{"id":205421,"date":"2026-06-08T21:19:08","date_gmt":"2026-06-08T21:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/205421\/"},"modified":"2026-06-08T21:19:08","modified_gmt":"2026-06-08T21:19:08","slug":"das-europaeische-gesundheitswesen-mittels-innovationsbeschaffung-revolutionieren-results-pack-cordis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/205421\/","title":{"rendered":"Das europ\u00e4ische Gesundheitswesen mittels Innovationsbeschaffung revolutionieren | Results Pack | CORDIS"},"content":{"rendered":"<p class=\"c-teaser\">Die Ausgaben im Gesundheitswesen sind in der EU einer der gr\u00f6\u00dften und am schnellsten wachsenden Kostenfaktoren des \u00f6ffentlichen Sektors. Dies macht den Sektor zu einer der gr\u00f6\u00dften Chancen f\u00fcr die innovationsf\u00f6rdernde \u00f6ffentliche Beschaffung \u2013 in einem der komplexesten politischen Umfelder, was die Umsetzung anbelangt. In diesem Results Pack werden neun Horizont-finanzierte Projekte vorgestellt, die zeigen, wie durch eine strukturierte FuE-Beschaffung aus ungel\u00f6sten Herausforderungen im \u00f6ffentlichen Sektor innovative, marktreife L\u00f6sungen hervorgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"c-hero-image__img\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/465640.jpg\" alt=\"\" width=\"688\" height=\"516\"\/><\/p>\n<p>                    \u00a9 .shock\/stock.adobe.com<\/p>\n<p class=\"c-article__text \">Die europ\u00e4ischen Gesundheitssysteme stehen vor der Herausforderung alternder Bev\u00f6lkerungen, wachsender Multimorbidit\u00e4t, fehlender Arbeitskr\u00e4fte und Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig schreiten die digitalen Technologien und die personalisierte Medizin so schnell voran, dass die \u00f6ffentlichen Systeme nicht Schritt halten k\u00f6nnen. Das Ergebnis ist eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Kluft zwischen dem technisch M\u00f6glichen und der routinem\u00e4\u00dfigen Versorgung der Bev\u00f6lkerung. Die Innovationsbeschaffung ist eines der wirksamsten Instrumente der EU, um diese Kluft zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n<p>Die Innovationsbeschaffung ist ein strategisches innovationspolitisches Instrument, das Beh\u00f6rden dabei helfen soll, ungedeckte Bedarfe zu artikulieren, kreative Marktanreize zu setzen und gemeinsam bahnbrechende L\u00f6sungen zu entwickeln. Vor allem die vorkommerzielle Auftragsvergabe (PCP, Pre-commercial Procurement) erm\u00f6glicht \u00f6ffentlichen Auftraggebern eine Steuerung der Forschung und Entwicklung im Fr\u00fchstadium, wenn es noch keine geeigneten Produkte gibt, sowie die F\u00f6rderung von Innovationen. Die PCP verringert die Risiken, die traditionell mit der Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen sowie der Einf\u00fchrung neuer Technologien verbunden sind, und stellt gleichzeitig sicher, dass die L\u00f6sungen den klinischen, organisatorischen und gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen.<\/p>\n<p>Mit diesem Ansatz werden mehrere der hartn\u00e4ckigsten Hindernisse f\u00fcr Innovationen im Gesundheitswesen direkt adressiert. Durch die PCP werden \u00f6ffentliche Investitionen in unerprobte Technologien vermieden, da die Kosten f\u00fcr FuE mit den Anbietern geteilt und die L\u00f6sungen vor der gro\u00dfma\u00dfst\u00e4blichen Bereitstellung validiert werden. Gleichzeitig wird der Marktzugang f\u00fcr Unternehmen gef\u00f6rdert, insbesondere f\u00fcr KMU und Start-ups. Da die PCP kleineren innovationsf\u00f6rdernden Beteiligten einen klaren Weg zur Weiterentwicklung ihrer Produkte und zum Aufbau von Vertrauensw\u00fcrdigkeit bei den Auftraggebern er\u00f6ffnet, st\u00e4rkt sie das europ\u00e4ische Innovations\u00f6kosystem.<\/p>\n<p>Die Vorteile gehen \u00fcber einzelne Technologien hinaus. Die Innovationsbeschaffung beschleunigt die Markteinf\u00fchrung innovativer L\u00f6sungen und sorgt daf\u00fcr, dass vielversprechende Ideen in greifbare Ergebnisse umgesetzt werden. Gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung, wo ein hoher Bedarf herrscht, die Entwicklung von Innovationen aber zeit- und kostenaufwendig ist, ist dies von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<p>Die PCP tr\u00e4gt ebenfalls zu den weiter gefassten strategischen Zielen Europas bei: die Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, die Verringerung der Abh\u00e4ngigkeit von externen Anbietern und der Aufbau resilienterer, interoperabler und st\u00e4rker an der Patientenschaft orientierter Gesundheitssysteme.