{"id":204658,"date":"2026-06-08T12:53:10","date_gmt":"2026-06-08T12:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/204658\/"},"modified":"2026-06-08T12:53:10","modified_gmt":"2026-06-08T12:53:10","slug":"comodo-internet-security-dos-bug-ohne-sicherheitsupdate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/204658\/","title":{"rendered":"Comodo Internet Security: DoS-Bug ohne Sicherheitsupdate"},"content":{"rendered":"<p>Im Firewall-Treiber aus Comodo Internet Security 2025 klafft eine Sicherheitsl\u00fccke, die die Software zum Absturz bringen kann. Das gelingt Angreifern aus dem Netz. Ein Update ist derzeit nicht in Sicht. Nutzerinnen und Nutzer sollten die Software besser deinstallieren. Da Sicherheitsl\u00fccken immer \u00f6fter einen Spitznamen haben, hat auch diese einen verpasst bekommen: \u201eComoDoS\u201c.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/malwaretech.com\/2026\/06\/exploiting-a-remote-kernel-vulnerability-in-comodo-internet-security.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Beitrag schreibt der Entdecker der Schwachstelle, Marcus Hutchins<\/a>, dass er \u201eBring Your Own Vulnerable Driver\u201c-L\u00fccken untersucht hat und dabei auf die Schwachstelle gesto\u00dfen ist. Er hat dabei eine K\u00fcnstliche Intelligenz genutzt, die seiner Ansicht nach erstaunlich oft bei Treibern von IT-Sicherheitssoftware anschl\u00e4gt. Insbesondere bei Software wie Antivirus und Firewalls. Wenn schon die KI so gut ist, darin Probleme ausfindig zu machen, die zur lokalen Rechteausweitung taugen, wollte Hutchins auch mit einer manuellen Analyse herausfinden, ob sich interessante Sicherheitsl\u00fccken finden lassen.<\/p>\n<p>Zufallstreffer in Comodos Firewall-Treiber<\/p>\n<p>Der Firewall-Treiber \u201einspect.sys\u201c kam eher zuf\u00e4llig ins Visier des IT-Forschers, da die KI bei der Untersuchung aus Versehen eine sehr alte Version dieses Treibers untersucht hat. Eigentlich sollte nur der j\u00fcngste Treiber in die Analyse gehen, in diesem Fall war es jedoch eine Version aus 2014.  Darin fand er eine Reihe bereits geschlossener Sicherheitsl\u00fccken, stie\u00df aber auch auf einige ungl\u00fcckliche Designentscheidungen. Das Aufsp\u00fcren von Fehlern war demnach sehr leicht, schwieriger jedoch war die Entdeckung von n\u00fctzlichen im Sinne von angreifbaren Schwachstellen. Im IPv6-Code wurde er dann f\u00fcndig. Im Beitrag erkl\u00e4rt er detailliert, was er gefunden hat.<\/p>\n<p>Die Schwachstellenbeschreibung selbst ist etwas knapper: In der IPv6-Paket-Verarbeitung kann ein sogenannter Integer-Unterlauf auftreten \u2013 noch bevor Firewall-Regeln greifen. Angreifer k\u00f6nnen deshalb aus der Ferne ohne vorherige Authentifizierung ein manipuliertes IPv6-Paket senden, um einen Lesezugriff au\u00dferhalb vorgesehener Speichergrenzen zu provozieren, was am Ende zu einem Absturz des Systems f\u00fchrt (BSOD). Das klappt auch dann, wenn alle Ports in der Firewall blockiert sind (<a href=\"https:\/\/nvd.nist.gov\/vuln\/detail\/CVE-2026-49494\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">CVE-2026-49494<\/a>, CVSS 7.5, Risiko \u201ehoch\u201c). <\/p>\n<p>Hutchins hat Comodo einen vollst\u00e4ndigen Fehlerbericht geschickt, eine Ursachenanalyse und sogar mit Vorschl\u00e4gen, wie die Entwickler das patchen k\u00f6nnten. Auch einen <a href=\"https:\/\/github.com\/MalwareTech\/ComoDoS\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Proof-of-Concept-Exploit hat Hutchins ver\u00f6ffentlicht<\/a>. Nur \u2013 der Hersteller reagierte zun\u00e4chst nicht, es gab keine Antwort. Comodo Internet Security ist bis einschlie\u00dflich Version 12.3.4.8162 anf\u00e4llig f\u00fcr die Attacke. Das ist <a href=\"https:\/\/forums.comodo.com\/c\/comodo-internet-security-cis\/news-announcements-feedback-cis\/143\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut Forum auch die derzeit aktuelle Fassung<\/a> davon. <\/p>\n<p>Um das System nicht dem Risiko von Abst\u00fcrzen mit Bluescreen-of-Death (BSOD) auszusetzen, sollten Comodo-Nutzerinnen und -Nutzer die Software deinstallieren. Der Microsoft Defender erkennt Malware ebenfalls ordentlich. Die Windows-Firewall leistet ebenfalls brauchbaren Dienst.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Vor rund einem Jahr fiel <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Antivirus-Comodo-Internet-Security-laesst-sich-Schadcode-unterschieben-10476908.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Comodo Internet Security ebenfalls durch Sicherheitsl\u00fccken<\/a> auf. Die erm\u00f6glichten Angreifern, Schadcode einzuschleusen und auszuf\u00fchren. Betroffen damals: Version 12.3.4.8162. Derart schlecht gewartete Software sollten Nutzer zeitnah entfernen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:dmk@heise.de\" title=\"Dirk Knop\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dmk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Firewall-Treiber aus Comodo Internet Security 2025 klafft eine Sicherheitsl\u00fccke, die die Software zum Absturz bringen kann. 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