{"id":210721,"date":"2026-06-11T13:59:12","date_gmt":"2026-06-11T13:59:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/210721\/"},"modified":"2026-06-11T13:59:12","modified_gmt":"2026-06-11T13:59:12","slug":"migranten-papst-appelliert-an-das-gewissen-europas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/210721\/","title":{"rendered":"Migranten: Papst appelliert an das Gewissen Europas"},"content":{"rendered":"<p>Leo XIV. hat auf Gran Canaria eindringlich auf das Drama von Bootsfl\u00fcchtlingen und Migranten aufmerksam gemacht.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-06\/wortlaut-migranten-gran-canaria-papst-leo-xiv-spanien-kanaren.html\" title=\"Wortlaut: Rede von Papst Leo \u00fcber Migration auf Gran Canaria\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/11\/2026-06-11-viaggio-apostolico-in-spagna---incontro-con-le-realta\/1781177767243.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Wortlaut: Rede von Papst Leo \u00fcber Migration auf Gran Canaria\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Hier finden Sie die Rede, die Papst Leo XIV. an diesem Donnerstag im Hafen von Arguinegu\u00edn in Las Palmas de Gran Canaria (Spanien) gehalten hat, in einer deutschen Fassung.\n     <\/p>\n<p>Stefan von Kempis &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>\u201eHeute stellt uns hier am Ufer des Meeres jedes Leben, das ankommt, die Frage, was von unserer Menschlichkeit \u00fcbrigbleibt\u201c, sagte der Papst an diesem Donnerstag im Hafen von Arguinegu\u00edn in Las Palmas de Gran Canaria. Die Kanarischen Inseln sind ein Hotspot der Fl\u00fcchtlings- und Migrationskrise; von Afrika aus versuchen jedes Jahr Zehntausende von Menschen in kaum seetauglichen Booten, die spanischen Kanaren und damit Europa zu erreichen. Las Palmas de Gran Canaria liegt nur 150 km von der marokkanischen K\u00fcste entfernt. Nach einer Sch\u00e4tzung der NGO Caminando Fronteras starben allein in den ersten f\u00fcnf Monaten des Jahres 2026 \u00fcber 1.300 Bootsfl\u00fcchtlinge bei dem Versuch, auf der sogenannten Atlantikroute Spanien zu erreichen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/11\/2026-06-11-viaggio-apostolico-in-spagna---incontro-con-le-realta\/1781175968831.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Bei der Begegnung\" title=\"Bei der Begegnung\"\/><\/p>\n<p>\n   Bei der Begegnung \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>\u201eDieses Drama muss zu einer Gewissenspr\u00fcfung werden\u201c <\/p>\n<p>\u201eDieses Drama (der Migranten) muss zu einer Gewissenspr\u00fcfung werden\u201c, forderte Leo: \u201ef\u00fcr die Herkunftsl\u00e4nder, die Bedingungen f\u00fcr Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung schaffen m\u00fcssen; f\u00fcr die Transitl\u00e4nder, die dazu aufgerufen sind, die Schwachen zu sch\u00fctzen und sie nicht in die H\u00e4nde krimineller Netzwerke zu \u00fcberlassen; f\u00fcr Europa, das nicht die Menschenw\u00fcrde proklamieren kann und sich dabei nicht daran gew\u00f6hnen darf, dass das Mittelmeer und der Atlantik zu Friedh\u00f6fen ohne Grabsteine werden; f\u00fcr die internationale Gemeinschaft, die zu einer wirksamen und beharrlichen Zusammenarbeit aufgerufen ist.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/11\/2026-06-11-viaggio-apostolico-in-spagna---incontro-con-le-realta\/1781175962065.