{"id":210151,"date":"2026-06-11T07:39:11","date_gmt":"2026-06-11T07:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/210151\/"},"modified":"2026-06-11T07:39:11","modified_gmt":"2026-06-11T07:39:11","slug":"tu-graz-spuerroboter-fuer-sichere-einsaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/210151\/","title":{"rendered":"TU Graz: Sp\u00fcrroboter f\u00fcr sichere Eins\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>        <a href=\"https:\/\/www.inside-graz.at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/spuerroboter.jpg\" data-caption=\"Foto Lunghammer \/ TU Graz \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/spuerroboter-640x427.jpg\"   alt=\"Feuerwehr Sp\u00fcrroboter\" title=\"Feuerwehr Sp\u00fcrroboter\"\/><\/a>Foto Lunghammer \/ TU Graz <\/p>\n<p>Ein von der TU Graz mitentwickelter Sp\u00fcrroboter kann gef\u00e4hrliche Stoffe in Einsatzgebieten erkennen und Feuerwehren damit bei riskanten Schadstoffeins\u00e4tzen unterst\u00fctzen. Der ferngesteuerte Roboter bewegt sich auf vier Beinen, liefert Messdaten sowie Kamerabilder in Echtzeit und kann als technische Vorhut in Gefahrenbereiche geschickt werden. Eine aktuelle Studie zeigt nun, wie solche Systeme k\u00fcnftig in den Feuerwehralltag integriert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei Chemieunf\u00e4llen, Br\u00e4nden in Industrieanlagen oder anderen Schadstofflagen m\u00fcssen Einsatzkr\u00e4fte rasch feststellen, welche Gefahrenstoffe vorhanden sind. Bisher bedeutet das h\u00e4ufig, dass Feuerwehrleute in Schutzanz\u00fcgen direkt in den Gefahrenbereich vordringen m\u00fcssen, um erste Messungen vorzunehmen. Das ist zeitaufwendig und mit erheblichen Risiken verbunden.<\/p>\n<p>Gefahrstoffe messen, ohne Einsatzkr\u00e4fte zu gef\u00e4hrden<\/p>\n<p>Genau hier setzt der Sp\u00fcrroboter an. Assistenzroboter mit integrierter Messtechnik k\u00f6nnten das Risiko f\u00fcr Einsatzkr\u00e4fte deutlich reduzieren. Zwar wird in diesem Bereich bereits seit Jahren geforscht, doch praxistaugliche Systeme f\u00fcr den realen Einsatz sind noch immer selten.<\/p>\n<p>Gerald Steinbauer-Wagner, Robotikforscher an der TU Graz, hat gemeinsam mit Partner*innen aus Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz an einer L\u00f6sung gearbeitet, die diese L\u00fccke schlie\u00dfen soll. Das Team kombinierte einen kompakten vierbeinigen Roboter mit Messger\u00e4ten, die bei Feuerwehren bereits etabliert sind. In gro\u00df angelegten Schadstoff\u00fcbungen wurde das System unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen getestet.<\/p>\n<p>\u201eDer Sp\u00fcrroboter kann im Einsatz vorgeschickt werden. Er misst Schadstoffkonzentrationen und liefert die Daten zusammen mit einem Kamerabild in Echtzeit aus dem Gefahrenbereich. Damit k\u00f6nnen die Einsatzkr\u00e4fte die Lage beurteilen, ohne die gef\u00e4hrliche Zone betreten zu m\u00fcssen\u201c, erkl\u00e4rt Steinbauer-Wagner.<\/p>\n<p>Technik f\u00fcr den realen Feuerwehreinsatz<\/p>\n<p>Ein zentraler Punkt bei der Entwicklung war die einfache Einbindung in bestehende Feuerwehrabl\u00e4ufe. Auf Basis einer umfassenden Anforderungsanalyse wurden eine passende Einsatztaktik sowie standardisierte Regeln f\u00fcr den Umgang mit dem Roboter entwickelt. Ziel ist es, eine m\u00f6glichst reibungslose Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sicherzustellen.<\/p>\n<p>Bewusst verzichtete das Entwicklungsteam auf GNSS oder externe Kommunikationsinfrastruktur. Stattdessen kommen f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Sensorik, Datenverarbeitung, Kommunikation und Visualisierung kommerziell verf\u00fcgbare Komponenten zum Einsatz. Durch diese robuste und zugleich klar auf die Kernaufgabe des Sp\u00fcrens ausgerichtete Konzeption soll der Roboter im Einsatzalltag handhabbar und zuverl\u00e4ssig bleiben.