{"id":21111,"date":"2026-03-02T11:10:15","date_gmt":"2026-03-02T11:10:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/21111\/"},"modified":"2026-03-02T11:10:15","modified_gmt":"2026-03-02T11:10:15","slug":"anthropic-ceo-nennt-vorgehen-des-pentagons-vergeltend-und-strafend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/21111\/","title":{"rendered":"Anthropic-CEO nennt Vorgehen des Pentagons \u201evergeltend und strafend\u201c"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Anthropic-CEO-calls-Pentagon-s-actions-retaliatory-and-punitive-11193935.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Anthropic-Gr\u00fcnder Dario Amodei hat nun \u00f6ffentlich auf die Einstufung seines Unternehmens als Sicherheitsrisiko durch das US-Verteidigungsministerium reagiert. In einem Interview mit CBS, das spricht er von einem beispiellosen Vorgang: \u201eDiese Einstufung hat es noch nie zuvor bei einem amerikanischen Unternehmen gegeben. Und ich denke, es wurde in einigen ihrer Erkl\u00e4rungen, in ihrer Wortwahl, sehr deutlich, dass dies vergeltend und strafend war\u201c, so Amodei.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Im Interview, das in Ausz\u00fcgen etwa <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QFDz6q-Qthk\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">bei YouTube zu sehen ist<\/a>, stellte der Anthropic-Chef den Konflikt als Frage amerikanischer Grundwerte dar. Was man getan habe, geschah zum Wohl des Landes und zur Unterst\u00fctzung der nationalen Sicherheit der USA. Die roten Linien, die Anthropic gezogen habe, seien ebenfalls Ausdruck dieser Werte.<\/p>\n<p>Als das Pentagon mit der Lieferketten-Einstufung und dem Defense Production Act gedroht habe, habe Anthropic lediglich von seinem Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung Gebrauch gemacht. \u201eMeinungsverschiedenheiten mit der Regierung sind das Amerikanischste auf der Welt\u201c, so Amodei gegen\u00fcber CBS. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anthropic.com\/news\/statement-comments-secretary-war\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">In einer Mitteilung<\/a> k\u00fcndigte das Unternehmen an, die Einstufung als Lieferkettenrisiko gerichtlich anzufechten. Eine solche Einstufung hat zur Folge, dass Unternehmen, die mit dem Pentagon Gesch\u00e4fte machen wollten, keine Vertr\u00e4ge mit Antrophic schlie\u00dfen d\u00fcrften. Laut dem Antrophic-Statement auf der Unternehmenswebsite sei die Ma\u00dfnahme rechtlich nicht haltbar und schaffe einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr jedes amerikanische Unternehmen, das mit der Regierung verhandelt. <\/p>\n<p>Das sind die zwei roten Linien<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Pentagon-vs-Anthropic-KI-Freigabe-soll-jetzt-mit-Kriegsgesetz-erzwungen-werden-11188431.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das Pentagon hatte Anthropic im Juli 2025 einen 200-Millionen-Dollar-Vertrag<\/a> f\u00fcr die Entwicklung agentischer KI-Arbeitsabl\u00e4ufe zugesagt. In den anschlie\u00dfenden Verhandlungen forderte Anthropic jedoch Leitplanken f\u00fcr zwei konkrete Einsatzbereiche. \u00d6ffentlich eskalierte der Streit, als bekannt wurde, dass Anthropic-Technologie bei der US-Milit\u00e4roperation zur Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicol\u00e1s Maduro eingesetzt wurde \u2013 in welcher Form genau, wurde nicht offengelegt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wie Amodei in einem parallel ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.anthropic.com\/news\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Blogbeitrag<\/a> auf der Anthropic-Website darlegt, lehnt das Unternehmen den Einsatz von Claude f\u00fcr massenhafte Inlands\u00fcberwachung sowie f\u00fcr vollst\u00e4ndig autonome Waffen ab. Bei der \u00dcberwachung argumentiert Anthropic, dass KI verstreute, einzeln harmlose Daten automatisiert zu umfassenden Pers\u00f6nlichkeitsprofilen zusammenf\u00fchren k\u00f6nne \u2013 in einem Ausma\u00df, mit dem die bestehende Gesetzgebung nicht Schritt halte.<\/p>\n<p>Bei autonomen Waffen verweist das Unternehmen darauf, dass heutige KI-Systeme nicht zuverl\u00e4ssig genug seien, um ohne menschliche Kontrolle Ziele auszuw\u00e4hlen und anzugreifen. Anthropic habe dem Pentagon angeboten, gemeinsam an der Verbesserung dieser Zuverl\u00e4ssigkeit zu forschen \u2013 das Angebot sei laut Amodei jedoch abgelehnt worden.<\/p>\n<p>Das Pentagon sieht das anders. <a href=\"https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/anthropic-ceo-dario-amodei-calls-white-house-actions-retaliatory-and-punitive\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Laut CBS News erkl\u00e4rte Emil Michael<\/a>, Technologiechef des Pentagons, das Milit\u00e4r habe Anthropic gegen\u00fcber erhebliche Zugest\u00e4ndnisse gemacht. Man m\u00fcsse dem Milit\u00e4r aber irgendwann zutrauen, verantwortungsvoll zu handeln.<\/p>\n<p>OpenAI schnappt sich Deal<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/OpenAI-erhaelt-wohl-Pentagon-Auftrag-nach-Bruch-mit-Anthropic-11193881.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unterdessen hat OpenAI-Chef Sam Altman\u202fauf X bekannt gegeben<\/a>, dass man mit dem Pentagon eine Vereinbarung getroffen habe. Offenbar springt das Unternehmen also in Anthropics L\u00fccke.<\/p>\n<p>Altman erkl\u00e4rte, zwei der wichtigsten Sicherheitsprinzipien von OpenAI seien das Verbot inl\u00e4ndischer Massen\u00fcberwachung sowie die menschliche Verantwortung f\u00fcr den Einsatz von Gewalt, einschlie\u00dflich autonomer Waffensysteme. Laut Altman stimme das Kriegsministerium diesen Grunds\u00e4tzen zu und wolle sie in Gesetze und Richtlinien aufnehmen.<\/p>\n<p>Was allerdings konkret zwischen OpenAI und dem Pentagon vereinbart wurde, ist noch unklar.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ssi@heise.de\" title=\"Sophia Zimmermann\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ssi<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21112,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[7751,7752,508,435,40,7515,41,4869,39,2165,66,255,65,64],"class_list":{"0":"post-21111","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-anthropic","9":"tag-claude","10":"tag-kuenstliche-intelligenz","11":"tag-militaer","12":"tag-nachrichten","13":"tag-netzpolitik","14":"tag-news","15":"tag-openai","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-security","18":"tag-welt","19":"tag-wirtschaft","20":"tag-world","21":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21111"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21111\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21112"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}