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Bei der Begegnung im Hafen von Arguinegu\u00edn (Gran Canaria)\" title=\"Bei der Begegnung im Hafen von Arguinegu\u00edn (Gran Canaria)\"\/><\/p>\n<p>\n   Bei der Begegnung im Hafen von Arguinegu\u00edn (Gran Canaria) \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Wie einst Franziskus <\/p>\n<p>Auch die Kirche m\u00fcsse sich dieser Frage stellen: Die Aufnahme von Migranten d\u00fcrfe \u201eweder eine Nebensache sein noch allein einigen Freiwilligen \u00fcberlassen werden\u201c. Wer vor dem Altar niederknie, d\u00fcrfe danach nicht gleichg\u00fcltig an Fl\u00fcchtlingsbooten vorbeigehen. Leo kn\u00fcpfte im Ernst seiner Mahnungen an seinen Vorg\u00e4nger Franziskus (2013-25) an; dessen erste Reise nach der Wahl zum Papst hatte <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2019-07\/lampedusa-papst-franziskus-besuch-jahrestag-migranten-fluechtlin.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">im Sommer 2013 auf die Fl\u00fcchtlingsinsel Lampedusa<\/a> vor Sizilien gef\u00fchrt. Wie sein Vorg\u00e4nger in Lampedusa erinnerte auch Leo XIV. auf Gran Canaria mit einem Gedenkkranz an alle, die den Versuch der \u00dcberfahrt nach Europa mit dem Leben bezahlt haben. Er segnete au\u00dferdem\u00a0ein Kreuz, das aus Holzfragmenten von Fl\u00fcchtlingsbooten angefertigt war.\u00a0 Vor allem aber appellierte Leo an Beh\u00f6rden, Politiker, internationale Organisationen, alle Konfessionen und Religionen sowie an alle Menschen guten Willens: \u201eEs reicht nicht aus, Ank\u00fcnfte zu verwalten, Zahlen zu verteilen, Grenzen verst\u00e4rkt zu sichern oder Todesf\u00e4lle zu beklagen, wenn sie bereits eingetreten sind. Jedes Boot, das ankommt, bringt nicht nur Migranten mit sich; es bringt eine Frage mit sich: Welche Welt haben wir geschaffen, wenn so viele Br\u00fcder und Schwestern den Tod riskieren m\u00fcssen, um Leben zu suchen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir d\u00fcrfen uns nicht daran gew\u00f6hnen, Tote zu z\u00e4hlen! Die Menschenw\u00fcrde hat keinen Reisepass\u201c<\/p>\n<p>Zentraler Ausgangspunkt f\u00fcr den Papst war, wie \u00fcberhaupt in den bisherigen Ansprachen seiner Spanienreise und namentlich im Parlament von Madrid, die unver\u00e4u\u00dferliche W\u00fcrde des Menschen. \u201eDie Menschenw\u00fcrde erfordert legale und sichere Wege, Rettung und Hilfe, echte Zusammenarbeit gegen Menschenh\u00e4ndler, wirksamen Opferschutz, ernsthafte Aufnahme- und Integrationsprozesse sowie politische Ma\u00dfnahmen, die es jedem Menschen erm\u00f6glichen, in seiner Heimat in W\u00fcrde zu leben\u2026 Wir d\u00fcrfen uns nicht daran gew\u00f6hnen, Tote zu z\u00e4hlen. Die Menschenw\u00fcrde hat keinen Reisepass und verliert ihren Wert beim \u00dcberqueren einer Grenze nicht.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/11\/2026-06-11-viaggio-apostolico-in-spagna---incontro-con-le-realta\/1781175964756.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Bei der Begegnung im Hafen\" title=\"Bei der Begegnung im Hafen\"\/><\/p>\n<p>\n   Bei der Begegnung im Hafen \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Auf die j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-12\/eu-pakt-migration-rat-massnahmen-nicht-umsetzbar-caritas-forti.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Versch\u00e4rfungen im Asylrecht und Grenzregime<\/a> der Europ\u00e4ischen Union ging der Papst nicht ein. Stattdessen erinnerte er wie einst <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2023-05\/italien-sizilien-raspanti-mafia-jahrestag-johannes-paul-kirche.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Johannes Paul II. bei seinem ber\u00fchmten Aufruf gegen die Mafia 1993 in Agrigent<\/a> daran, dass wir uns alle dereinst vor Gott verantworten m\u00fcssen. \u201eUnd m\u00f6ge die Geschichte uns nicht vorwerfen, dass wir den Schmerz derer, die leiden, zu einem allt\u00e4glichen Anblick an unseren K\u00fcsten gemacht haben. Denn heute stellt uns hier am Ufer des Meeres jedes Leben, das ankommt, die Frage, was von unserer Menschlichkeit \u00fcbrigbleibt. