{"id":20011,"date":"2026-03-01T17:35:16","date_gmt":"2026-03-01T17:35:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/20011\/"},"modified":"2026-03-01T17:35:16","modified_gmt":"2026-03-01T17:35:16","slug":"europa-wird-taeglich-500-millionen-mehr-zahlen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/20011\/","title":{"rendered":"Europa wird t\u00e4glich 500 Millionen mehr zahlen \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Dutzende \u00d6l- und Gastanker stauten sich am Sonntag bereits vor der Stra\u00dfe von\u00a0Hormus, \u00fcber die ein F\u00fcnftel der globalen \u00d6ltransporte verl\u00e4uft. Die iranischen Revolutionsgarden n\u00e4mlich hatten nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/tasnim\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" zum=\"\" erwarteten=\"\" wird=\"\" t=\"\" millionen=\"\" mehr=\"\" zahlen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tasnim<\/a> den Schiffsverkehr in dieser Meerenge eingeschr\u00e4nkt. Aber auch wenn sie die Besatzungen nicht explizit mit Funkmeldungen zum Stoppen aufgefordert h\u00e4tten, w\u00e4ren viele Schiffe nicht mehr in die Stra\u00dfe eingefahren. Die Kampfhandlungen zwischen der Allianz aus USA und Israel mit dem Iran sind per se zu riskant. Die Schiffsversicherer ziehen ihren Schutz zur\u00fcck. Die <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/us-marine\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" zum=\"\" erwarteten=\"\" wird=\"\" t=\"\" millionen=\"\" mehr=\"\" zahlen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US-Marine<\/a> hat \u00fcberhaupt vor Fahrten in der gesamten Region gewarnt. Und derweil bereitete sich am Sonntag die Welt auf den Montag vor, an dem die \u00d6lpreise und mit ihnen die Treibstoffpreise nach menschlichem Ermessen hinaufschnalzen werden.<\/p>\n<p>Im au\u00dferb\u00f6rslichen Handel am Sonntag stieg der Preis f\u00fcr die ma\u00dfgebliche Nordsee\u00f6lsorte Brent, der bis Freitag schon auf 72,48 Dollar je Fass (159 Liter) angezogen hatte, laut \u00d6lh\u00e4ndlern um zehn Prozent auf etwa 80 Dollar \u2013 ein Niveau, das man zuletzt Anfang 2025 gesehen hatte. Experten diverser Analyseh\u00e4user prognostizierten am Wochenende, dass der Preis \u200bauf 100 Dollar oder auch dar\u00fcber klettern k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>\u201eEntscheidend sind die Einsch\u00e4tzungen der Marktteilnehmer, wie lange die Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus dauert\u201c, sagt Johannes <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/benigni\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" zum=\"\" erwarteten=\"\" wird=\"\" t=\"\" millionen=\"\" mehr=\"\" zahlen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Benigni<\/a>, internationaler \u00d6l- und Energieberater, auf Anfrage der \u201ePresse\u201c. Ausgehend von der Tatsache, dass Europa t\u00e4glich 14,5 Millionen Barrel \u00d6l verbrauche, erg\u00e4be ein Preisanstieg auf \u00fcber 100 Dollar je Fass eine enorme Mehrbelastung: \u201eEuropa wird t\u00e4glich 500 Millionen Dollar mehr zahlen\u201c, so Benigni.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe von Hormus ist der neuralgische Punkt der globalen \u00d6lversorgung. \u00dcber sie verl\u00e4uft nicht nur ein F\u00fcnftel der etwa 100 Mio Fass, die die Welt pro Tag verbraucht. \u00dcber sie wird auch ein Drittel des verfl\u00fcssigten Erdgases (LNG) transportiert \u2013 allen voran aus Katar, dem weltweit zweitgr\u00f6\u00dften LNG-Produzenten.