{"id":194533,"date":"2026-06-02T22:24:19","date_gmt":"2026-06-02T22:24:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/194533\/"},"modified":"2026-06-02T22:24:19","modified_gmt":"2026-06-02T22:24:19","slug":"pazifikraum-nach-europa-steckt-ploetzlich-auch-asien-in-der-trump-falle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/194533\/","title":{"rendered":"Pazifikraum: Nach Europa steckt pl\u00f6tzlich auch Asien in der Trump-Falle"},"content":{"rendered":"<p>Die USA setzen ihre asiatischen Verb\u00fcndeten \u00e4hnlich unter Druck wie ihre europ\u00e4ischen. Kriegsminister Hegseth droht \u201eTrittbrettfahrern\u201c mit weniger Sicherheitsgarantien und Unterst\u00fctzung. Vor allem f\u00fcr Japan und Taiwan bedeutet das einen Drahtseilakt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es war ein Satz, der im Ballsaal des Shangri-La-Hotels in Singapur f\u00fcr einen Moment die Klimaanlage \u00fcbert\u00f6nte. Die \u00c4ra, in der die Vereinigten Staaten die Verteidigung wohlhabender Nationen subventionierten, sei vorbei, erkl\u00e4rte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a1e8d534270395c56b7f47f\/friedrich-merz-wir-muessen-die-sehr-deutschen-reflexe-hinter-uns-lassen-sagt-der-kanzler.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a1e8d534270395c56b7f47f\/friedrich-merz-wir-muessen-die-sehr-deutschen-reflexe-hinter-uns-lassen-sagt-der-kanzler.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pete Hegseth vor<\/a> den versammelten Verteidigungsministern Asiens. Amerika brauche \u201ePartner, keine Protektorate\u201c, und ein B\u00fcndnis tauge nur dann etwas, wenn jeder Beteiligte auch etwas zu verlieren habe. <\/p>\n<p>Wer glaube, weiterhin auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers mitfahren zu k\u00f6nnen, so der amerikanische Kriegsminister, dem sage er, dass diese Tage vor\u00fcber seien. Bemerkenswert war dabei vor allem, was er nicht sagte. Denn <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/taiwan-politik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/taiwan-politik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Taiwan<\/a>, der gef\u00e4hrlichste Brennpunkt der gesamten Region, kam in seiner Rede am vergangenen Samstag kein einziges Mal vor.<\/p>\n<p>Asien steckt offenbar, genau wie Europa, in der Nato-Falle: Washington fordert von seinen asiatischen Partnern mehr Eigenverantwortung und zieht sich Schritt f\u00fcr Schritt zur\u00fcck. Und das zu einem heiklen Zeitpunkt, da Taiwan enorm unter Druck steht und US-Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> ein amerikanisches Waffenpaket auf Eis gelegt hat.<\/p>\n<p>Die Mischung aus H\u00e4rte und Auslassung war das Thema des diesj\u00e4hrigen Shangri-La-Dialogs in Singapur, dem wichtigsten sicherheitspolitischen Treffen Asiens. Nur zwei Wochen nach dem Gipfel zwischen Trump und Xi Jinping in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/peking\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/peking\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Peking<\/a> f\u00fcgten sich in Singapur drei Bewegungen zu einem Bild zusammen. <\/p>\n<p>Hegseth droht, Trump kuschelt<\/p>\n<p>Erstens gibt Amerika seine Rolle als selbstverst\u00e4ndlicher Besch\u00fctzer St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck auf, zweitens r\u00fcstet <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/japan-politik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/japan-politik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Japan<\/a> unter amerikanischem Druck auf und verteidigt sich zugleich gegen den chinesischen Vorwurf eines neuen Militarismus. Und drittens demonstriert China seine St\u00e4rke ausgerechnet durch Abwesenheit \u2013 der chinesische Verteidigungsminister nahm nicht teil. <\/p>\n<p>Hegseths Auftritt war kalkuliert. Wo er im Vorjahr noch von einer wom\u00f6glich \u201eunmittelbar bevorstehenden\u201c Bedrohung durch China gesprochen hatte, nannte er die Position der USA dieses Mal \u201estark, leise und klar\u201c. Amerika verteidige weiterhin seine Position im <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/pazifik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/pazifik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pazifik<\/a> und setze auf eine Abschreckung entlang der ersten Inselkette, jener Linie von Japan \u00fcber Taiwan bis zu den Philippinen, an der ein chinesischer Vormarsch gestoppt werden soll. <\/p>\n<p>\u201eVorbildlichen Partnern\u201c stellte er beschleunigte Waffenlieferungen und eine engere R\u00fcstungskooperation in Aussicht, allen anderen drohte er mit der neuen Linie des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/pentagon\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/pentagon\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pentagons<\/a> im Pazifik.