{"id":207143,"date":"2026-06-09T18:04:11","date_gmt":"2026-06-09T18:04:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/207143\/"},"modified":"2026-06-09T18:04:11","modified_gmt":"2026-06-09T18:04:11","slug":"wirtschaftskammer-ooe-plant-kostensenkung-bei-gleichzeitiger-leistungssteigerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/207143\/","title":{"rendered":"Wirtschaftskammer O\u00d6 plant Kostensenkung bei gleichzeitiger Leistungssteigerung"},"content":{"rendered":"<p> LINZ\/O\u00d6. Die ober\u00f6sterreichische Wirtschaftskammer wird laut Pr\u00e4sidentin Doris Hummer die Kammerumlage 2 senken, bei gleichzeitiger Steigerung der Leistung f\u00fcr die Mitglieder. Es gelte nun, das Vertrauen zur\u00fcck zu gewinnen. Ein geplanter Personalabbau soll durch nat\u00fcrliche Abg\u00e4nge geschafft werden.\u00a0 <\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die Reform waren die Turbulenzen rund um den ehemaligen Pr\u00e4sidenten der Wirtschaftskammer \u00d6sterreich, Harald Mahrer. Seine Nachfolgerin, Martha Schultz, k\u00fcndigte nun Einsparungen von 100 Millionen Euro pro Jahr ab 2030 an, 200 der 800 Stellen der Bundeskammer in Wien sollen bis Ende des Jahres 2027 gestrichen werden. Auch die Wirtschaftskammer O\u00d6 (WKO\u00d6) wird sparen. In einer Taskforce unter der Leitung von WKO\u00d6-Vizepr\u00e4sident Clemens Malina-Altzinger, in der alle ober\u00f6sterreichischen W\u00e4hlergruppen vertreten waren, wurden in den vergangenen Monaten Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Weiterentwicklung der Organisation erarbeitet. Leitlinien sind der Ausbau und die Optimierung der Leistungen sowie eine Senkung der Kammerumlagen f\u00fcr die Mitglieder.<\/p>\n<p>Geplante Einsparungen und Senkungen<\/p>\n<p>Bei den aktuell 415 Vollzeit\u00e4quivalenten in O\u00d6 sollen 10 Millionen Euro eingespart werden, das sind in etwa 10 bis 15 Prozent der Belegschaft. Der Personalabbau soll durch nat\u00fcrliche Abg\u00e4nge wie Pensionen und anfallende K\u00fcndigungen seitens der Arbeitnehmer ohne Nachbesetzung in den n\u00e4chsten drei bis vier Jahren erfolgen. Im Gegenzug soll durch den Ausbau von KI-Services die Produktivit\u00e4t gesteigert werden, um Entlastungen zu erm\u00f6glichen, auch eine engere Zusammenarbeit mit anderen Landeskammern ist geplant. \u201eDie Wirtschaftskammer Ober\u00f6sterreich ist seit Jahren Vorreiter unter den Landeskammern und \u00fcbernimmt mit dem \u00f6sterreichweit niedrigsten Beitragssatz die Rolle des Kostenf\u00fchrers. Seit 2015 wurden die Mitgliedsbeitr\u00e4ge bereits zweimal gesenkt. Die WKO\u00d6 setzt diesen Kurs mit dem Ziel fort, auch k\u00fcnftig den L\u00e4ndervergleich bei der Kammerumlage 2 anzuf\u00fchren. Bis 2029 soll sie von derzeit 0,19 Prozent auf 0,16 Prozent sinken. Mit der bereits 2025 erfolgten Senkung bedeutet das minus 20 Prozent. Damit leistet Ober\u00f6sterreich seinen Beitrag zum Erreichen des bundesweiten Entlastungsziels von 100 Millionen Euro\u201c, k\u00fcndigt WKO\u00d6-Pr\u00e4sidentin und Wirtschaftsbund-Obfrau Doris Hummer im Zuge der Wirtschaftsparlamentssitzung an. Mit der Kammerumlage 2 finanzieren die Betriebe die Wirtschaftskammer.\u00a0<\/p>\n<p>Ausbau der Leistungen<\/p>\n<p>Trotz der Sparma\u00dfnahmen soll es zu einem Ausbau der Leistungen kommen. Eine Ausbildungsoffensive mit Schwerpunkt auf kleine und mittlere Unternehmen, unter anderem durch pers\u00f6nliche Coaches, ist geplant. K\u00fcnftig werde es einen Beraterstab geben, der Unternehmen zum Beispiel bei einer GPLB-Pr\u00fcfung, bei einer Betriebsanlagenverhandlung, im Umgang mit der Gewerkschaft oder mit dem Finanzamt pers\u00f6nlich coacht und unterst\u00fctzt. Auch in die Ausbildung, etwa in die duale Lehre, wird weiter investiert. \u201eSchon jetzt wird die H\u00e4lfte des Budgets f\u00fcr Bildungsma\u00dfnahmen verwendet\u201c, betont Hummer. \u201eUnd g\u00e4be es die Wirtschaftskammer nicht, w\u00fcrde das niemand machen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ\/O\u00d6. 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