{"id":212566,"date":"2026-06-12T12:29:11","date_gmt":"2026-06-12T12:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/212566\/"},"modified":"2026-06-12T12:29:11","modified_gmt":"2026-06-12T12:29:11","slug":"israel-pizzaballa-besorgt-ueber-lage-von-christen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/212566\/","title":{"rendered":"Israel: Pizzaballa besorgt \u00fcber Lage von Christen"},"content":{"rendered":"<p>Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pizzaballa, sieht die christliche Minderheit in Israel zunehmender Anfeindungen ausgesetzt. In einem Interview sprach er von h\u00e4ufigeren \u00dcbergriffen auf Christen und warnte vor weiteren Spannungen im Vorfeld der Parlamentswahlen.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-05\/jerusalem-pizzaballa-schweigen-gegenuber-gewalt.html\" title=\"Pizzaballa: Extremisten nicht das Feld \u00fcberlassen \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/31\/Conferenza-stampa-congiunta-patriarca-latino-di-Gerusalemme-9.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Pizzaballa: Extremisten nicht das Feld \u00fcberlassen \"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, hat das Schweigen angesichts von Gewalt und Extremismus als S\u00fcnde verurteilt. Er \u00e4u\u00dferte sich bei einem &#8230;\n     <\/p>\n<p>Kardinal Pierbattista Pizzaballa hat sich besorgt \u00fcber die Situation der Christen in Israel ge\u00e4u\u00dfert. In einem am Freitag ver\u00f6ffentlichten \u201eSpiegel\u201c-Interview sagte er, dass die Lage sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert habe. Insbesondere \u00dcbergriffe und Anfeindungen gegen\u00fcber Christen n\u00e4hmen zu.<\/p>\n<p>\u201eDass Christen angespuckt werden, ist nichts Neues, aber es kommt inzwischen viel h\u00e4ufiger vor\u201c, erkl\u00e4rte Pizzaballa. Mit Sorge blickt der Patriarch auch auf die bevorstehenden Parlamentswahlen in Israel. F\u00fcr Christen k\u00f6nne die Situation etwa im j\u00fcdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt oder auf dem Zionsberg \u201esehr unangenehm werden\u201c.\u00a0<\/p>\n<p>Internationale Emp\u00f6rung <\/p>\n<p>Der Kardinal verwies zudem auf einen Vorfall Ende April. Dabei wurde eine franz\u00f6sische Ordensfrau in der Altstadt von Jerusalem von einem Mann zu Boden gesto\u00dfen und durch Tritte verletzt. Die urspr\u00fcnglich angesetzte Gerichtsverhandlung sei auf Juli vertagt worden. \u201eDie Polizei hat das Video der Tat ver\u00f6ffentlicht, was ungew\u00f6hnlich ist. Offenbar hat man erkannt, wie ernst der Fall ist\u201c, so der Kardinal. \u201eSicher hat die internationale Emp\u00f6rung dazu beigetragen. Ob sich wirklich etwas f\u00fcr uns \u00e4ndert, wage ich zu bezweifeln &#8211; auch mit Blick auf die bevorstehende Parlamentswahl.\u201c<\/p>\n<p>\u201eOffenbar hat man erkannt, wie ernst der Fall ist\u201c<\/p>\n<p>Kritisch \u00e4u\u00dferte sich der Patriarch auch \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der israelischen Regierung zu den traditionellen christlichen Kirchen. Zwar pflege die Regierung gute Beziehungen zu evangelikalen Christen, insbesondere in den USA, sagte Pizzaballa. \u201eMit den traditionellen Christen weniger.\u201c Nach den j\u00fcngsten Vorf\u00e4llen habe die Regierung allerdings einen Sondergesandten im Au\u00dfenministerium benannt, der zuvor im Vatikan t\u00e4tig gewesen sei.<\/p>\n<p>Problematische \u00c4u\u00dferungen <\/p>\n<p>Der Patriarch beobachtet zudem eine wachsende Distanz vieler Christen weltweit gegen\u00fcber Israel. Gl\u00e4ubige aus zahlreichen L\u00e4ndern w\u00fcrden ihn auf die politische Entwicklung und auf \u00c4u\u00dferungen einzelner israelischer Minister ansprechen. Diese sorgten vielfach f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis und belasteten auch das Zusammenleben in anderen L\u00e4ndern. &#8222;Sie fragen uns, wie sie damit umgehen sollen. Manchmal wei\u00df ich nicht, was ich sagen soll.&#8220;<\/p>\n<p>Auf die Frage, was ihm Hoffnung gibt, sagte Kardinal Pizzaballa, er sehe kurzfristig keine L\u00f6sung. &#8222;Derzeit kann ich weder auf politische noch religi\u00f6se Institutionen bauen.&#8220; Aber er sehe an der Basis viel Engagement. &#8222;Ich war k\u00fcrzlich bei einer Friedenskonferenz in Tel Aviv, dort waren Tausende Menschen, die etwas tun wollen. Das gibt mir Hoffnung.&#8220;<\/p>\n<p>(spiegel\/kna \u2013 nm)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pizzaballa, sieht die christliche Minderheit in Israel zunehmender Anfeindungen ausgesetzt. 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