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber China schlug Hegseth einen h\u00e4rteren Ton an als Trump wenige Wochen zuvor beim Treffen mit Xi in Peking. Dort hatten sich die beiden m\u00e4chtigsten M\u00e4nner der Welt auf eine \u201ekonstruktive Beziehung strategischer Stabilit\u00e4t\u201c geeinigt. In der Sache brachte das Treffen nach Einsch\u00e4tzung amerikanischer wie asiatischer Beobachter wenig Konkretes, abgesehen von einer chinesischen Zusage zum Kauf von zweihundert <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/boeing\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/boeing\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Boeing-Maschinen<\/a>. <\/p>\n<p>Beunruhigende Nachricht f\u00fcr Taiwan<\/p>\n<p>Xi stellte klar, dass er US-Waffenverk\u00e4ufe an Taiwan kategorisch ablehnt, w\u00e4hrend Trump sich \u00fcberschw\u00e4nglich \u00fcber China \u00e4u\u00dferte. Auf dem R\u00fcckflug erkl\u00e4rte der US-Pr\u00e4sident, man habe \u201eausf\u00fchrlich\u201c \u00fcber Taiwan gesprochen, k\u00fcnftige Waffenlieferungen l\u00e4gen vorerst auf Eis, und seine Entscheidung \u201eh\u00e4nge von China ab\u201c. <\/p>\n<p>F\u00fcr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/taipeh\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/taipeh\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Taipeh<\/a> ist genau das die beunruhigende Nachricht, denn damit wird die Sicherheit der Insel zur Verhandlungsmasse zwischen Washington und Peking. Wie sehr, das zeigt das Schicksal des Waffenpakets selbst. Schon im Januar angek\u00fcndigt, umfasst es Patriot-Abwehrraketen, das Flugabwehrsystem Nasams und F-16-Kampfjets der neuesten Bauart und w\u00e4re damit das gr\u00f6\u00dfte R\u00fcstungsgesch\u00e4ft, das die USA Taiwan je gew\u00e4hrt haben. <\/p>\n<p>Der amtierende US-Marineminister Hung Cao best\u00e4tigte vor dem Senat, dass die Lieferung \u201epausiert\u201c, um gen\u00fcgend Munition f\u00fcr den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/iran-politik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/iran-politik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">amerikanischen Krieg gegen den Iran<\/a> vorzuhalten. F\u00fcr Taiwan summieren sich die Verz\u00f6gerungen, denn schon Ende vergangenen Jahres warteten amerikanische R\u00fcstungsg\u00fcter im Wert von mehr als einundzwanzig Milliarden Dollar auf ihre Auslieferung. <\/p>\n<p>Dass der Aufschub gerade jetzt so schwer wiegt, hat mit dem Druck zu tun, unter dem die Insel steht. Peking betrachtet das demokratisch regierte Taiwan als abtr\u00fcnnige Provinz und beh\u00e4lt sich milit\u00e4rische Mittel vor. In seiner Neujahrsansprache hatte Xi Jinping die \u201eWiedervereinigung des Mutterlandes\u201c einen \u201eunaufhaltsamen\u201c Lauf der Zeit genannt \u2013 nur einen Tag, nachdem die Volksbefreiungsarmee mit \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/militaermanoever\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/militaermanoever\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Justice Mission 2025<\/a>\u201c, dem fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dften Man\u00f6ver, das China je rund um Taiwan abhielt, eine Seeblockade geprobt hatte. <\/p>\n<p>Ernste Sorge f\u00fcr Japan<\/p>\n<p>Amerikanische Geheimdienste gehen davon aus, dass Xi seine Streitkr\u00e4fte angewiesen hat, bis 2027 zu einem Angriff f\u00e4hig zu sein, wobei dieses Datum nach g\u00e4ngiger Lesart eher die milit\u00e4rische Bereitschaft markiert als einen beschlossenen Einmarsch.