{"id":21753,"date":"2026-03-02T17:38:11","date_gmt":"2026-03-02T17:38:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/21753\/"},"modified":"2026-03-02T17:38:11","modified_gmt":"2026-03-02T17:38:11","slug":"eigene-huette-fuer-sektion-hohe-munde-peter-anich-huette-wird-fit-fuer-die-zukunft-gemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/21753\/","title":{"rendered":"Eigene H\u00fctte f\u00fcr Sektion Hohe Munde: Peter-Anich-H\u00fctte wird fit f\u00fcr die Zukunft gemacht"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00d6AV-Sektion Hohe Munde aus Telfs \u00fcbernimmt die Peter-Anich-H\u00fctte in Rietz \u2013 und stellt in Kooperation mit der Standortgemeinde die Weichen f\u00fcr die Zukunft. F\u00fcr Bergfexe hei\u00dft das allerdings: durchatmen. Denn bis Sommer 2027 bleibt das beliebte Naherholungs- und Ausflugsziel wegen umfassender Umbau- und Sanierungsarbeiten geschlossen.<\/p>\n<p>RIETZ\/TELFS. F\u00fcr die Sektion Hohe Munde ist die mehr als 140 Jahre alte H\u00fctte ein Gl\u00fccksgriff \u2013 und ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Mit \u00fcber 5.500 Mitgliedern z\u00e4hlt sie zu den gr\u00f6\u00dften Sektionen Tirols \u2013 hinter Innsbruck, Kufstein und Hall liegt sie bereits auf Rang vier. Was bislang fehlte, war eine eigene H\u00fctte. Die Sektion hatte zwar um 1900 schon einmal eine H\u00fctte: die Neuburger-H\u00fctte \u00fcber der Oberhofer Alm. Heute ist sie in Privatbesitz.<br \/>Hunderte Mitglieder des in Telfs ans\u00e4ssigen Vereins kommen aus der Region, allein 230 aus Rietz. Die Sehnsucht nach einer eigenen \u201eBasis am Berg\u201c war sp\u00fcrbar. Nicht umsonst hei\u00dft der Treffpunkt beim 2016 er\u00f6ffneten Boulder- und Kletterzentrum in Telfs\u00a0 \u201e<a href=\"https:\/\/www.meinbezirk.at\/telfs\/c-sport\/das-neue-boulder-und-kletterzentrum-in-telfs-wurde-feierlich-eroeffnet_a1797152\" onclick=\"window.open(this.href); return false;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bergstation<\/a>\u201c.\u00a0 \u201eJetzt wird sie zur Talstation\u201c, sagt Daniel Hafele beim MeinBezirk-Gespr\u00e4ch augenzwinkernd. Stolz pr\u00e4sentiert der Sektion Hohe Munde-Vorstand zusammen mit Stellvertreter Andreas Bstieler die Pl\u00e4ne f\u00fcr das Vorhaben in Rietz.<\/p>\n<p>\u00dcbernahme genau gepr\u00fcft<\/p>\n<p>Der Blick auf den Hausberg, die Hohe Munde, macht den Standort auf 1.909 Meter zus\u00e4tzlich reizvoll, freut sich Andi Bstieler: &#8222;Einfach herrlich!&#8220; Trotzdem wurde die \u00dcbernahme genau gepr\u00fcft. F\u00fcr die bisherige Eigent\u00fcmerin, die Sektion Touristenklub Innsbruck, war die dringend notwendige Sanierung finanziell nicht mehr machbar. Laut Statuten sollte die H\u00fctte jedoch im Alpenverein bleiben \u2013 und da sie im direkten Einzugsgebiet der Sektion Hohe Munde liegt, war die L\u00f6sung naheliegend.<br \/>Nach rund einj\u00e4hriger intensiver Pr\u00fcfung durch eine eigene Projektgruppe fiel die Entscheidung: Im J\u00e4nner 2025 gaben die Mitglieder bei einer au\u00dferordentlichen Generalversammlung gr\u00fcnes Licht, berichtet Hafele. <\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"1.333333333\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/49663616_L.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Baustart 2026 \u2013 alles in einem Zug<\/p>\n<p>Im Mai 2026 soll es losgehen. Abbruch und Neubau erfolgen nahezu parallel, der Neubau wird bewusst in nur einer Bauphase errichtet, denn, so Hafele: &#8222;Wir wollen alles in einem durchziehen und nicht st\u00e4ndig nachbessern m\u00fcssen.&#8220; Ab der Wiederer\u00f6ffnung zur Sommersaison 2027 soll der st\u00e4ndige Betrieb gew\u00e4hrleistet sein. Ziel ist es, f\u00fcr die n\u00e4chsten 20 bis 25 Jahre baulich ausgesorgt zu haben.