{"id":215273,"date":"2026-06-14T02:33:35","date_gmt":"2026-06-14T02:33:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/215273\/"},"modified":"2026-06-14T02:33:35","modified_gmt":"2026-06-14T02:33:35","slug":"zum-tod-von-elfie-semotan-ein-besuch-bei-der-grossen-oesterreichischen-fotografin-im-burgenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/215273\/","title":{"rendered":"Zum Tod von Elfie Semotan: Ein Besuch bei der gro\u00dfen \u00f6sterreichischen Fotografin im Burgenland"},"content":{"rendered":"<p>Elfie Semotan im Interview \u00fcber Modelzeiten ohne Castings, Social Media und Demna Gvasalia<\/p>\n<p>Sie sind in einem Dorf in Obero\u0308sterreich aufgewachsen, sp\u00e4ter haben Sie, zun\u00e4chst \u00fcbers Modelln, die ganze Welt entdecken k\u00f6nnen. Einmal haben Sie etwa in Los Angeles im Beverly Hills Hotel Kleidung vorgef\u00fchrt. Was hat es damit auf sich?<\/p>\n<p>Ich bin damals mit Madame Gr\u00e8s [Modedesignerin, Anm. d. Redaktion], die mich als Model angeheuert hat, nach Amerika geflogen. Sie hat zwei Shows in Los Angeles veranstaltet, f\u00fcr die sie Models brauchte. Das musste sehr gut \u00fcberlegt sein. Sie musste aufgrund der Sicherheitsbestimmungen genau wissen, wen sie f\u00fcr diese Shows engagiert. Madame Gr\u00e8s kannte mich aus Paris als Model, sie muss wohl gedacht haben, dass ich geeignet bin oder die Entscheidung resultierte aus ihrem Vertrauen heraus. Sie kannte einfach ein paar M\u00e4dchen, ab und zu kam jemand Neues dazu; richtig gecastet wurde damals nicht. Das ist in keinster Weise so abgelaufen wie heutzutage. Wir waren alle dort und haben mindestens eine Woche gemeinsam im Beverly Hills Hotel gewohnt. Alles war sehr gro\u00dfartig und sehr spannend. Es gab Einladungen, aber viele der Abende waren frei. Als ich einmal durch den Gang lief, sah ich John Boorman, den Filmregisseur. Sein Werk \u201cDeliverance\u201d [deutscher Titel: \u201cBeim Sterben ist jeder der Erste\u201d] ist so ein toller Film, den ich erst vor kurzem wieder gesehen habe. Irgendwann, vielleicht beim Fr\u00fchst\u00fcck, sind wir ins Gespr\u00e4ch gekommen. Er fragte mich, ob wir zu Abend essen m\u00f6chten und dann sind wir Abendessen gegangen. Das war einfach ganz normal (lacht). Wir haben uns interessant unterhalten, aber danach nie wieder gesehen.<\/p>\n<p>In den sozialen Median w\u00fcrde so ein Ausflug oder so eine Begegnung heute sofort geteilt. Wie ist ihre Einstellung dazu, nutzen sie Social Media, zum Beispiel als Inspiration?<\/p>\n<p>Ja, sicher, die Benutzung kann man gar nicht mehr ausklammern. Aber ich poste dort selbst nicht aktiv. Das braucht viel zu viel Zeit. Ich habe ehrlich gesagt zu wenig Zeit daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Empfinden Sie diese Art der Kommunikation als negativ?<\/p>\n<p>Das sehe ich ganz unterschiedlich. Ich finde es jedenfalls schwierig, wenn man sich ununterbrochen nur virtuell mit Leuten unterh\u00e4lt, statt sich mit einer Freundin oder einem Freund \u00fcber wichtige Ereignisse auszutauschen. Wie es dort zugeht, das ist teilweise gar keine Kommunikation. Irgendjemand sagt etwas und alle stimmen zu oder sind <a href=\"https:\/\/www.vogue.de\/artikel\/gegen-hass-im-netz-sawsan-chebli-laut\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">zornig<\/a> und \u00e4rgern sich. Das ist dann kein Gespr\u00e4ch mehr, kein Austausch von Meinungen und Informationen. Davon kann man auch nichts lernen, man kann nur daf\u00fcr oder dagegen sein. Es interessiert mich nicht wirklich.<\/p>\n<p>Ich finde es schwierig, wenn man sich ununterbrochen nur virtuell mit Leuten unterh\u00e4lt. Wie es dort zugeht, das ist teilweise gar keine Kommunikation. Irgendjemand sagt etwas und alle stimmen zu oder sind zornig und \u00e4rgern sich.<\/p>\n<p>Elfie Semotan \u00fcber Social Media<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Elfie Semotan im Interview \u00fcber Modelzeiten ohne Castings, Social Media und Demna Gvasalia Sie sind in einem Dorf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":215274,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[26],"tags":[158,157,46,42,159,147,15068,20485,161,160,44,11551,62070,148,62071],"class_list":["post-215273","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kunst-und-design","tag-art","tag-art-and-design","tag-at","tag-austria","tag-design","tag-entertainment","tag-fotografinnen","tag-interviews","tag-kunst","tag-kunst-und-design","tag-oesterreich","tag-print","tag-stilikone","tag-unterhaltung","tag-vogue-ausgabe"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116746125736134231","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=215273"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215273\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/215274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=215273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=215273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=215273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}