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird sich zeigen, ob wir diese Menschlichkeit zu bewahren wussten oder ob wir zulie\u00dfen, dass die Gleichg\u00fcltigkeit uns gelenkt hat.\u201c<\/p>\n<p>Direkter Appell an Migranten <\/p>\n<p>\u201e\u00dcberlasst eure Existenz nicht denen, die damit Handel treiben\u201c<\/p>\n<p>In seiner Rede beschrieb Papst Leo mafi\u00f6se Menschenschlepper und Menschenh\u00e4ndler mit biblischen Bildern von Meeresungeheuern. Und er wandte sich auch direkt an Fl\u00fcchtlinge und Migranten: Er verneige sich vor ihrer W\u00fcrde. \u201eIhr seid keine Zahlen und keine Aktennummern. Ihr seid Menschen mit einer Familie und einem Zuhause, das ihr zur\u00fcckgelassen habt; mit Tr\u00e4umen, die niemand das Recht hat, zu missachten. Aber ich m\u00f6chte euch auch sagen, dass euer Leben gesch\u00fctzt werden muss. \u00dcberlasst eure Existenz nicht denen, die damit Handel treiben. Glaubt nicht denen, die euch ein leichtes Paradies im Tausch f\u00fcr euren K\u00f6rper, euer Geld, euer Schweigen oder eure Freiheit versprechen. Diese falschen Versprechungen sind \u201aSirenenges\u00e4nge\u2018, sie sind Gewerbe des Todes.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/11\/2026-06-11-viaggio-apostolico-in-spagna---incontro-con-le-realta\/1781176568755.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Bei der Begegnung im Hafen\" title=\"Bei der Begegnung im Hafen\"\/><\/p>\n<p>\n   Bei der Begegnung im Hafen \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Hafen der Schande <\/p>\n<p>Zu Beginn der Begegnung erinnerte der kanarische Bischof Jos\u00e9 Mazuelos P\u00e9rez daran, dass die Medien den Hafen von Arguinegu\u00edn wegen der dramatischen Szenen, die sich in den letzten Jahren dort abspielten, \u201eHafen der Schande\u201c getauft haben. Allein im Jahr 2020 landeten dort binnen einer Woche 3.000 Migranten. Wegen der Covid-Pandemie durften sie allerdings nicht in den Hafen einlaufen; die Caritas brachte ihnen damals per Boot Nahrungsmittel und sanit\u00e4res Material. \u201eHier kamen Tausende von Menschen an, die vor Hunger, Krieg und Verzweiflung flohen \u2013 M\u00e4nner, Frauen und Kinder, die auf der sogenannten Atlantikroute, einer der gef\u00e4hrlichsten der Welt, vor allem aus Senegal, Mauritanien, Gambia, Mali und Marokko in kleinen Booten hier anlangten, wobei sie manchmal Routen von 1.600 km hinter sich hatten.\u201c Dass der Papst hierhin gefunden habe, stelle \u201eviel mehr als eine Geste\u201c dar, es sei \u201eein Licht, eine Erinnerung daran, dass keiner unsichtbar ist, dass jedes Leben z\u00e4hlt und dass Gleichg\u00fcltigkeit niemals die Antwort sein kann\u201c.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/11\/2026-06-11-viaggio-apostolico-in-spagna---incontro-con-le-realta\/1781176867476.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Bei der Begegnung im Hafen von Arguinegu\u00edn\" title=\"Bei der Begegnung im Hafen von Arguinegu\u00edn\"\/><\/p>\n<p>\n   Bei der Begegnung im Hafen von Arguinegu\u00edn \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Der Kapit\u00e4n, die Mutter, das M\u00e4dchen <\/p>\n<p>Einige Teilnehmende an der Begegnung mit dem Papst gaben in kurzen Ansprachen einen Einblick in das Drama der Migration. Ein Kapit\u00e4n der Seenotrettung erkl\u00e4rte, er habe zusammen mit seinem Team in den letzten Jahren sch\u00e4tzungsweise