{"id":205793,"date":"2026-06-09T03:30:14","date_gmt":"2026-06-09T03:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/205793\/"},"modified":"2026-06-09T03:30:14","modified_gmt":"2026-06-09T03:30:14","slug":"drohnenangriff-auf-tschernobyl-anlage-fuer-brennelemente-getroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/205793\/","title":{"rendered":"Drohnenangriff auf Tschernobyl: Anlage f\u00fcr Brennelemente getroffen"},"content":{"rendered":"<p>Bei einem russischen Drohnenangriff ist nach ukrainischen Angaben ein Geb\u00e4ude des zentralen Lagers f\u00fcr abgebrannte Brennelemente in der Zone um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl getroffen worden. Das Geb\u00e4ude f\u00fcr die Annahme von Beh\u00e4ltern sei bei dem Angriff in der Nacht teilweise zerst\u00f6rt worden, teilte der Staatskonzern Energoatom mit. Es sei dort kein abgebrannter Kernbrennstoff gelagert worden. Die Strahlenwerte l\u00e4gen innerhalb der festgelegten Grenzwerte, hie\u00df es.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ein Feuer habe sich auf einer Fl\u00e4che von 40 Quadratmetern ausgebreitet; es sei gel\u00f6scht worden, <a href=\"https:\/\/t.me\/energoatom_ua\/27045\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">teilte das Unternehmen weiter mit<\/a>. In dem zentralen Lager in der Sperrzone um das vor 40 Jahren havarierte AKW Tschernobyl werden abgebrannte Brennelemente aus anderen ukrainischen Kernkraftwerken langfristig gelagert.<\/p>\n<p>IAEA-Chef Grossi: Vorfall \u00e4u\u00dferst besorgniserregend<\/p>\n<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) <a href=\"https:\/\/x.com\/iaeaorg\/status\/2063537213883736223\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">teilte mit<\/a>, dass sie von ukrainischer Seite \u00fcber die \u201eerheblichen Sch\u00e4den\u201c an dem Geb\u00e4ude informiert worden sei. Betroffen sind demnach die Fassade, die Fenster und T\u00fcren. Auch benachbarte Geb\u00e4ude seien durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen. Ein IAEA-Team werde die Anlage in K\u00fcrze besuchen, um die Auswirkungen zu begutachten, teilte die Beh\u00f6rde mit.<\/p>\n<p>IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erkl\u00e4rte weiter, der Vorfall sei \u00e4u\u00dferst besorgniserregend, da er sich in einer Liegenschaft ereignet habe, wo gro\u00dfe Mengen an Kernmaterial gelagert seien \u2013 nur wenige Meter vom angegriffenen Geb\u00e4ude entfernt. Angriffe auf kerntechnische Anlagen seien v\u00f6llig inakzeptabel und verstie\u00dfen direkt gegen zentrale Grunds\u00e4tze der nuklearen Sicherheit w\u00e4hrend eines milit\u00e4rischen Konflikts, sagte Grossi.<\/p>\n<p>Im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der seit mehr als vier Jahren andauert, kam es bereits mehrfach zu Zwischenf\u00e4llen auch an Kernkraftwerken. Besonders betroffen von den K\u00e4mpfen ist das AKW Saporischschja im S\u00fcden. <\/p>\n<p>Am 26. April 1986 war in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Missing-Link-Vor-40-Jahren-explodierte-der-Reaktor-in-Tschernobyl-11268540.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein Test im AKW Tschernobyl au\u00dfer Kontrolle geraten<\/a>, und es trat der gr\u00f6\u00dfte anzunehmende Unfall (GAU) ein. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschw\u00e4cht bis nach Nord- und Westeuropa aus. Bereits im vorigen Jahr war der neue Sarkophag des Ungl\u00fccksreaktors von einer russischen Drohne getroffen, wodurch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Tschernobyl-Schutzhuelle-nach-Drohnenangriff-nicht-mehr-sicher-11105685.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dieser nachhaltigen Schaden nahm<\/a>.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nen@heise.de\" title=\"Niklas Engelking\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nen<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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