<\/p>\n<p>In Anbetracht des bevorstehenden Wandels auf dem europ\u00e4ischen Gesundheits- und Pflegesektors, zeichnet sich die Innovationsbeschaffung als Katalysator f\u00fcr systemische Ver\u00e4nderungen aus. Im Letta-Bericht <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/media\/ny3j24sm\/much-more-than-a-market-report-by-enrico-letta.pdf\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">\u201eWeit mehr als ein Markt\u201c(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a> vom April 2024 wird die Innovationsbeschaffung als \u201eeiner der wichtigsten Hebel zur Unterst\u00fctzung von Start-ups, Scale-ups und KMU bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen\u201c bezeichnet. Der im selben Jahr ver\u00f6ffentlichte Heitor-Bericht <a href=\"https:\/\/op.europa.eu\/de\/publication-detail\/-\/publication\/2f9fc221-86bb-11ef-a67d-01aa75ed71a1\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">\u201eAbstimmen, handeln, beschleunigen\u201c(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a> empfiehlt Europa, \u201edie Kraft der Nachfrage durch die Entwicklung eines Innovationsbeschaffungsprogramms zu entfesseln.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr 2025 k\u00fcndigte die Kommission im Rahmen der EU-Strategien f\u00fcr Biowissenschaften und f\u00fcr Start-ups an, dass sie die Anwendung der Innovationsbeschaffung in der gesamten EU ausweiten m\u00f6chte. Im Rahmen der verbleibenden F\u00f6rdermittel von Horizont Europa werden in den kommenden Jahren mehr als 80 Mio. EUR in die Unterst\u00fctzung der Innovationsbeschaffung investiert, um in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen Herausforderungen im Gesundheitssektor anzugehen, darunter der Zugang zu personalisierter Pflege, <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/funding-tenders\/opportunities\/portal\/screen\/opportunities\/topic-details\/HORIZON-MISS-2027-02-CANCER-05\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Krebsbehandlungen(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a>, Experimentierr\u00e4ume und die <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/funding-tenders\/opportunities\/portal\/screen\/opportunities\/topic-details\/HORIZON-HLTH-2027-01-ENVHLTH-MISSCLIMA-03\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">gesundheitliche Anpassung an den Klimawandel(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a>. Dar\u00fcber hinaus verfolgt das mit 244 Mio. EUR ausgestattete Programm EU4HEALTH 2026 einen PCP-Ansatz zur <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/funding-tenders\/opportunities\/portal\/screen\/opportunities\/tender-details\/43602e74-f078-4752-9f28-d52e0225ceb2-PIN\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Finanzierung der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden f\u00fcr Infektionskrankheiten(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a>.<\/p>\n<p>Durch die Abstimmung der Bedarfe im \u00f6ffentlichen Sektor mit dem Marktpotenzial wird sichergestellt, dass Innovationen der Gesellschaft zugutekommen, die strategische Autonomie st\u00e4rken und bessere Ergebnisse f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und Patientenschaft in der gesamten Europ\u00e4ischen Union erm\u00f6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ausgaben im Gesundheitswesen sind in der EU einer der gr\u00f6\u00dften und am schnellsten wachsenden Kostenfaktoren des \u00f6ffentlichen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":205422,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[60152,76,75,74,937,60153,60151,15237,60154,36954,22816,4825,60150,1497],"class_list":["post-205421","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-digitale-gesundheit","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-gesundheitswesen","tag-horizont-europa","tag-innovationsbeschaffung","tag-klinische-forschung","tag-oeffentlicher-sektor","tag-personalisierte-medizin","tag-resilienz","tag-strategie","tag-vorkommerzielle-auftragsvergabe","tag-wandel"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=205421"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205421\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/205422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=205421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=205421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=205421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}