{"id":211200,"date":"2026-06-11T19:00:07","date_gmt":"2026-06-11T19:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/211200\/"},"modified":"2026-06-11T19:00:07","modified_gmt":"2026-06-11T19:00:07","slug":"adipositas-forschung-2026-neue-daten-stellen-alte-lehrmeinungen-infrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/211200\/","title":{"rendered":"Adipositas-Forschung 2026: Neue Daten stellen alte Lehrmeinungen infrage"},"content":{"rendered":"<p>Gleichzeitig zeigen neue Studien, warum Abnehmspritzen nicht bei allen wirken.<\/p>\n<p>Schnell abnehmen \u2013 und trotzdem schlank bleiben<\/p>\n<p>Der Jo-Jo-Effekt ist nicht zwangsl\u00e4ufig die Folge einer schnellen Gewichtsabnahme. Das legen Ergebnisse einer norwegischen Studie nahe, die im Mai auf dem Europ\u00e4ischen Adipositas-Kongress in Istanbul vorgestellt wurden.<\/p>\n<p>Anzeige: Die neueste Adipositas-Forschung r\u00e4umt mit veralteten Lehrmeinungen auf: Schnelles Abnehmen f\u00fchrt nicht zwangsl\u00e4ufig zum Jo-Jo-Effekt, und eine norwegische Studie zeigt, dass die schnelle Gruppe nach einem Jahr sogar mehr Gewicht verloren hatte. Zudem entdecken Forscher genetische Ursachen, warum Abnehmspritzen bei bis zu 30 Prozent nicht wirken. Erfahren Sie in diesem Report, wie Sie Ihren Stoffwechseltyp bestimmen und Muskelverlust vermeiden. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/adipositas-forschung-2026-neue-daten-stellen-alte-lehrmeinun-3938?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_966395:Topic_nutrition_diet:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=3938\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Report anfordern<\/a><\/p>\n<p>284 Erwachsene nahmen teil. Eine Gruppe reduzierte ihre Kalorien drastisch auf unter 1.000 kcal pro Tag \u2013 \u00fcber acht Wochen. Ergebnis: Nach vier Monaten hatte sie rund 13 Prozent ihres Ausgangsgewichts verloren. Eine Vergleichsgruppe mit moderater Kalorienreduktion kam auf etwa 8 Prozent.<\/p>\n<p>Nach einem Jahr zeigte sich: Die schnelle Gruppe hielt ihr Gewicht stabil bei 14,4 Prozent Verlust. Bei der langsamen Gruppe waren es 10,5 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eDas konterkariert die traditionelle Lehrmeinung, dass nur langsame Abnahme nachhaltig ist\u201c, sagt Dr. Line Kristin Johnson vom Vestfold Hospital Trust.<\/p>\n<p>Abnehmspritzen: Nicht f\u00fcr jeden geeignet<\/p>\n<p>GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid sind ein Milliardenmarkt. Rund 550.000 Menschen in Deutschland nutzen sie. Doch zwischen 10 und 30 Prozent der Patienten reagieren nicht wie erwartet.<\/p>\n<p>Eine Analyse der NYU Langone Health mit \u00fcber 38.000 Patienten zeigte: Der durchschnittliche Gewichtsverlust liegt bei 5,7 Prozent. Rund 17 Prozent brachen die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab.<\/p>\n<p>Forscher der Stanford University fanden nun eine genetische Ursache. Eine Studie im Fachjournal Genome Medicine identifizierte Varianten des Enzyms PAM. Diese schw\u00e4chen die Wirkung von GLP-1-Medikamenten ab.<\/p>\n<p>Die Zahlen sind deutlich: Bei Tr\u00e4gern der Genvariante erreichten nach sechs Monaten nur 12 Prozent die Blutzuckerziele, in der Vergleichsgruppe waren es 25 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eBei diesen Personen werden zwar h\u00f6here GLP-1-Spiegel gemessen, die biologische Wirkung f\u00e4llt aber geringer aus\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Anna Gloyn von der Stanford University.<\/p>\n<p>Neue Wirkstoffe: Dreifach-Angriff aufs Fett<\/p>\n<p>Parallel arbeiten Forscher an der n\u00e4chsten Generation. Retatrutide etwa ist ein Triple-Agonist, der an drei verschiedenen Rezeptoren ansetzt. In klinischen Studien \u00fcber 48 Wochen zeigte sich eine Gewichtsreduktion von bis zu 20 Prozent.<\/p>\n<p>Das Problem mit dem Muskelverlust<\/p>\n<p>Ein kritischer Nebeneffekt vieler Pr\u00e4parate: Sie reduzieren nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse. Eine am 8. Juni in Nature Medicine ver\u00f6ffentlichte Studie zeigt einen vielversprechenden Ansatz.<\/p>\n<p>102 Teilnehmende bekamen den Antik\u00f6rper Apitegromab, der das Protein Myostatin hemmt. In Kombination mit dem Wirkstoff Tirzepatid reduzierte sich der Verlust an Magermasse um rund 55 Prozent.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Placebo-Gruppe 3,5 Kilogramm Magermasse verlor, waren es in der Apitegromab-Gruppe nur 1,6 Kilogramm.<\/p>\n<p>Allerdings: \u201eOb die bewahrte Muskelmasse auch zu funktionellen Vorteilen bei Kraft oder Leistungsf\u00e4higkeit f\u00fchrt, ist bislang unklar\u201c, gibt Henning Tim Langer von der Charit\u00e9 zu bedenken.<\/p>\n<p>Warum Frauen anders abnehmen<\/p>\n<p>Die Effizienz von Di\u00e4ten h\u00e4ngt auch vom Geschlecht ab. MRT-Studien belegen: M\u00e4nner haben im Schnitt einen h\u00f6heren Muskelanteil (38 Prozent) als Frauen (31 Prozent). Das erh\u00f6ht den Grundumsatz.<\/p>\n<p>Hinzu kommt: Die Hormone \u00d6strogen und Progesteron erschweren die Mobilisierung von Fettreserven an H\u00fcften und Ges\u00e4\u00df. In der zweiten Zyklush\u00e4lfte neigt der K\u00f6rper zudem zu Wassereinlagerungen.<\/p>\n<p>Anzeige: Muskelverlust ist die untersch\u00e4tzte Gefahr beim Abnehmen \u2013 doch neue Wirkstoffe wie Apitegromab k\u00f6nnen den Verlust um 55 Prozent reduzieren. Kombiniert mit Tirzepatid bleibt die Magermasse erhalten. Dieser Report zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Muskelanteil sch\u00fctzen und gleichzeitig Fett verlieren. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/adipositas-forschung-2026-neue-daten-stellen-alte-lehrmeinun-3938?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_966395:Topic_nutrition_diet:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=3938\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Muskelerhalt-Report jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Die Darmflora als heimlicher Chef<\/p>\n<p>Auch das Mikrobiom spielt eine wesentliche Rolle. Studien des National Institutes of Health (NIH) deuten darauf hin: Eine hohe Konzentration von Firmicutes-Bakterien kann die Kalorienaufnahme aus der Nahrung um etwa 150 kcal pro Tag erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Zur Unterst\u00fctzung einer gesunden Darmflora empfehlen Experten mindestens 30 Gramm Ballaststoffe t\u00e4glich. Weitere Ans\u00e4tze: resistente St\u00e4rke aus abgek\u00fchlten st\u00e4rkehaltigen Lebensmitteln und eine hohe Diversit\u00e4t in der Ern\u00e4hrung \u2013 idealerweise mehr als 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gleichzeitig zeigen neue Studien, warum Abnehmspritzen nicht bei allen wirken. 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