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Washington seine Zusagen relativiert, f\u00e4llt Japan, dessen westlichste Insel nur rund 110 Kilometer von Taiwan entfernt liegt, eine neue Rolle zu. Pekings Vorwurf, Tokio betreibe einen \u201eneuen Militarismus\u201c, wies der japanische Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi am Sonntag scharf zur\u00fcck: Es gebe da ein Land mit einem gewaltigen Arsenal an <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/atomwaffen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/atomwaffen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Atomwaffen<\/a> und strategischen Bombern, Japan besitze nichts dergleichen und werde trotzdem als Militarist gebrandmarkt. <\/p>\n<p>China baue sein Milit\u00e4r bei begrenzter Transparenz rasch aus, das sei \u201eeine ernste Sorge f\u00fcr Japan und die internationale Gemeinschaft zugleich\u201c. Zugleich hielt Koizumi die T\u00fcr ausdr\u00fccklich offen und betonte, der Dialog mit China bleibe notwendig.<\/p>\n<p>China macht jedoch deutlich, wie wenig es an einem solchen Dialog interessiert ist. Zum zweiten Mal in Folge schickte China keinen Verteidigungsminister zum Shangri-La-Dialog, sondern nur eine Delegation unter einem General der Verteidigungsuniversit\u00e4t der Volksbefreiungsarmee. Ein Treffen zwischen Koizumi und seinem chinesischen Amtskollegen Dong Jun kam nicht zustande. <\/p>\n<p>Diese Abwesenheit ist kein Zufall, sondern Methode, denn wer fernbleibt, muss sich keiner kritischen Nachfrage stellen und erkennt die Regeln dieses Formats erkennbar nicht als die seinen an.<\/p>\n<p>Die Vorw\u00fcrfe Hegseths in Singapur entsprechen denen gegen\u00fcber Europa. Ein B\u00fcndnis bemesse sich nicht \u201ean der Zahl der Flaggen, sondern an der Zahl der Verb\u00e4nde\u201c, spottete er, gebraucht w\u00fcrden \u201eweniger Shangri-La, mehr Schiffe, mehr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/u-boote\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/u-boote\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">U-Boote<\/a>\u201c. Von seinen Verb\u00fcndeten verlangt Washington k\u00fcnftig Verteidigungsausgaben von dreieinhalb Prozent der Wirtschaftsleistung. <\/p>\n<p>Asien ger\u00e4t damit in dieselbe Zwickm\u00fchle, die man in Berlin und Br\u00fcssel bereits kennt: einen m\u00e4chtigen Gegner abschrecken und sein eigenes Milit\u00e4r aufr\u00fcsten, w\u00e4hrend die USA sich schrittweise zur\u00fcckziehen und ihre Garantien an immer neue Bedingungen kn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Region ist das ein riskanter Drahtseilakt. Japan r\u00fcstet auf und wird daf\u00fcr aus Peking als Militarist beschimpft, Taiwan hofft auf Waffen und wird dadurch zum Faustpfand Xis gegen\u00fcber Trump. Und die kleineren Staaten S\u00fcdostasiens m\u00fcssen kl\u00e4ren, wie viel Schutz Amerika ihnen \u00fcberhaupt noch zusichert. <\/p>\n<p>Hegseth pr\u00e4sentiert die neue Haltung der USA in der Region als Strategie, um ein stabiles Kr\u00e4ftegleichgewicht zu erreichen. Sichtbar ist bislang aber vor allem, dass Washington zu weniger Garantien bereit ist und daf\u00fcr mehr einfordert. Die Frage ist, ob daraus jene Balance erw\u00e4chst, die er beschw\u00f6rt, oder eine gef\u00e4hrliche L\u00fccke, in die China vorst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/christina-zur-nedden\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/christina-zur-nedden\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Christina zur Nedden<\/a> ist China- und Asienkorrespondentin. Seit 2020 berichtet sie im Auftrag von WELT aus Ost- und S\u00fcdostasien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA setzen ihre asiatischen Verb\u00fcndeten \u00e4hnlich unter Druck wie ihre europ\u00e4ischen. Kriegsminister Hegseth droht \u201eTrittbrettfahrern\u201c mit weniger&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":194534,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[55833,46810,3786,76,75,74,2062,5274,35738,210,576,13684],"class_list":["post-194533","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-china-volksrepublik","tag-china-politik","tag-donald-geb-1946","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-pete-hegseth","tag-singapur","tag-taiwan","tag-texttospeech","tag-trump","tag-xi-jinping"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116682861095785034","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/194533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=194533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/194533\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/194534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=194533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=194533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=194533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}