{"id":215691,"date":"2026-06-14T09:07:07","date_gmt":"2026-06-14T09:07:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/215691\/"},"modified":"2026-06-14T09:07:07","modified_gmt":"2026-06-14T09:07:07","slug":"22-millionen-euro-passiva-millionenpleite-einer-bekannten-gartencenter-gruppe-leadersnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/215691\/","title":{"rendered":"22 Millionen Euro Passiva &#8211; Millionenpleite einer bekannten Gartencenter-Gruppe \u00bb Leadersnet"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Gesellschaften der Unternehmensgruppe haben Sanierungsverfahren beantragt. Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich auf mehr als 22 Millionen Euro, mehr als 60 Dienstnehmer:innen sind betroffen.<\/p>\n<p>Auch im Blumen- und Pflanzenhandel haben sich in den vergangenen Jahren die Bedingungen versch\u00e4rft. Nun hat diese Krise eine namhafte \u00f6sterreichische Unternehmensgruppe erfasst: Wie die Gl\u00e4ubigerschutzverb\u00e4nde KSV1870 und Alpenl\u00e4ndischer Kreditorenverband (AKV) bekannt gaben, haben sowohl die Waibel Floristik GmbH (Landesgericht Wiener Neustadt) als auch die nahestehende Waibel Produktions GmbH (Landesgericht Feldkirch) Antr\u00e4ge auf Er\u00f6ffnung von Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingebracht. Eine zeitnahe Er\u00f6ffnung durch die zust\u00e4ndigen Insolvenzgerichte wird erwartet. Insgesamt sind von den Verfahren 61 Dienstnehmer:innen betroffen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfkundenverlust und Lieferantenstreit\u00a0<\/p>\n<p>Die in f\u00fcnf Teilbetriebe gegliederte Waibel Floristik besch\u00e4ftigt sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit dem Handel mit Blumen, insbesondere mit Rosen, deren Produktion am Standort in M\u00fcnchendorf erfolgt. Laut KSV1870 sind hier 44 Dienstnehmer:innen und 52 Gl\u00e4ubiger:innen von der Insolvenz betroffen. Die Passiva belaufen sich auf rund 5,7 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Als Ursachen f\u00fcr die finanzielle Schieflage werden der Verlust eines wichtigen Gro\u00dfkunden und die damit verbundenen erheblichen Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge angef\u00fchrt. Diese Entwicklung habe zudem mittelbar zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit den Lieferanten der Schuldnerin gef\u00fchrt. Auch die allgemeinen Teuerungen h\u00e4tten die Antragstellung notwendig gemacht. Das Unternehmen strebt eine Fortf\u00fchrung an und bietet den Gl\u00e4ubigern eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, an.<\/p>\n<p>Alexander Greifeneder vom KSV1870 hielt dazu fest: &#8222;Bei der angebotenen Sanierungsplanquote handelt es sich um die gesetzliche Mindestquote. Die Angemessenheit und Erf\u00fcllbarkeit des angebotenen Sanierungsplans wird der noch zu bestellende Insolvenzverwalter im Rahmen des Sanierungsverfahrens entsprechend zu evaluieren haben.&#8220;<\/p>\n<p>Millionenverbindlichkeiten in Vorarlberg <\/p>\n<p>Noch drastischer stellt sich die finanzielle Dimension bei der Waibel Produktions GmbH mit Sitz im vorarlbergischen M\u00e4der dar. Hier sind laut AKV 17 Dienstnehmer:innen und 31 Gl\u00e4ubiger:innen betroffen, w\u00e4hrend sich die angemeldeten Forderungen auf rund 16,6 Millionen Euro belaufen.\u00a0<\/p>\n<p>Als Hauptursachen f\u00fcr das Abgleiten in die Insolvenz nennt das 2022 gegr\u00fcndete Unternehmen stark gestiegene Lohn- und Energiekosten im Zeitraum von 2022 bis 2026, erhebliche Verz\u00f6gerungen und Kosten\u00fcberschreitungen bei umfangreichen Bauprojekten sowie den versch\u00e4rften Wettbewerb durch g\u00fcnstigere Importware aus den Niederlanden. Zudem h\u00e4tten inflationsbedingte Kaufkraftverluste der Kund:innen dazu gef\u00fchrt, dass notwendige Preissteigerungen nicht durchgesetzt werden konnten. Ferner seien die Ertr\u00e4ge aus neu geschaffenen Verkaufsfl\u00e4chen deutlich hinter den Erwartungen zur\u00fcck geblieben.<\/p>\n<p>An Verm\u00f6genswerten verf\u00fcgt die Produktionsgesellschaft zwar \u00fcber umfangreiche Immobilien, betriebliche Anlagen und Grundst\u00fccke, diese seien jedoch gr\u00f6\u00dftenteils mit Pfandrechten belastet. Auch in Vorarlberg wird ein Sanierungsplan mit einer Mindestquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angestrebt. Das zugrundeliegende Sanierungskonzept sieht allerdings einen harten Einschnitt vor: So sollen die landwirtschaftliche Produktion sowie das Handelsgesch\u00e4ft eingestellt und Immobilien verwertet werden, um das Unternehmen auf die verbleibenden Gesch\u00e4ftsbereiche zu konzentrieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.ksv.at<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.akv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.akv.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zwei Gesellschaften der Unternehmensgruppe haben Sanierungsverfahren beantragt. 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