mehr als 20.000 Menschen gerettet. \u201eIch werde nie eine Mutter vergessen, die mit ihrem Kind in einem kleinen Boot unterwegs war, zwischen Verletzten und leblosen K\u00f6rpern. Als sie bereits sicher an Bord waren, n\u00e4herte sich die Frau dem etwa 14-j\u00e4hrigen Kind, nahm ihm die M\u00fctze und die Jacke ab und holte goldene Ohrringe hervor, um sie ihm anzustecken. Es war ein M\u00e4dchen. Sie weinte und ich weinte, denn ich bin Vater von zwei Teenagern. Es h\u00e4tten meine T\u00f6chter sein k\u00f6nnen. Bei jeder Rettung sehen wir einen Menschen, dessen Leben direkt von uns abh\u00e4ngt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir haben gelernt, dass es nicht darum geht, alles zu l\u00f6sen\u201c<\/p>\n<p>Eine Caritas-Freiwillige erz\u00e4hlte, wie es ist, wenn auf einmal ein Fl\u00fcchtlingsboot im Hafen anlangt. \u201eWir haben gelernt, dass es nicht darum geht, alles zu l\u00f6sen, sondern einfach da zu sein. Zuh\u00f6ren, Gesten der N\u00e4he zeigen \u2013 ein Paar Turnschuhe, eine Jacke, ein Kaffee \u2013 oder dabei helfen, die notwendigen Unterlagen zu beschaffen, das ist bereits eine Form der Begleitung. Wir haben entdeckt, dass kleine Gesten, ein L\u00e4cheln oder ein Blick, Hoffnung vermitteln und jemandem das Gef\u00fchl geben k\u00f6nnen, willkommen zu sein, auch ohne gemeinsame Sprache.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/11\/2026-06-11-viaggio-apostolico-in-spagna---incontro-con-le-realta\/1781176564565.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Der Bischof von Islas Canarias, Jos\u00e9 Mazuelos P\u00e9rez\" title=\"Der Bischof von Islas Canarias, Jos\u00e9 Mazuelos P\u00e9rez\"\/><\/p>\n<p>\n   Der Bischof von Islas Canarias, Jos\u00e9 Mazuelos P\u00e9rez \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Mit 22 Jahren in den F\u00e4ngen der Menschenschlepper <\/p>\n<p>Bedr\u00fcckend war die Rede einer Nigerianerin namens Blessing, die aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht an der Begegnung teilnehmen konnte und deren Text daher verlesen wurde. Da war davon die Rede, wie sie sich mit 22 Jahren in die H\u00e4nde einer Mafia-Organisation gab, um ihr Land zu verlassen. Was folgte, waren Monate der Gefangenschaft noch in Nigeria, dann eine riskante \u00dcberfahrt nach Europa.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend der Reise wurde ich von einem Mann aus der Mafia schwanger. Als wir in Spanien ankamen, nahmen sie mir mein Baby weg, um mich zur Prostitution zu zwingen. Sie behandelten mich sehr schlecht. Sie trennten mich von meinem Sohn. Er war elf Monate alt, als die Polizei diejenigen festnahm, die mich gefangen hielten, und ich ihn endlich bei mir haben konnte.\u201c Seitdem habe sich ihr Leben dank der sozialen Hilfe der Kirche langsam ver\u00e4ndert. \u201eEs war nicht einfach, und es gibt Tage, an denen die Hoffnung sehr klein wird. Aber ich habe gelernt, wieder an mich selbst zu glauben. Ich habe gelernt, dass ich es schaffen kann.\u201c<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend warf Papst Leo XIV. eine Blumenkrone ins Wasser, zu Ehren derjenigen, die die Suche nach einem besseren Leben mit dem Tod bezahlt haben &#8211; und segnete ein Kreuz, das aus dem Holz eines Cayucos, also eines schlichten Holzbootes, wie es teils von Migranten genutzt wird und das in Arguinegu\u00edn anlegte, gefertigt ist.<\/p>\n<p>(vatican news \u2013 sk)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leo XIV. hat auf Gran Canaria eindringlich auf das Drama von Bootsfl\u00fcchtlingen und Migranten aufmerksam gemacht. 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