T14:02:13","modified_gmt":"2026-06-02T14:02:13","slug":"ministerin-holzleitner-ueber-frauenbudget-und-lohntransparenz-pk0498-02-06-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/193744\/","title":{"rendered":"Ministerin Holzleitner \u00fcber Frauenbudget und Lohntransparenz (PK0498\/02.06.2026)"},"content":{"rendered":"<p>Wien (PK) \u2013 Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner war heute f\u00fcr eine Aussprache im <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVIII\/A-GL\/1\/00923\/TO_16707134.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gleichbehandlungsausschuss<\/a> des Nationalrats. Neben den Auswirkungen des Doppelbudgets auf Frauen erkundigten sich die Abgeordneten insbesondere nach der Umsetzung der EU-Richtlinie f\u00fcr Lohntransparenz, Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die LGBTIQ-Community und dem Gewaltschutz.<\/p>\n<p>Abgeordnete interessieren sich f\u00fcr Doppelbudget<\/p>\n<p>Details zu den Mitteln f\u00fcr Frauenpolitik im kommenden Doppelbudget wollte die Ministerin noch nicht verraten. Sie verwies auf Nachfrage von Rosa Ecker (FP\u00d6) und Meri Disoski (Gr\u00fcne) auf die Budgetrede des Finanzministers n\u00e4chste Woche im Nationalratsplenum. Erst dann seien die Daten offiziell, so Holzleitner. In der Budgetrede werde hoffentlich sichtbar, dass ihr Ressort Frauen mit Beratungs- und Gewaltschutzangeboten st\u00e4rke. Sie k\u00f6nne bereits sagen, dass die laufende Vereinbarung zwischen Bund und L\u00e4ndern zur Schaffung von Schutzunterk\u00fcnften fortgef\u00fchrt werde. Generell k\u00f6nne man davon ausgehen, dass der Gewaltschutz im Rahmen des Doppelbudgets eine weitere St\u00e4rkung erfahre, so die Ministerin.<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt werden sollen auch die Gleichbehandlungsanwaltschaft und die Gleichbehandlungskommission, nach denen sich Mario Lindner (SP\u00d6) erkundigt hatte. Diese Stellen seien auch Thema der Verhandlungen zum Doppelbudget gewesen, berichtete Holzleitner.<\/p>\n<p>Aktuelle Informationen zu Lohntransparenz und \u00f6konomischer Unabh\u00e4ngigkeit von Frauen<\/p>\n<p>Thema war auch die Lohntransparenz-Richtlinie der EU, die bis 7. Juni in nationales Recht umgesetzt werden m\u00fcsste. Eva-Maria Holzleitner berichtete, dass die zust\u00e4ndige Ministerin Korinna Schumann gestern bei einer Veranstaltung die Umsetzung klar festgehalten habe. Das Frauenressort sei f\u00fcr die Ausarbeitung eines Bewertungstools f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze zust\u00e4ndig gewesen. Dieses sei &#8222;de facto startklar&#8220;, so Holzleitner. Von Andrea Michala Schartel (FP\u00d6) gefragt, warum sie angesichts der Bedenken der Sozialpartner \u00fcberzeugt von der Lohntransparenz-Richtlinie sei, betonte die Ministerin, dass die Geheimniskr\u00e4merei um Geh\u00e4lter in \u00d6sterreich nicht gut f\u00fcr die Gehaltssituation insbesondere von Frauen sei. Alles, was zu mehr Transparenz f\u00fchre und damit Frauen in ihrer Verhandlungsposition st\u00e4rke, sei hilfreich, meinte sie.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit der \u00f6konomischen Unabh\u00e4ngigkeit von Frauen interessierte sich Henrike Brandst\u00f6tter (NEOS) auch f\u00fcr die Kampagne &#8222;Gerecht oder Geschlecht&#8220; des Frauenministeriums. Die Kampagne sei rund um den Internationalen Frauentag mit einer Website gestartet. Aktuell gebe es unter anderem ein Quiz und Kurzvideos, die sich vor allem an eine j\u00fcngere Zielgruppe richten. \u00dcber den Sommer soll die Kampagne erweitert werden, so Holzleitner.<\/p>\n<p>Margreth Falkner (\u00d6VP) erkundigte sich nach Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Finanzbildung von Frauen. Die Finanzbildungsstrategie sei derzeit in Ausarbeitung, berichtete die Ministerin. Erstmals sei auch das Frauenressort eingebunden. Im Jahr 2027 soll die Strategie in Umsetzung kommen. Von Ines Holzegger (NEOS) zur St\u00e4rkung von Frauen und M\u00e4dchen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) angesprochen, berichtete die Frauenministerin von einer Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium, bei der M\u00e4dchen zur &#8222;MINT-Girls Challenge&#8220; eingeladen werden. Dieses Projekt werde weitergef\u00fchrt, so Holzleitner.