{"id":208041,"date":"2026-06-10T06:00:10","date_gmt":"2026-06-10T06:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/208041\/"},"modified":"2026-06-10T06:00:10","modified_gmt":"2026-06-10T06:00:10","slug":"siri-ai-nicht-in-europa-bruessel-reagiert-mit-klarstellung-auf-apples-ausschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/208041\/","title":{"rendered":"Siri AI nicht in Europa: Br\u00fcssel reagiert mit Klarstellung auf Apples Ausschluss"},"content":{"rendered":"<p>Apples Entscheidung, die <a href=\"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/pech-gehabt-neue-siri-ai-vorerst-nicht-fuer-eu-nutzer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neue Siri AI zun\u00e4chst nicht in der EU<\/a> anzubieten, st\u00f6\u00dft bei den Kunden erwartungsgem\u00e4\u00df nicht auf Begeisterung. Der Schritt abermals wie ein taktisches Man\u00f6ver, um Br\u00fcssel Zugest\u00e4ndnisse im Wettbewerbsrecht abzupressen, zumal macOS, watchOS und visionOS von der EU weniger scharf reguliert werden und \u2013 \u00fcberraschenderweise \u2013 von diesem Ausschluss nicht betroffen sind. Die EU hat sich zu dem Vorgang inzwischen auch ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung zwischen Apple und der\u00a0 EU-Kommission \u00fcber die Einf\u00fchrung der neuen Siri-KI in Europa spitzt sich zu. Nachdem Apple angek\u00fcndigt hatte, Siri AI zun\u00e4chst nicht in der Europ\u00e4ischen Union bereitzustellen, weist die EU-Kommission die Verantwortung laut <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/apple-failed-make-its-ai-tool-comply-eu-regulations-eu-commission-says-2026-06-09\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Agenturberichten<\/a> daf\u00fcr nun klar dem iPhone-Hersteller zu.<\/p>\n<p>Kommissionssprecher Thomas Regnier erkl\u00e4rte in Br\u00fcssel, Apple habe keine L\u00f6sung entwickelt, die den europ\u00e4ischen Vorgaben f\u00fcr Datenschutz, Sicherheit und Interoperabilit\u00e4t entspreche. Stattdessen habe das Unternehmen eine Ausnahme von seinen Verpflichtungen im Rahmen des europ\u00e4ischen Digital Markets Act beantragt.<\/p>\n<p>Nach Darstellung der Kommission sei eine solche Sonderregelung jedoch nicht vorgesehen. Apple habe daher selbst entschieden, Siri AI vorerst nicht in der EU einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Apple will es ganz anders sehen<\/p>\n<p>Die Aussagen stehen im Gegensatz zur Darstellung Apples. Der Konzern hatte nach der Vorstellung von iOS 27 erkl\u00e4rt, die europ\u00e4ischen Regulierungsbeh\u00f6rden h\u00e4tten konstruktive Vorschl\u00e4ge des Unternehmens nicht akzeptiert.<\/p>\n<p>In Cupertino ist man sich sehr klar dar\u00fcber, wie schlecht dieses neuerliche Taktieren ankommt, eigens zu dieser Angelegenheit hat man eine separate Pressemeldung an die Medien verteilt, in der das Apple-Narrativ ausf\u00fchrlich vertieft wird.<\/p>\n<p>Softwarechef Craig Federighi zeigte sich demonstrativ entt\u00e4uscht. Apple hatte unter anderem ein Konzept namens \u201eTrusted System Agent\u201c vorgeschlagen. Dieses sollte es alternativen Sprachassistenten erm\u00f6glichen, auf \u00e4hnliche Ger\u00e4tefunktionen zuzugreifen wie Siri, ohne dabei die Sicherheits- und Datenschutzarchitektur des Systems zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der EU-Kommission ging es jedoch nicht um die Bewertung einzelner technischer Vorschl\u00e4ge. Stattdessen habe Apple eine generelle Befreiung von den Interoperabilit\u00e4tsvorgaben gefordert.<\/p>\n<p>Apple wiederum argumentiert, dass die Anforderungen des Digital Markets Act externen KI-Systemen weitreichenden Zugriff auf Ger\u00e4tefunktionen erm\u00f6glichen w\u00fcrden und dadurch Datenschutzrisiken entstehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Nutzer in der Europ\u00e4ischen Union hat der Streit konkrete Folgen. Die neue Siri-KI wird beim Start von iOS 27 und iPadOS 27 in Europa nicht verf\u00fcgbar sein. Damit fehlen unter anderem die neuen Chatbot-Funktionen, die M\u00f6glichkeit zur Speicherung und Fortsetzung von Gespr\u00e4chen sowie weitere KI-gest\u00fctzte Siri-Erweiterungen.<\/p>\n<p>Apple betont zwar, weiterhin mit den europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden zusammenarbeiten zu wollen, um Siri AI langfristig auch in der EU anzubieten. Einen konkreten Zeitplan f\u00fcr die Einf\u00fchrung nannte das Unternehmen jedoch nicht.<\/p>\n<p>Geschichte wiederholt sich<\/p>\n<p>Apple taktiert und laviert genauso, wie vor Jahren <a href=\"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/apple-intelligence-iphone-mirroring-und-mehr-neue-top-features-nicht-in-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">bei der Einf\u00fchrung von Apple Intelligence<\/a>. Auch hier konnten zun\u00e4chst nur Nutzer am Mac die neuen Features nutzen \u2013 und noch eine Parallele gibt es.<\/p>\n<p>Ebenso wie damals gibt es die neuen KI-Features zun\u00e4chst nur in Englisch. Die meisten EU-Nutzer h\u00e4tten somit im Alltag zun\u00e4chst kaum Verwendung f\u00fcr Siri AI. Und wie damals steht zu vermuten, dass die Konflikte mit Br\u00fcssel auf wundersame Weise verschwinden werden, sobald Apple es geschafft hat, Siri AI und seine neuen KI-Features in weiteren wichtigen EU-Sprachen zu lokalisieren \u2013 das d\u00fcrfte vermutlich im kommenden Fr\u00fchling der Fall sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apples Entscheidung, die neue Siri AI zun\u00e4chst nicht in der EU anzubieten, st\u00f6\u00dft bei den Kunden erwartungsgem\u00e4\u00df nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":208042,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[76,75,74,2529,269,15511,60633],"class_list":["post-208041","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-markt","tag-politik","tag-siri","tag-siri-ai"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116724290633479945","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=208041"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/208041\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/208042"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=208041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=208041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=208041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}