<\/p>\n<p>Mehr Sicherheit und schnellere Lagebeurteilung<\/p>\n<p>Eine FFG-gef\u00f6rderte Potenzialanalyse best\u00e4tigt, dass der Roboter nicht nur die Sicherheit der Einsatzkr\u00e4fte erh\u00f6hen, sondern auch die Effizienz verbessern kann. W\u00e4hrend sich die Feuerwehrtrupps noch ausr\u00fcsten, kann der Roboter bereits erste Messwerte und Bilder aus dem Gefahrenbereich liefern. Dadurch erhalten Einsatzleiter*innen fr\u00fcher belastbare Informationen f\u00fcr die Lagebeurteilung.<\/p>\n<p>\u201eDie Ergebnisse der Feldtests waren hinsichtlich Mobilit\u00e4t, Benutzerfreundlichkeit und Einsatzwirksamkeit \u00e4u\u00dferst vielversprechend\u201c, sagt Steinbauer-Wagner.<\/p>\n<p>Auch aus Sicht der Feuerwehr ist der Nutzen klar erkennbar. Gerald Czech vom \u00d6sterreichischen Bundesfeuerwehrverband betont: \u201eWenn morgen ein echter Schadstoffeinsatz stattfindet, w\u00fcrde ich zuerst den Roboter in den Gefahrenbereich schicken. F\u00fcr die Feuerwehr z\u00e4hlt im Schadstoffeinsatz jede Minute. Wenn ein Roboter bereits w\u00e4hrend des Ausr\u00fcstens der Einsatzkr\u00e4fte erste Messdaten und Bilder aus dem Gefahrenbereich liefert, gewinnen wir wertvolle Zeit f\u00fcr die Lagebeurteilung. Das erh\u00f6ht die Sicherheit der Einsatzkr\u00e4fte und verbessert die Einsatzf\u00fchrung.\u201c<\/p>\n<p>Studie empfiehlt Integration in Schadstoffz\u00fcge<\/p>\n<p>Die beteiligten Expert:innen der Landesfeuerwehrverb\u00e4nde Steiermark und Ober\u00f6sterreich, der TU Graz, der FH Ober\u00f6sterreich und des Disaster Competence Network Austria sprechen sich daf\u00fcr aus, Sp\u00fcrroboter k\u00fcnftig fest in die Struktur von Schadstoffz\u00fcgen einzubinden.<\/p>\n<p>Damit die Feuerwehren den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen aus der Technologie ziehen k\u00f6nnen, empfiehlt die Studie unter anderem eine Anpassung der Ausbildung an die neuen taktischen M\u00f6glichkeiten. Auch technische Vorgaben f\u00fcr die Beschaffung sollten vereinheitlicht werden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig zeigt die Analyse noch Verbesserungsbedarf auf, etwa bei der Digitalisierung etablierter Messger\u00e4te oder bei der Schutzklasse kosteng\u00fcnstiger kommerzieller Laufroboter. Die Praxistests best\u00e4tigten jedoch die hohe Wirksamkeit des Konzepts.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Empfehlung lautet daher, die L\u00fccke zwischen Forschung und Praxis durch diese feldtauglichen Systeme zu schlie\u00dfen, um den Einsatzdienst nachhaltig sicherer zu gestalten\u201c, so Steinbauer-Wagner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto Lunghammer \/ TU Graz Ein von der TU Graz mitentwickelter Sp\u00fcrroboter kann gef\u00e4hrliche Stoffe in Einsatzgebieten erkennen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":210152,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[46,42,3104,183,44,5460],"class_list":["post-210151","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-graz","tag-at","tag-austria","tag-feuerwehr","tag-graz","tag-oesterreich","tag-tu-graz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116730342206848497","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=210151"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210151\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/210152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=210151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=210151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=210151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}