{"id":199674,"date":"2026-06-05T14:13:12","date_gmt":"2026-06-05T14:13:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/199674\/"},"modified":"2026-06-05T14:13:12","modified_gmt":"2026-06-05T14:13:12","slug":"crowdfarming-plattform-fuer-besseres-essen-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/199674\/","title":{"rendered":"CrowdFarming: Plattform f\u00fcr besseres Essen in Europa"},"content":{"rendered":"<p>Der letzte Tag der Erntesaison beginnt in den Orangenhainen von Masia El Carmen in B\u00e9tera, n\u00f6rdlich von Valencia.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Im weichen Licht des fr\u00fchen Morgens gehen Gonzalo und Gabriel \u00darculo zwischen den Reihen der Orangenb\u00e4ume entlang. Die Br\u00fcder haben den Hof von ihrem Gro\u00dfvater geerbt. Mit Gartenscheren in der Hand helfen sie den Erntehelfern, Kisten zu f\u00fcllen, die noch am selben Tag an Kundinnen und Kunden in ganz Europa gehen.<\/p>\n<p>\u201eWeder wir noch unser Gro\u00dfvater h\u00e4tten je gedacht, dass wir einmal Landwirte werden\u201c, sagt Gonzalo. Nach dem Tod des Gro\u00dfvaters lag der Familienbetrieb jedoch brach.<\/p>\n<p>Ohne formale landwirtschaftliche Ausbildung beschlossen die beiden Br\u00fcder im Jahr 2010, den Hof wiederzubeleben \u2013 mit regenerativer, \u00f6kologischer Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Heute betreiben sie Europas gr\u00f6\u00dfte Direktverkaufsplattform f\u00fcr Bio-Produkte aus der Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Ein Teil des Erfolgs beruht auf einem System von Baumpatenschaften. Kundinnen und Kunden \u00fcbernehmen gegen eine Jahresgeb\u00fchr die Patenschaft f\u00fcr einen Baum. Der Hof pflegt die B\u00e4ume, die Ernte geht direkt an die \u201ePatinnen und Paten\u201c.<\/p>\n<p>\u201eBaumpatenschaften geben uns eine gewisse Planungssicherheit bei der Nachfrage\u201c, erkl\u00e4rt Gabriel.<\/p>\n<p>Nachdem sie das Modell auf ihrem eigenen Hof getestet hatten, gr\u00fcndeten die Br\u00fcder \u00darculo im Jahr 2017 die Plattform CrowdFarming. Sie erm\u00f6glicht es inzwischen, Obst, Gem\u00fcse, Oliven\u00f6l und N\u00fcsse direkt von Partnerbetrieben in ganz Europa oder auf lokalen M\u00e4rkten zu kaufen.<\/p>\n<p>\u201eAuf der Website k\u00f6nnen Kundinnen und Kunden den Hof ausw\u00e4hlen und genau sehen, wer die Menschen dahinter sind\u201c, sagt Gonzalo. \u201eWir schaffen eine direkte Verbindung zwischen Landwirtinnen und Landwirten und Verbraucherinnen und Verbrauchern.\u201c<\/p>\n<p>Heute gibt es mehr als 300.000 aktive Baumpatenschaften, und das Unternehmen arbeitet mit \u00fcber 300 Partnerbetrieben in Europa zusammen.<\/p>\n<p>Einer von ihnen ist Fernando Agramunt. Er leitet einen Bio-Olivenhof, der vor einigen Jahren von konventionellem auf \u00f6kologischen Anbau umgestellt hat.<\/p>\n<p>Er sagt, diese Umstellung habe sich dank des Direktverkaufs ausgezahlt.<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein gro\u00dfer Unterschied, ob man 10.000 Liter als Massenware verkauft oder an Familien, die bereit sind, f\u00fcr ein sehr hochwertiges Oliven\u00f6l etwas mehr zu bezahlen\u201c, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Das Modell hilft auch, die h\u00f6heren Kosten f\u00fcr \u00f6kologische und regenerative Anbaumethoden abzufedern, betont Fernando. \u201eUnd unsere gesamte Ernte geht an die 3.000 Kundinnen und Kunden, die auf dem Hof eine Baumpatenschaft \u00fcbernommen haben.\u201c<\/p>\n<p>Eine weitere Ersparnis f\u00fcr die Produzenten entsteht durch die Logistikzentren von CrowdFarming. Das gr\u00f6\u00dfte, Crowd Log, hat seinen Sitz in Valencia.<\/p>\n<p>Dort werden jeden Tag Tausende Bestellungen sortiert, verpackt und verschickt.<\/p>\n<p>\u201eIm vergangenen Jahr wurden von hier aus knapp zwei Millionen Pakete versendet. Wir halten kein Lager vor und arbeiten mit mehreren Transportunternehmen zusammen. So k\u00f6nnen wir schneller reagieren\u201c, sagt Standortleiterin Clara Fernandez.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 erzielte CrowdFarming einen Umsatz von 65 Millionen Euro. Nach der \u00dcbernahme der franz\u00f6sischen Plattform La Ruche qui dit Oui! vernetzt die Gruppe nun fast 10.000 Produzentinnen und Produzenten mit zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzern in rund 30 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen einen Sektor ver\u00e4ndern, in dem vieles nicht mehr funktioniert\u201c, sagt CrowdFarming-Mitgr\u00fcnderin Juliette Simonin. \u201eProduzentinnen und Produzenten werden in nicht nachhaltige Modelle gedr\u00e4ngt. Extremere Wetterereignisse verlangen widerstandsf\u00e4higere H\u00f6fe. Und die Preise reichen oft nicht mehr, damit Landwirtinnen und Landwirte \u00fcberleben k\u00f6nnen \u2013 das gesamte System muss neu gedacht werden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnser Traum\u201c, fasst Gonzalo zusammen, \u201eist zu zeigen, dass regenerative \u00f6kologische Landwirtschaft m\u00f6glich ist, dass sie sehr profitabel sein kann und ganz Europa ern\u00e4hren kann.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der letzte Tag der Erntesaison beginnt in den Orangenhainen von Masia El Carmen in B\u00e9tera, n\u00f6rdlich von Valencia.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":199675,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[76,75,74,506,4718,9292,9294,2370],"class_list":["post-199674","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-internet","tag-landwirtschaft","tag-nachhaltige-entwicklung","tag-oekologie","tag-valencia"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116697917278946650","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=199674"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199674\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/199675"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=199674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=199674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=199674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}