{"id":195769,"date":"2026-06-03T13:54:10","date_gmt":"2026-06-03T13:54:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/195769\/"},"modified":"2026-06-03T13:54:10","modified_gmt":"2026-06-03T13:54:10","slug":"misereor-deutsche-politik-und-eu-sollten-einsatz-im-kongo-verstaerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/195769\/","title":{"rendered":"Misereor: Deutsche Politik und EU sollten Einsatz im Kongo verst\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Das katholische Hilfswerk Misereor hat Deutschland und die EU aufgerufen, ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die kongolesische und ruandische Regierung zu nutzen, um die Gewalt im Ostkongo zu beenden und den Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung zu gew\u00e4hrleisten. Misereor-Partnerorganisationen im Kongo berichten, dass anhaltende K\u00e4mpfe und die Pr\u00e4senz zahlreicher Milizen die Eind\u00e4mmung des Ebola-Virus erheblich erschweren.<\/p>\n<p>\u201eEbola ist nicht nur eine enorme medizinische Herausforderung \u2013 seine Ausbreitung wird auch durch den gewaltsamen Konflikt im Land beg\u00fcnstigt&#8220;, erkl\u00e4rt Astrid Meyer, Regionalreferentin f\u00fcr den Kongo bei Misereor. \u201eAngst, Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und fehlender sicherer Zugang f\u00fcr medizinisches Personal in die Region untergraben Ma\u00dfnahmen in der Bek\u00e4mpfung der Epidemie.&#8220;\u00a0Deutschland hat bereits auf die Rolle Ruandas im Konflikt reagiert und Entwicklungszusammenarbeit \u00fcberpr\u00fcft bzw. neue Mittel ausgesetzt. \u201eDas ist ein wichtiger Schritt &#8211; aber er reicht nicht aus&#8220;, betont Meyer in einer <a href=\"https:\/\/myconvento.com\/public\/mail_view.php?jid=jS3cnnwE&amp;t=2&amp;l=22\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\">Pressemitteilung des Hilfswerks vom Mittwoch (3.6.2026)<\/a>.\u00a0Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zeigt nach Einsch\u00e4tzung des katholischen Hilfswerks Misereor eindr\u00fccklich, wie eng Gesundheitskrisen und bewaffnete Konflikte zusammenh\u00e4ngen. Besonders in den ostkongolesischen Provinzen Ituri, Nord- und S\u00fcd-Kivu breitet sich das Virus aus.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eOhne Fortschritte bei der Befriedung der Region bleiben gesundheitliche Ma\u00dfnahmen nur begrenzt wirksam\u201c<\/p>\n<p>Misereor fordert, kurzfristig allen betroffenen Regionen den Zugang zu humanit\u00e4rer Hilfe zu erm\u00f6glichen. Dar\u00fcber hinaus sollten lokale Gesundheitsstrukturen und Partnerorganisationen deutlich mehr unterst\u00fctzt werden. Um eine nachhaltige L\u00f6sung herbeizuf\u00fchren, m\u00fcssten zudem diplomatische Initiativen zur Beendigung des Konflikts mit konsequentem politischen Druck auf alle Konfliktakteure verkn\u00fcpft werden. In diesem Zusammenhang sollte die \u00f6kumenische Initiative (\u201ePacte Social&#8220;), die einen inklusiven Dialog f\u00fcr Frieden und Vers\u00f6hnung im Kongo und in der Region der Gro\u00dfen Seen f\u00f6rdert, gest\u00e4rkt werden. \u201eOhne Fortschritte bei der Befriedung der Region bleiben gesundheitliche Ma\u00dfnahmen nur begrenzt wirksam&#8220;, betont Meyer.<\/p>\n<p>Versorgungsl\u00fccken in umk\u00e4mpften Gebieten <\/p>\n<p>Nach Berichten von Misereor-Partnerorganisationen im Kongo erschweren anhaltende K\u00e4mpfe und die Pr\u00e4senz zahlreicher Milizen die Eind\u00e4mmung des Virus erheblich. Hilfsteams k\u00f6nnen vielerorts nicht arbeiten, Kontaktverfolgung ist teilweise kaum m\u00f6glich. Gleichzeitig kommt es immer wieder zu Angriffen auf Krankenh\u00e4user und Behandlungszentren, Patienten fliehen aus Angst oder Misstrauen vor den Ma\u00dfnahmen.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eEs fehlt oft jeder Zugang zu medizinischer Basisversorgung\u201c<\/p>\n<p>In den Regionen, die unter kongolesischer Milit\u00e4rverwaltung stehen oder von der M23-Miliz kontrolliert werden, ist eine verl\u00e4ssliche medizinische Versorgung kaum gew\u00e4hrleistet. Die ohnehin defizit\u00e4ren staatlichen Gesundheitsstrukturen sind dort infolge der verstetigten Krise weitgehend zusammengebrochen oder nicht pr\u00e4sent. \u201eDie Leidtragenden sind die Menschen vor Ort. Es fehlt oft jeder Zugang zu medizinischer Basisversorgung&#8220;, so Misereor-Expertin Meyer.\u00a0<\/p>\n<p>Die Misereor-Partnerorganisation BDOM Mahagi, ein Netzwerk aus 24 Gesundheitseinrichtungen \u2013 darunter f\u00fcnf Krankenh\u00e4user \u2013 verst\u00e4rke aktuell ihre Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Infektionsgeschehens. Gleichzeitig werde das Personal gezielt geschult, um Verdachtsf\u00e4lle fr\u00fchzeitig zu erkennen und professionell zu behandeln.<\/p>\n<p>(pm &#8211; sst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das katholische Hilfswerk Misereor hat Deutschland und die EU aufgerufen, ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die kongolesische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":195770,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[29849,257,2589,13223,4699,41114,40,41,269,39,4579,66,65,64],"class_list":["post-195769","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-demokratische-republik-kongo","tag-deutschland","tag-gewalt","tag-hilfswerke","tag-katholische-kirche","tag-medizin-und-gesundheit","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-solidaritaet","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116686518033112374","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195769","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=195769"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195769\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/195770"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=195769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=195769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=195769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}