{"id":209658,"date":"2026-06-10T23:36:13","date_gmt":"2026-06-10T23:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/209658\/"},"modified":"2026-06-10T23:36:13","modified_gmt":"2026-06-10T23:36:13","slug":"igcc-bericht-erde-nimmt-immer-mehr-waerme-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/209658\/","title":{"rendered":"IGCC-Bericht: Erde nimmt immer mehr W\u00e4rme auf"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Aussto\u00df an Treibhausgasen steigt weiterhin, die Erde nimmt immer mehr Energie auf und die Tage mit Meereshitzewellen werden h\u00e4ufiger. Das geht aus dem j\u00fcngsten Report Indicators of Global Climate Change (IGCC) hervor, den f\u00fchrende Wissenschafter zur derzeit tagenden UN-Klimakonferenz in Bonn pr\u00e4sentieren. Die j\u00e4hrlich erscheinende Auswertung gilt als Zwischenbilanz f\u00fcr die Berichte des Weltklimarats IPCC, die nur im Abstand mehrerer Jahre herauskommen. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Mitautor Thomas Fr\u00f6licher von der Universit\u00e4t Bern fasst die Datenlage in drei Grunds\u00e4tzen zusammen: &#8222;Wir sto\u00dfen mehr Treibhausgase als je zuvor aus. Dies f\u00fchrt zu einem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen wie CO2, Methan oder Stickstoff in der Atmosph\u00e4re. Und dadurch speichern wir mehr W\u00e4rme im Erdsystem und bringen die Welt aus dem Gleichgewicht.&#8220; Die Kernaussagen:<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die gesamten globalen Emissionen entsprachen im Jahr 2024 dem Effekt von rund 56,8 Milliarden Tonnen CO2. Davon entfielen 38,6 Milliarden Tonnen (Gigatonnen CO2; GtCO2) auf CO2 aus fossilen Brennstoffen und Industrie. Im Durchschnitt der Jahre 2015-2024 waren es 54,6 GtCO2 &#8211; davon 36,7 aus fossilen Brennstoffen und Industrie. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Entsprechend ist die globale mittlere Konzentration wichtiger Treibhausgase in der Atmosph\u00e4re 2025 im Vergleich zu 2019 &#8211; den j\u00fcngsten Daten des Weltklimareports &#8211; weiter gestiegen. Bei CO2 um 15,6 auf 425,6 ppm (Teile pro Million), bei Methan um 70,2 auf 1936,3 ppb (Teile pro Milliarde). <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Als Folge nimmt das sogenannte Energieungleichgewicht der Erde zu: Dieses entsteht, weil etwa durch die Treibhausgase mehr Energie in das Erdsystem kommt als es verl\u00e4sst. Das zeigt, wie schnell sich W\u00e4rme im Klimasystem ansammelt. Laut Report hat der Wert sich von 0,40 Watt pro Quadratmeter im Zeitraum 1976\u20131995 auf 1,04 Watt pro Quadratmeter im Zeitraum 2006\u20132025 mehr als verdoppelt. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Als Ursachen nennt der Report die steigenden Konzentrationen langlebiger Treibhausgase, aber auch R\u00fcckg\u00e4nge beim Aussto\u00df k\u00fchlender Aerosole wie Schwefeldioxid und eine erh\u00f6hte Aufnahme der Erde von Sonnenstrahlung durch geringere Reflexion an Wolken und kleiner werdende Meereisfl\u00e4chen. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die globale Erw\u00e4rmung der Erde setzt sich demnach mit hoher Geschwindigkeit fort: Im Zeitraum 2010\u20132019 waren es noch 0,23 Grad pro Jahrzehnt. F\u00fcr 2016-2025 berechneten die Forscher 0,27 Grad pro Jahrzehnt &#8211; das entspricht der Rate von 2015-2024. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Seit den 1970er-Jahren haben die Ozeane laut Report etwa 90 Prozent der \u00fcbersch\u00fcssigen W\u00e4rmeaufnahme gespeichert. Der verbleibende Anteil verteilt sich auf die Erw\u00e4rmung der Landfl\u00e4chen und der Atmosph\u00e4re sowie das Abschmelzen von Eis. So ist im Ozean laut Report seit den 1990er-Jahren etwa &#8222;eine robuste Zunahme der Erw\u00e4rmung in Tiefen zwischen 700 und 2000 Metern zu beobachten&#8220;. Die Temperaturen \u00fcber den Landfl\u00e4chen sind vom Zeitraum 1850\u20131900 bis zum Jahrzehnt 2016\u20132025 um 1,81 Grad angestiegen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Neu aufgenommen im Report wurden die Tage mit Meereshitzewellen, deren Anzahl sich von 1991 bis 2025 mehr als verdreifacht habe. Im Jahr 2025 gab es im Durchschnitt an jedem Ort der Ozeanoberfl\u00e4che an 65 Tagen Meereshitzewellen. Dabei ist die Temperatur um einen bestimmten Wert erh\u00f6ht. