{"id":215533,"date":"2026-06-14T07:12:09","date_gmt":"2026-06-14T07:12:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/215533\/"},"modified":"2026-06-14T07:12:09","modified_gmt":"2026-06-14T07:12:09","slug":"in-welchen-laendern-der-eu-wird-am-haeufigsten-gestreikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/215533\/","title":{"rendered":"In welchen L\u00e4ndern der EU wird am h\u00e4ufigsten gestreikt?"},"content":{"rendered":"<p>  Von&amp;nbsp<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/profile\/2934\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In\u00eas Trindade Pereira<\/a>&amp;nbsp&amp;&amp;nbspvideo by Baptiste Goudier<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            14\/06\/2026 &#8211; 8:30 MESZ\n            <\/p>\n<p>Viele europ\u00e4ische L\u00e4nder gelten als streikfreudig \u2013 aktuelle Zahlen zeigen, wie viel Wahrheit dahinter steckt. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Im ersten Quartal 2026 verzeichneten Portugal (234), Italien (190), Spanien (108) und Frankreich (105) unter sieben untersuchten EU-Staaten die meisten Streiks. Die Zahlen stammen aus Auswertungen des KI-Datensammlers Strike Tracker, der portugiesischen Generaldirektion f\u00fcr Besch\u00e4ftigung und Arbeitsbeziehungen (DGERT) und der italienischen Institution CGSSE, die das Gleichgewicht zwischen Streikrecht und Nutzerinteressen \u00fcberwacht.<\/p>\n<p>Die Arbeitsk\u00e4mpfe konzentrierten sich vor allem auf den Verkehrssektor, das Bildungs- und Gesundheitswesen sowie die \u00f6ffentliche Verwaltung. Doch sie sind nicht die einzigen Gr\u00fcnde f\u00fcr breite Proteste.<\/p>\n<p>Am 12. Juni riefen Bedienstete und Dienste der kommunalen Polizeikr\u00e4fte in Italien zu einem landesweiten Streik auf. Sie wollen auf ihre Arbeitsbedingungen aufmerksam machen. Zuvor waren mehrere Beamte nach \u00dcbergriffen im Dienst ins Krankenhaus eingeliefert worden, wie Provinzvertreter der Gewerkschaft berichteten.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche registrierte Portugal seinen zweiten <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/03\/generalstreik-cgtp-meldet-hohe-beteiligung-regierung-sieht-normalen-ablauf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">landesweiten Streik<\/a> innerhalb von sechs Monaten. Er richtete sich gegen ein neues Arbeitsrechts-Paket, das die Mitte-Rechts-Regierung angek\u00fcndigt hat.<\/p>\n<p>Ganz anders die Niederlande: Dort gab es in den ersten drei Monaten 2026 nur rund sieben Streiks \u2013 der niedrigste Wert in dieser L\u00e4nderauswahl.<\/p>\n<p>Traditionell greifen Besch\u00e4ftigte in Deutschland, den Niederlanden und \u00d6sterreich seltener zum Mittel Streik als viele andere EU-Staaten.<\/p>\n<p>Dennoch deuten vorl\u00e4ufige Daten darauf hin, dass 2025 das streikreichste Jahr in der EU seit 1991 werden k\u00f6nnte, meldet das Europ\u00e4ische Gewerkschaftsinstitut.<\/p>\n<p>Zwischen 2020 und 2024 verzeichneten Finnland, Belgien und Frankreich innerhalb der EU die meisten Streiks.<\/p>\n<p>Die Datenlage zu Arbeitsk\u00e4mpfen ist allerdings l\u00fcckenhaft und zersplittert. F\u00fcr 2024 zeigt sich jedoch: Der wichtigste Ausl\u00f6ser gr\u00f6\u00dferer Streiks waren L\u00f6hne, die mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten infolge der Inflation nicht Schritt hielten.<\/p>\n<p>Gewerkschaften: Handlungsspielraum schrumpft<\/p>\n<p>Nach Angaben der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich der Anteil gewerkschaftlich organisierter Besch\u00e4ftigter seit 1985 insgesamt halbiert: Er sank allein im Zeitraum 2023\/24 von 30 Prozent auf 15 Prozent. Eine Ausnahme bildet Belgien, das sich diesem Trend entzieht.<\/p>\n<p>Im Durchschnitt von 28 OECD-L\u00e4ndern waren 2024 14,3 Prozent der erwerbst\u00e4tigen Frauen gewerkschaftlich organisiert, bei den M\u00e4nnern waren es 15 Prozent.<\/p>\n<p>Deutlich st\u00e4rker war die Gewerkschaftsbindung im \u00f6ffentlichen Dienst: 41,3 Prozent der Besch\u00e4ftigten waren 2024 Mitglied, im privaten Sektor nur 10,1 Prozent.<\/p>\n<p>Auch der Anteil der Besch\u00e4ftigten, die unter Tarifvertr\u00e4ge fallen, ist in den vergangenen 30 Jahren stark zur\u00fcckgegangen \u2013 besonders in L\u00e4ndern Mittel- und Osteuropas.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspIn\u00eas Trindade Pereira&amp;nbsp&amp;&amp;nbspvideo by Baptiste Goudier Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 14\/06\/2026 &#8211; 8:30 MESZ Viele europ\u00e4ische L\u00e4nder gelten als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":215534,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[21101,76,75,11928,74,5770,9968],"class_list":["post-215533","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-arbeiter","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-wirtschaft","tag-europe","tag-gewerkschaften","tag-streik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116747222752926456","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=215533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215533\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/215534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=215533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=215533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=215533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}