{"id":211263,"date":"2026-06-11T19:43:20","date_gmt":"2026-06-11T19:43:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/211263\/"},"modified":"2026-06-11T19:43:20","modified_gmt":"2026-06-11T19:43:20","slug":"unhcr-erstmals-seit-zehn-jahren-rueckgang-bei-vertriebenen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/211263\/","title":{"rendered":"UNHCR: Erstmals seit zehn Jahren R\u00fcckgang bei Vertriebenen"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Zahl der Vertriebenen weltweit ist erstmals seit zehn Jahren zur\u00fcckgegangen, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Dies berichtete UNO-Fl\u00fcchtlingshochkommissar Barham Salih am Donnerstag bei der Pr\u00e4sentation des j\u00e4hrlichen UNHCR-Berichts &#8222;Global Trends&#8220;. So sei die Zahl der Fl\u00fcchtlinge global im Jahr 2025 um drei Prozent auf 41,6 Millionen Menschen gesunken. 70 Prozent aller Fl\u00fcchtlinge weltweit seien seit Jahren im Exil, viele davon lebten unter der Armutsgrenze.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Im vergangenen Jahr seien 5,4 Millionen Menschen vor Gewalt und Verfolgung in andere L\u00e4nder geflohen. 14,7 Millionen Vertriebene seien hingegen in ihre Herkunftsregionen oder -l\u00e4nder zur\u00fcckgekehrt, darunter 4,4 Millionen Fl\u00fcchtlinge und 10,3 Millionen Binnenvertriebene. UNHCR-Chef Salih forderte daher die internationale Gemeinschaft zur Unterst\u00fctzung einer neuen Initiative auf, die eine Perspektive f\u00fcr Millionen Menschen bieten soll, die bisher durch humanit\u00e4re Hilfe \u00fcberleben.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">&#8222;F\u00fcr Fl\u00fcchtlinge geht es zun\u00e4chst ums \u00dcberleben, aber die Flucht bestimmt zu oft dauerhaft ihre Lebensrealit\u00e4t&#8220;, sagte Salih. &#8222;Humanit\u00e4re Hilfe rettet Leben, aber erm\u00f6glicht es den Menschen nicht, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel, um Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, Hoffnung und Chancen zu bieten.&#8220;<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Salih k\u00fcndigte ein klares, messbares Ziel an: Innerhalb des n\u00e4chsten Jahrzehnts soll die Zahl jener Fl\u00fcchtlinge, die seit vielen Jahren vertrieben sind und auf humanit\u00e4re Hilfe angewiesen sind, um mehr als die H\u00e4lfte sinken. Der Fokus liege hierbei auf L\u00e4ndern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die weltweit die meisten Fl\u00fcchtlinge aufnehmen. Erreicht werden soll dies durch mehr M\u00f6glichkeiten zur freiwilligen R\u00fcckkehr, Aufnahmeprogramme, humanit\u00e4re Visa sowie durch den \u00dcbergang von reiner Nothilfe zu wirtschaftlicher Eigenst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Besonders viele R\u00fcckkehrer &#8211; sowohl Fl\u00fcchtlinge als auch Binnenvertriebene &#8211; habe es vergangenes Jahr in Afghanistan, Syrien und einigen Regionen des Sudan gegeben. Damit habe die R\u00fcckkehr weltweit den zweith\u00f6chsten Stand seit Beginn der Datenerhebung vor 60 Jahren erreicht, allerdings seien viele Menschen nicht freiwillig und unter schwierigen Bedingungen zur\u00fcckgekehrt. Fast 46.000 Staatenlose in 24 L\u00e4ndern h\u00e4tten im vergangenen Jahr eine Staatsangeh\u00f6rigkeit erhalten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Das Ziel bleibe es, langfristige Perspektiven f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zu schaffen. Die UNHCR-Initiative fordere daher Regierungen, Hilfsorganisationen, den Privatsektor und die Zivilgesellschaft auf, gemeinsam Fl\u00fcchtlinge zu st\u00e4rken und das Recht auf Asyl und den Fl\u00fcchtlingsschutz aufrechtzuerhalten. Zudem sollten Fl\u00fcchtlinge ein Einkommen \u00fcber der Armutsgrenze ihres Aufnahmelandes erzielen k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr sei es zentral, die Fl\u00fcchtlinge st\u00e4rker in nationale Bildungs-, Gesundheitsversorgungs, Finanzdienstleistungs- und Arbeitsmarktsysteme einzubeziehen. Daf\u00fcr seien aber deutlich h\u00f6here Investitionen, vor allem in Aufnahmel\u00e4ndern mit stark begrenzten Ressourcen, notwendig.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Zugleich sei die Unterst\u00fctzung anderer Staaten notwendig, etwa durch Resettlement &#8211; also die Aufnahme besonders schutzbed\u00fcrftiger Fl\u00fcchtlinge aus einem Erstaufnahmeland -, verst\u00e4rkte Familienzusammenf\u00fchrung sowie Zugang zu Arbeitsvisa und Stipendien f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge. Die L\u00fccke zwischen Bedarf und verf\u00fcgbaren Angeboten sei hier gewachsen: 2025 halbierten sich die Ank\u00fcnfte durch Resettlement und andere Aufnahmeprogramme auf 81.800 weltweit.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">&#8222;Asyl und Fl\u00fcchtlingsschutz retten Leben und d\u00fcrfen nicht zur Debatte stehen&#8220;, sagte Salih. &#8222;Wir k\u00f6nnen eine Zukunft nicht akzeptieren, in der Millionen Menschen \u00fcber Jahre oder Jahrzehnte ohne echte Perspektive bleiben. Wir haben ein ambitioniertes und erreichbares Ziel, damit Fl\u00fcchtlinge wirtschaftlich unabh\u00e4ngig werden und ihr Leben nachhaltig verbessern k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zahl der Vertriebenen weltweit ist erstmals seit zehn Jahren zur\u00fcckgegangen, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":211264,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[3470,75,1008,1518,79,40,41,1434,39,66,182,65,64],"class_list":["post-211263","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-asyl","tag-europa","tag-genf","tag-menschenrechte","tag-migration","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsticker","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-wien","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116733188782321585","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=211263"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211263\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/211264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=211263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=211263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=211263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}