\u00a0<\/p>\n<p>Pride Month: Fragen zu Ma\u00dfnahmen f\u00fcr LGBTIQ-Community <\/p>\n<p>David St\u00f6gm\u00fcller (Gr\u00fcne) wollte zu Beginn des Pride Month Juni wissen, welche Ma\u00dfnahmen bisher f\u00fcr die LGBTIQ-Community umgesetzt worden seien. Er sehe n\u00e4mlich noch nichts, meinte der Abgeordnete. Au\u00dferdem erkundigte er sich nach dem Nationalen Aktionsplan gegen Hassverbrechen und dem Schutz intergeschlechtlicher Minderj\u00e4hriger vor nicht notwendigen medizinischen Eingriffen.<\/p>\n<p>Eva-Maria Holzleitner legte dar, was sie in ihrer Verantwortung als Ministerin f\u00fcr die queere Community tue. Als Dienstgeberin unterst\u00fctze sie die Initiative &#8222;Bunter Bund&#8220; f\u00fcr Mitarbeitende im Bundesdienst. Sie stehe au\u00dferdem dazu, dass im Regierungsprogramm vereinbarte Punkte wie der Schutz intergeschlechtlicher Minderj\u00e4hriger vor nicht notwendigen medizinischen Eingriffen umgesetzt werden. Die Ausarbeitung des Nationalen Aktionsplans gegen Hassverbrechen liege nicht in ihrem Ressort. Holzleitner erinnerte in diesem Zusammenhang aber daran, dass ihr Ministerium entschieden habe, den Verein ZARA zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Austausch zu Gewaltschutzthemen<\/p>\n<p>Sabine Schatz (SP\u00d6) erkundigte sich nach der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen (NAP). Ihr Ressort arbeite derzeit an einem Tool f\u00fcr qualit\u00e4tsvolle Daten zu Gewaltschutz, berichtete Ministerin Holzleitner. Zum digitalen Tracking von Hochrisikot\u00e4ter (Stichwort &#8222;elektronische Fu\u00dffessel&#8220;), nach dem Schatz ebenfalls gefragt hatte, sei das Frauenministerium im Austausch mit dem Innen- und dem Justizressort. Eine erste Koordinierungsrunde habe bereits stattgefunden. Sie sei zuversichtlich, dass die Regierung das Tracking gut und rasch auf den Weg bringen k\u00f6nne, so Holzleitner.<\/p>\n<p>Ob das Prinzip &#8222;Nur Ja hei\u00dft Ja&#8220; im Zuge der angek\u00fcndigten Reform des Sexualstrafrechts verankert werde, wollte Mario Lindner (SP\u00d6) wissen. Ihre Haltung dazu sei klar, sagte Holzleitner. Das Justizministerium arbeite aktuell an der Umsetzung einer Richtlinie, wo das Konsensprinzip im Zusammenhang mit dem Kinderschutz f\u00fcr Unter-18-J\u00e4hrige etabliert werden m\u00fcsse. Die Frage sei, ob man weitere Adaptierungen im Sexualstrafrecht vornehmen k\u00f6nne, so die Ministerin. Sie halte eine Versch\u00e4rfung jedenfalls f\u00fcr notwendig.<\/p>\n<p>Juliane Bogner Strau\u00df (\u00d6VP) erkundigte sich nach der geplanten Ausrollung der Gewaltambulanzen. Ministerin Holzleitner berichtete, dass derzeit eine wissenschaftliche Evaluierung der Pilotphase laufe, die im M\u00e4rz 2027 abgeschlossen sein soll. Mit den Ergebnissen der Evaluierung wolle man &#8222;die weitere Ausrollung angehen&#8220;, so Holzleitner. Es f\u00e4nden aber bereits Gespr\u00e4che statt. Meri Disoski (Gr\u00fcne) machte darauf aufmerksam, dass die Bundesfinanzierung f\u00fcr das Projekt &#8222;StoP \u2013 Stadtteile ohne Partnergewalt&#8220; mit Ende Mai ausgelaufen sei. Sie wollte wissen, wie die Finanzierung von Gewaltschutz langfristig aussehe. Die Frauenministerin legte dar, dass ihr Ressort seit 1. Juni erstmalig das Projekt mit 150.000 \u20ac f\u00fcr dieses und n\u00e4chstes Jahr mitfinanziere. Die Koordinierung liege beim Verein Autonome \u00d6sterreichische Frauenh\u00e4user.<\/p>\n<p>Weitere Themen: Biennale und Frauengesundheit<\/p>\n<p>Das Frauenbild, das \u00d6sterreich mit seinem Beitrag bei der aktuellen Kunstbiennale in Venedig vermittle, sprach Abgeordnete Rosa Ecker (FP\u00d6) an. Sie stie\u00df sich daran, dass Frauen sexualisiert dargestellt w\u00fcrden. F\u00fcr Ministerin Holzleitner ist der Beitrag von der Kunstfreiheit gedeckt.<\/p>\n<p>Juliane Bogner-Strau\u00df (\u00d6VP) interessierte sich f\u00fcr den Aktionsplan Frauengesundheit und Schulungsma\u00dfnahmen im Bereich Gender-Medizin. Der Plan werde aktuell \u00fcberarbeitet, so Holzleitner. Sie rechne mit Jahreswechsel mit der neuen Version. Um Gender-Medizin st\u00e4rker in der Ausbildung zu etablieren, verwies sie auf einen Lehrgang des Gesundheitsressorts gemeinsam mit der Gesundheit \u00d6sterreich GmbH. (Fortsetzung Gleichbehandlungsausschuss) kar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien (PK) \u2013 Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner war heute f\u00fcr eine Aussprache im Gleichbehandlungsausschuss des Nationalrats. 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