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Bei zwei wichtigen Klimaindikatoren wurde nach Angaben der Mitautorin Karina von Schuckmann eine Beschleunigung \u00fcber l\u00e4ngere Zeit nachgewiesen. Das sei neben dem Energieungleichgewicht der Erde der Meeresspiegelanstieg, der durch die Erw\u00e4rmung der Ozeane und das Abschmelzen von Eis auf Land entsteht. Von 1971 bis 2018 waren es laut Report rund 2,33 Millimeter pro Jahr, von 2018 bis 2025 bereits 3,84 Millimeter pro Jahr. Schuckmann ist Beraterin bei der Forschungsorganisation Mercator Ocean International in Toulouse.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wenn der Mensch die Erderw\u00e4rmung mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit auf 1,5 Grad begrenzen m\u00f6chte, darf er laut IGCC nur noch 130 GtCO2 produzieren. Bei den derzeitigen Emissionen werde das Budget in drei Jahren aufgebraucht sein. Bei einer Begrenzung auf 1,7 Grad seien es noch 500 GtCO2 und damit zw\u00f6lf Jahre.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">F\u00fcr den Report haben mehr als 70 Forscher \u00fcber 40 Datens\u00e4tzen ausgewertet, von denen viele nach Autorenangaben nun durch Entscheidungen \u00fcber die \u00f6ffentliche Finanzierung gef\u00e4hrdet seien. N\u00f6tig sei ein abgestimmtes internationales Vorgehen, um die Kontinuit\u00e4t der Klimabeobachtungen zu gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Dem Report zufolge steigt der Aussto\u00df an Treibhausgas-Emissionen zwar nicht mehr so schnell wie in den 2000er-Jahren, er erh\u00f6ht sich aber immer noch. Die Menschheit sei demnach sehr weit davon entfernt, &#8222;jetzt auf einem abnehmenden Pfad zu sein&#8220;, sagt Mitautorin Sonia Seneviratne von der ETH Z\u00fcrich. Die Zunahme der Emissionen &#8222;finde ich sehr schwierig zu verstehen, wenn wir wissen, dass es das Pariser Abkommen 2015 gegeben hat&#8220;, sagt sie. &#8222;Man sieht, dass die Emissionen einfach weiter zunehmen, obwohl wir sehr viele Alternativen haben.&#8220;<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Sie verwies auf \u00c4thiopien, das ein Importverbot von Verbrennern verf\u00fcgt hat. &#8222;Also wenn \u00c4thiopien das schafft, denke ich, k\u00f6nnten viele L\u00e4nder in Europa das auch schaffen.&#8220;<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Aussto\u00df an Treibhausgasen steigt weiterhin, die Erde nimmt immer mehr Energie auf und die Tage mit Meereshitzewellen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":209659,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[11392,257,75,5699,3281,40,41,1434,39,5698,66,65,64],"class_list":["post-209658","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-bonn","tag-deutschland","tag-europa","tag-klimakrise","tag-klimawandel","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsticker","tag-schlagzeilen","tag-umweltpolitik","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/209658","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=209658"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/209658\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/209659"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=209658"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=209658"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=209658"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}