{"id":194186,"date":"2026-06-02T18:27:17","date_gmt":"2026-06-02T18:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/194186\/"},"modified":"2026-06-02T18:27:17","modified_gmt":"2026-06-02T18:27:17","slug":"big-tech-europa-sagt-usa-und-china-den-kampf-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/194186\/","title":{"rendered":"Big Tech: Europa sagt USA und China den Kampf an"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Europ\u00e4ische Union will im Digitalen eigenst\u00e4ndiger werden und ihre <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/french-response-so-setzt-sich-frankreich-gegen-die-us-tech-giganten-zur-wehr-114329097\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischer Technologie<\/a>, insbesondere von US-amerikanischen Unternehmen, verringern. Daf\u00fcr sollen europ\u00e4ische Alternativen in Bereichen wie K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), Cloud-Computing und Halbleiter gezielt gef\u00f6rdert werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    An diesem Mittwoch pr\u00e4sentiert die EU-Kommission in Br\u00fcssel ihr lang erwartetes Paket zur technologischen Souver\u00e4nit\u00e4t. Es markiert einen deutlichen <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/bdzv-vorstand-hilscher-die-digitalriesen-koennen-im-prinzip-machen-was-sie-wollen-112925461\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Kurswechsel der Gemeinschaft im Umgang mit Big Tech<\/a>, was vor allem am \u201eCloud and AI Development Act\u201c liegt. Der steht im Zentrum des Ma\u00dfnahmenb\u00fcndels. Einem Entwurf zufolge sollen k\u00fcnftig bei der Vergabe von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen europ\u00e4ische KI- und Cloud-Anbieter bevorzugt werden. \u201eMade in Europe\u201c scheint auch hier das neue Motto. Hintergrund ist, dass die EU bei rund 80 Prozent ihrer digitalen Technologien und Anwendungen vom Ausland abh\u00e4ngig ist, vor allem von den USA. Das hatte bereits Mario Draghi, ehemaliger Chef der Europ\u00e4ischen Zentralbank, 2024 in einem Report bem\u00e4ngelt.\n  <\/p>\n<p>            Daten seien nur dann sicher, \u201esolange sie komplett in europ\u00e4ischer Hand sind\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Indem man Genehmigungsverfahren vereinfacht und harmonisiert, soll der Ausbau europ\u00e4ischer Rechenzentrumskapazit\u00e4ten beschleunigt werden. Die EU wolle \u201eihren Platz im globalen Wettbewerb um geo\u00f6konomische Macht zur\u00fcckerobern\u201c, hei\u00dft es. Denn die Unselbstst\u00e4ndigkeit ist teuer. So kostet die Abh\u00e4ngigkeit von Produkten und Dienstleistungen aus Drittl\u00e4ndern laut Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde die Gemeinschaft j\u00e4hrlich 264 Milliarden Euro. Europa kauft Software und andere digitale Dienstleistungen vorrangig in den Vereinigten Staaten. Die wichtigsten Clouds und KI-Modelle stammen von Google, OpenAI, IBM oder Amazon Web Services. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/microsoft-kostet-freistaat-bayern-mehr-geld-114353283\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Firmen und Beh\u00f6rden verwenden vorwiegend das Betriebssystem von Microsoft<\/a>. Meta, Snap und X dominieren die Kommunikation in sozialen Medien. Das Paket k\u00f6nne \u201eEuropas Chance sein, ein freier Kontinent zu bleiben\u201c, sagte die gr\u00fcne Europaabgeordnete Alexandra Geese. Daten seien hierzulande nur dann sicher, \u201esolange sie komplett in europ\u00e4ischer Hand sind\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Seit Donald Trumps R\u00fcckkehr ins Wei\u00dfe Haus gewann die Debatte noch an Bedeutung: Europ\u00e4ische Regierungen und Unternehmen sorgen sich zunehmend um Datenschutz und den Zugang zu Daten, auf die US-Konzerne zugreifen k\u00f6nnen. Frankreichs Regierung hat deshalb alle Beh\u00f6rden angehalten, auf europ\u00e4ische Alternativen umzusteigen. Denn Washington k\u00f6nnte letztlich den Betrieb amerikanischer Technologieunternehmen in Europa einschr\u00e4nken oder ganz aussetzen.\n  <\/p>\n<p>            Es geht um den Schutz \u201ehochsensibler Daten\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die US-Sicherheitsbeh\u00f6rden haben gesetzlich das Recht, die Daten von Betreibern einzufordern, wenn sie sich auf Fragen der nationalen Sicherheit berufen. Hochsensible Daten, beispielsweise aus dem Verteidigungsbereich, sollen deshalb in Zukunft nur noch auf \u201esouver\u00e4nen\u201c Clouds gespeichert werden, auf die fremde Regierungen keinen Zugriff haben und die auch nicht ausgeschaltet werden k\u00f6nnen, falls es einen Handelskonflikt gibt oder ein Drittstaat Sanktionen gegen die EU oder einzelne Mitgliedstaaten verh\u00e4ngt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es gehe nicht um Urlaubsfotos, die B\u00fcrger auf Google Drive speichern, sagte der SPD-Europaparlamentarier Matthias Ecke am Dienstag. Vielmehr rede man \u00fcber \u201ehochsensible Daten\u201c wie die Gesundheitsangaben von B\u00fcrgern. \u201eJe sensibler die Daten sind, desto klarer muss die Definition sein\u201c, forderte er. Es w\u00e4re die Aufgabe der 27 Mitgliedstaaten, das \u201eSouver\u00e4nit\u00e4ts-Risiko\u201c, wie es in dem Papier hei\u00dft, zu bewerten. Die EU findet sich derzeit eingeklemmt zwischen der Dominanz der Vereinigten Staaten bei den Themen Cloud und K\u00fcnstlicher Intelligenz und Chinas strategischem Vorsto\u00df in den Bereichen der Halbleiter, KI und digitaler Infrastruktur.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Union will im Digitalen eigenst\u00e4ndiger werden und ihre Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischer Technologie, insbesondere von US-amerikanischen Unternehmen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":194187,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[6800,76,75,74,3877,20544,2457,50390,104,439],"class_list":["post-194186","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-bruessel","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-ezb","tag-google-inc","tag-halbleiter","tag-mario-draghi","tag-microsoft","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116681929325611359","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/194186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=194186"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/194186\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/194187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=194186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=194186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=194186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}