<\/p>\n<p>Um die Stra\u00dfe von Hormus zu umgehen, gibt es an und f\u00fcr sich zwei Pipelines. Allein, sie k\u00f6nnen die Kapazit\u00e4ten des Meerweges nicht kompensieren. Die eine, genannt Ost-West-Pipeline (Abqaiq-Yanbu) vom saudischen Erd\u00f6lfeld Abqaiq im Osten des Landes durch die Arabische Halbinsel zum Rotmeer-Hafen Yanbu im Westen ist 1200 km lang und schafft f\u00fcnf Millionen Barrel pro Tag. Die andere, Abu Dhabi Crude Oil Pipeline, f\u00fchrt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Golf von Oman und hat eine Kapazit\u00e4t von 1,5 Mio. Barrel pro Tag. <\/p>\n<p>Das \u00d6lkartell Opec+ beschloss am Sonntag eine Anhebung der F\u00f6rdermenge um \u200b206.000 Barrel pro Tag ab April. Dies entspricht freilich weniger als 0,2 Prozent der weltweiten Nachfrage. \u200bSelbst nach der Umleitung einiger \u00d6lmengen durch Pipelines w\u00fcrde die Schlie\u00dfung der \u200bMeerenge einen Verlust von acht bis zehn Millionen Barrel Roh\u00f6l pro Tag bedeuten, sagte der Rystad-\u00d6konom Jorge Leon gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p>Manche Beobachter bleiben auch gelassen. Ja, es k\u00f6nne zu gewissen \u00d6lpreissteigerungen kommen, sagte\u00a0Clemens <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/clemens-fuest\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" zum=\"\" erwarteten=\"\" wird=\"\" t=\"\" millionen=\"\" mehr=\"\" zahlen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fuest<\/a>, Pr\u00e4sident des <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/ifo-institut\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" zum=\"\" erwarteten=\"\" wird=\"\" t=\"\" millionen=\"\" mehr=\"\" zahlen=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ifo-Instituts<\/a> in M\u00fcnchen, gegen\u00fcber der deutschen Zeitung F.A.Z. Doch die Welt sei nicht mehr so abh\u00e4ngig vom Persischen Golf wie in den 1970er-Jahren. \u201eDer \u00d6lpreisanstieg wird nicht so gewaltig sein, dass er wie damals eine Rezession ausl\u00f6sen k\u00f6nnte\u201c, sagte Fuest: \u201eEs gibt einen gewissen Unsicherheitsschock, aber solange das regional begrenzt bleibt, werden die Auswirkungen regional begrenzt bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Aber Europa sei dennoch stark betroffen, meint Tariq Dennison. \u201eAngesichts der gr\u00f6\u00dferen N\u00e4he zu Hormus-\u00d6l und Hormus-Gas nach Russland (sprich dem Verzicht auf russisches Gas, Anm.) wird dies gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen auf Europa als auf die USA haben\u201c, sagte der Verm\u00f6gensberater bei GFM Asset Management mit Sitz in Z\u00fcrich, zu Reuters.<\/p>\n<p>Das sieht \u00d6lberater Benigni \u00e4hnlich: \u201eWir Europ\u00e4er werden L\u00e4nge mal Breite zahlen. Die USA n\u00e4mlich haben viel eigene Produktion und eigene \u00d6lkonzerne, die am hohen \u00d6lpreis verdienen\u201c. Auch China ist laut Benigni gut vorbereitet, h\u00e4tten sie doch die Lagerbest\u00e4nde gut aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Und was den Gasmarkt betrifft, so erwarten Beobachter nun die gr\u00f6\u00dften Verwerfungen seit der Invasion Russlands in der Ukraine vor vier Jahren. Zwar sei Europa weniger abh\u00e4ngig von Gas aus dem Nahen Osten. \u201eAber Europa verf\u00fcgt \u00fcber geringere Lagerkapazit\u00e4ten, schrieb Anne-Sophie Corbeau vom Global Energy Policy der Columbia University, in einem Beitrag auf LinkedIn. \u201eEs h\u00e4ngt auch davon ab, wie viel nach Asien umgeleitet wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dutzende \u00d6l- und Gastanker stauten sich am Sonntag bereits vor der Stra\u00dfe von\u00a0Hormus, \u00fcber die ein F\u00fcnftel der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20012,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[10572,40,41,39,38],"class_list":{"0":"post-20011","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-erdoel","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-meldungen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20011\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20012"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}