{"id":207757,"date":"2026-06-10T02:11:14","date_gmt":"2026-06-10T02:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/207757\/"},"modified":"2026-06-10T02:11:14","modified_gmt":"2026-06-10T02:11:14","slug":"double-fuer-ex-05er-christmann-fupa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/207757\/","title":{"rendered":"Double f\u00fcr Ex-05er Christmann &#8211; FuPa"},"content":{"rendered":"<p id=\"4150281\">Linz\/Bechtolsheim. Wenige Tage vorm Start der WM ist die Frage besonders delikat: Gibt man einen guten Job als Teammanager im unmittelbaren Umfeld der deutschen Nationalmannschaft auf? Und zwar zugunsten einer Stelle beim \u00d6sterreichischen Erstligisten Linzer ASK? Oder lieber doch nicht? Vor dieser kniffligen Entscheidung stand Jonas Christmann im Herbst vergangenen Jahres.<\/p>\n<p>Dieser Text wird euch kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.<\/p>\n<p id=\"63712\">Der 33-J\u00e4hrige entschied sich tats\u00e4chlich, seinen prestigetr\u00e4chtigen Arbeitsplatz beim Deutschen Fu\u00dfball-Bund gegen den im Salzburger Land einzutauschen. Und sagt heute, sieben Monate sp\u00e4ter: \u201eIch habe alles richtig gemacht.\u201c Dies nicht nur, weil er mit den Linzern Landesmeister und Pokalsieger wurde. Sondern auch, weil ihn die verantwortungsvolle Aufgabe als rechte Hand von Sportdirektor Dino Buric Tag f\u00fcr Tag neu begeistert.<\/p>\n<p>  Teil einer ungew\u00f6hnlichen Erfolgsstory <\/p>\n<p id=\"63712\">Im September steckte der LASK in der Krise. Unter der Regie des portugiesischen Trainers Joao Sacramento taumelte der Erstligist in der Abstiegszone. Zum 1. Oktober dr\u00fcckte der Verein die Reset-Taste. Er verpflichtete \u201eDidi\u201c K\u00fchbauer als neuen Coach und warb mit Erfolg um die R\u00fcckkehr von Jonas Christmann an die Donau. Dass diese Personalentscheidungen am Ende im gr\u00f6\u00dften Erfolg der Vereinsgeschichte seit 1965 m\u00fcnden w\u00fcrden, ahnte damals niemand. Heute gl\u00e4nzt der Klub als Doublesieger und klopft am Tor zur Champions-League.<\/p>\n<p id=\"63712\">Teil dieser Sensation zu sein, macht Jonas Christmann stolz. Details waren es, die aus einem potenziellen Abstiegskandidaten \u00d6sterreichs \u00dcberraschungsmannschaft der Spielzeit 2025\/26 machten. Das Erfolgsrezept? \u201eMit dem Wechsel des Trainers \u00e4nderte sich die Stimmung. Danach mussten wir die Fu\u00dfballer bei Laune halten. Da waren wir richtig einfallsreich, im taktischen wie im mentalen Bereich. Danach entwickelt es sich zu einem Selbstl\u00e4ufer\u201c, reflektiert Jonas Christmann, der beim LASK die neu geschaffene Position des \u201eDirector Team Operations \/ Koordinator Sport\u201c bekleidet.<\/p>\n<p> Tischtennis-Ass macht im Profifu\u00dfball Karriere <\/p>\n<p id=\"63712\">Jonas Christmann, aufgewachsen in Bechtolsheim (einem Dorf nahe Gau-Odernheim) und ehemals Zweitliga-Tischtennisspieler bei Mainz 05, arbeitet bereits seit rund sechs Jahren an den Brennkammern des Profifu\u00dfballs. Der erste Meilenstein seiner Laufbahn war die Teammanager-Position bei der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar. Im Anschluss k\u00fcmmerte er sich zwei Spielzeiten lang beim Linzer ASK als Teammanager ums Wohl der Fu\u00dfballer, ehe er vergangenen Sommer in Nagelsmanns Team f\u00fcr die anstehende WM zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p id=\"63712\">Schon einen Monat sp\u00e4ter bekam er das Angebot aus Linz. Strukturell war es eine Bef\u00f6rderung im Vergleich zur alten Teammanager-Aufgabe. Und er r\u00fcckte n\u00e4her an die sportliche Verantwortung ran. Eben dies veranlasste ihn, von der Verbandsebene auf die Vereinsebene zur\u00fcckzuwechseln: \u201eIch glaubte, Linz bietet mir eher die Chance f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt auf der Karriereleiter. Und genau so war es.\u201c<\/p>\n<p> 350 Arbeitstage im Jahr <\/p>\n<p id=\"63712\">Daf\u00fcr zahlt der 33-J\u00e4hrige allerdings auch einen hohen Preis. 350 Arbeitstage im Jahr, st\u00e4ndig im Dienst des Vereins, des Fu\u00dfballs und der Fu\u00dfballer \u2013 das muss man wollen. Wochenende gibt es keine, Urlaubstage so gut wie keine. Christmann f\u00fcgt sich l\u00e4chelnd dieser Herausforderung: \u201eMir macht es Spa\u00df\u201c.<\/p>\n<p id=\"63712\">Andererseits ist ihm eben diese Beinahe-Rund-um-die-Uhr-Besch\u00e4ftigung vertraut. Fr\u00fcher verkn\u00fcpfte er Schule, sp\u00e4ter das Studium in Mainz, mit seinen Tischtennis-Aktivit\u00e4ten. Einerseits als aktiver Spieler, dann in Personalunion als Teammanager bei der TG Wallertheim. In Zusammenarbeit mit M\u00e4zen Philipp H\u00fcbinger f\u00fchrte er den Klub aus Bezirksklasse bis in die Regionalliga. Es war, sagt er, eine gute Erfahrung f\u00fcr das, was er heute auf einem professionellen Niveau auf die Beine stellt.<\/p>\n<p> Kontakt mit der Familie st\u00e4rkt <\/p>\n<p id=\"63712\">Etwa 620 Autobahn-Kilometer liegen zwischen Linz und Bechtolsheim. Da sind Besuche in der Heimat absolute Ausnahmen. Deshalb sch\u00e4tzt Jonas Christmann wert, dass seine Eltern und seine in Heidelberg lebende Lebensgef\u00e4hrtin regelm\u00e4\u00dfig die Fahrten nach Linz auf sich nehmen. \u201eDas ist eine wichtige Unterst\u00fctzung f\u00fcr mich\u201c. Und ein Grund mehr, den Job im Ausland gegen\u00fcber der Komfort-L\u00f6sung in Deutschland vorzuziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Linz\/Bechtolsheim. 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