{"id":207507,"date":"2026-06-09T22:32:14","date_gmt":"2026-06-09T22:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/207507\/"},"modified":"2026-06-09T22:32:14","modified_gmt":"2026-06-09T22:32:14","slug":"eu-drogenbericht-cannabis-bleibt-am-haeufigsten-konsumierte-droge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/207507\/","title":{"rendered":"EU-Drogenbericht: Cannabis bleibt am h\u00e4ufigsten konsumierte Droge"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/joint-114.jpg\" alt=\"Ein Mann z\u00fcndet sich einen Joint an.\" title=\"Ein Mann z\u00fcndet sich einen Joint an. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 09.06.2026 \u2022 16:50 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Der EU-Drogenbericht zeigt: Opioide verursachen sieben von zehn t\u00f6dlichen \u00dcberdosen. Cannabis wird weiterhin am meisten konsumiert, aber auch der Kokainkonsum ist noch immer hoch. Ingesamt ist der Drogenmarkt gewachsen.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Europ\u00e4ische Drogenagentur (EUDA) hat ihren Jahresbericht f\u00fcr 2024 vorgestellt. Darin wird deutlich: Es sind immer mehr Drogen auf dem Markt und auch die Zahl der unterschiedlichen Substanzen steigt. Laut Bericht gab es europaweit mindestens 7.600 Tote durch \u00dcberdosen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">EUDA-Exekutivdirektorin Lorraine Nolan erkl\u00e4rte, die Drogenm\u00e4rkte entwickelten sich &#8222;in rasantem Tempo, und die Vielfalt der auf Europas Stra\u00dfen anzutreffenden Substanzen wird zunehmend unberechenbar&#8220;. Das habe zur Folge, dass Konsumentinnen und Konsumenten &#8222;sehr starke Drogen einnehmen k\u00f6nnen &#8211; oft ohne sich dessen bewusst zu sein&#8220;. Dem Bericht zufolge kombinieren sie zudem h\u00e4ufig verschiedene Drogen, was die Risiken erh\u00f6he.<\/p>\n<p>    Sieben von zehn Todesf\u00e4lle durch Opioide<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dem <a href=\"https:\/\/www.euda.europa.eu\/publications\/european-drug-report\/2025_de\" title=\"Bericht der EUDA f\u00fcr 2024\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Drogenbericht liegen Daten aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten<\/a> sowie Norwegen und der T\u00fcrkei zugrunde. Opioide, wie zum Beispiel Heroin, waren laut dem Bericht 2024 f\u00fcr rund sieben von zehn t\u00f6dlichen \u00dcberdosen verantwortlich. Unter den Substanzen seien auch immer mehr synthetische Opioide. Seit 2009 seien in Europa 95 davon nachgewiesen worden, allein 2025 sieben neue.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Zahl bewusstseinsver\u00e4ndernder Drogen in Europa ist im vergangenen Jahr um 50 Substanzen gestiegen. Insgesamt z\u00e4hlt die EUDA nun 1.050 psychoaktive Substanzen, wie aus dem Drogenbericht hervorgeht. Auch konsumierten mehr Jugendliche E-Zigaretten und sogenannte Vapes als im Jahr zuvor.<\/p>\n<p>    Cannabis h\u00e4ufigste Droge<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut Bericht war Cannabis die am h\u00e4ufigsten konsumierte illegale Droge in Europa. Sch\u00e4tzungen zufolge h\u00e4tten im vergangenen Jahr 24,9 Millionen Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4er zwischen 15 und 64 Jahren die Droge konsumiert. Allerdings ist der Besitz der Droge nicht in allen L\u00e4ndern verboten. Malta, Spanien und Luxemburg beispielsweise erlauben den Anbau und Besitz kleinerer Mengen. Auch in Deutschland sind Besitz und Anbau <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/ein-jahr-cannabisgesetz-100.html\" title=\"Ein Jahr Teillegalisierung: Hat das Cannabisgesetz eine Zukunft?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">unter bestimmten Bedingungen <\/a>erlaubt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Drittel der Menschen (104.000), die sich 2024 in Europa in eine Drogenbehandlung begeben haben, tat dies den Daten zufolge nach dem Konsum von Cannabisprodukten. Die EUDA warnt zudem vor mit hochwirksamen synthetischen Stoffen verf\u00e4lschte Cannabisprodukte.<\/p>\n<p>    Kokainkonsum in Europa unver\u00e4ndert hoch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Kokainkonsum bleibt laut dem Bericht ebenfalls auf einem hohen Niveau: Etwa 4,3 Millionen Menschen konsumierten diese Droge im vergangenen Jahr. Auch die geografische Verbreitung von Kokain nehme zu. Abwasseranalysen zeigten, dass in 48 von 85 St\u00e4dten (57 Prozent), in denen 2024 und 2025 Proben entnommen wurden, ein Anstieg der Kokainr\u00fcckst\u00e4nde festzustellen sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">37.000 Menschen, die sich in Behandlung begaben, nannten Kokain als ihre Erstdroge &#8211; der zweith\u00f6chste Wert hinter Cannabis. Die Zahl liegt demnach um 39 Prozent \u00fcber der von 2018. Daten aus 20 L\u00e4ndern deuteten 2024 zudem darauf hin, dass Kokain an mehr als einem Viertel der drogenbedingten Todesf\u00e4lle beteiligt gewesen sei.<\/p>\n<p>    Neue Wege f\u00fcr Schmuggel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir m\u00fcssen alles daransetzen, um zu verhindern, dass gef\u00e4hrliche neue Produkte den Markt \u00fcberschwemmen&#8220;, sagte der EU-Innenkommissar Magnus Brunner. Er betonte, wie wichtig ein hartes Vorgehen gegen illegale Drogenh\u00e4ndler sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Bericht weist zugleich nach, dass nach vermehrten Polizeieins\u00e4tzen an gro\u00dfen europ\u00e4ischen H\u00e4fen H\u00e4ndler bereits neue Wege f\u00fcr den Schmuggel ausfindig gemacht h\u00e4tten. Sie nutzten verst\u00e4rkt kleinere H\u00e4fen, Umladungen auf See, Schnellboote, Halbtauchboote und Drohnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.06.2026 \u2022 16:50 Uhr Der EU-Drogenbericht zeigt: Opioide verursachen sieben von zehn t\u00f6dlichen \u00dcberdosen. 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