<br \/>Ge\u00f6ffnet bleibt die H\u00fctte \u2013 wie bisher \u2013 k\u00fcnftig drei Monate im Jahr, von Juni bis September.<br \/>Im heurigen Mai soll zun\u00e4chst die Zufahrt f\u00fcr die Baufahrzeuge vorbereitet und der Weg entsprechend ert\u00fcchtigt werden. Genau hier braucht es Fingerspitzengef\u00fchl: Entw\u00e4sserung, Ausweichstellen und Tragf\u00e4higkeit m\u00fcssen gemeinsam mit Experten gekl\u00e4rt werden, wie B\u00fcrgermeister Gerhard Krug betont.<br \/>Zwischen Gemeinde und Alpenverein wird ein Kooperationsvertrag ausgearbeitet. Teile von Gemeindegrund werden ins Projekt eingebunden. Im Gegenzug unterst\u00fctzt die Sektion die Rietzer Bauern bei der Vorbereitung von Weidefl\u00e4chen \u2013 rund 2.000 Quadratmeter werden in ehrenamtlicher Arbeit von der Alpenvereinsjugend hergerichtet, so Andi Bstieler.<br \/>Es ist eine klassische Win-win-Situation, so sieht es auch Standort-B\u00fcrgermeister, der die Rietzer Beteiligung erw\u00e4hnt: Mit Daniel Kranebitter stammt der Planer aus Rietz, auch H\u00fcttenwart Klaus Wegscheider kennt das Gel\u00e4nde wie seine Westentasche. Und mit Daniel Juen bleibt die H\u00fcttenpacht in bew\u00e4hrten H\u00e4nden, best\u00e4tigt auch das Vorstands-Duo Hafele und Bstieler: &#8222;Daniel Juen ist in die Planung der Einrichtung eingebunden, er kennt die Gegebenheiten bestens.&#8220; <\/p>\n<p>Warum kein Weg an der Sanierung vorbeif\u00fchrt<\/p>\n<p>So urig und charmant die Peter-Anich-H\u00fctte auch ist \u2013 der Zahn der Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen. Brandschutz, bauliche Standards, technische Infrastruktur: Vieles entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Generalsanierung ist unumg\u00e4nglich.<br \/>Die H\u00fctte ist als Schutzh\u00fctte ausgewiesen und geh\u00f6rt zur Kategorie I \u2013 sie soll in erster Linie zu Fu\u00df erreichbar sein. Diese Einstufung er\u00f6ffnet bessere F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten. Das Grundst\u00fcck wird entsprechend in &#8222;Schutzh\u00fctte&#8220; umgewidmet, bisher war es Freiland.<br \/>Gemeinsam mit der Gemeinde soll auch die Wegerhaltung langfristig gesichert werden. Klar ist aber: Die Sektion arbeitet ehrenamtlich \u2013 nach jedem Unwetter sofort auszur\u00fccken und den Weg instand zu setzen, ist nicht immer m\u00f6glich. Daf\u00fcr k\u00fcmmern sich die Alpenvereinsmitglieder um den Wandersteig ab der \u201eGr\u00fcnen Bank\u201c, dieser wird gepflegt und ausgebaut, so Bstieler.<\/p>\n<p>Das Konzept: Bewahren, was z\u00e4hlt \u2013 erneuern, was n\u00f6tig ist<\/p>\n<p>Das Motto f\u00fcr den Neubau ist klar: So viel wie m\u00f6glich erhalten, so viel wie n\u00f6tig erneuern. Die Sektion bringt viel Eigenleistung ein \u2013 nicht nur aus Kostengr\u00fcnden, sondern aus echter Verbundenheit mit \u201eihrer\u201c H\u00fctte.<br \/>Die Grundstruktur wird neu organisiert: ein zentraler Hauptzugang, ein innenliegendes Treppenhaus, ins Geb\u00e4ude integrierte WC-Anlagen und klar getrennte Bereiche f\u00fcr G\u00e4ste und Betreiber. Das Obergeschoss wird erneuert, das Dach leicht angehoben, um mehr Raum zu schaffen. Getrennte Waschr\u00e4ume f\u00fcr Personal und G\u00e4ste sorgen k\u00fcnftig f\u00fcr zeitgem\u00e4\u00dfen Komfort.<br \/>Die Kubatur w\u00e4chst um rund 30 Prozent, so Hafele. Gemeinsam mit angrenzendem Gemeindegrund entsteht eine Bauparzelle von rund 690 Quadratmetern. Nach Fertigstellung stehen bis zu 25 Schlafpl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung \u2013 inklusive eines jederzeit zug\u00e4nglichen Schutzraums.<br \/>Und das Wichtigste: Der Charakter bleibt. Die gem\u00fctliche Gaststube auf der Nordseite und die markante, sonnenverbrannte Holzfassade werden erhalten und ins neue Konzept integriert.<br \/>Die H\u00fctte ist nicht nur Naherholungsziel f\u00fcr Einheimische, sondern auch wichtiger St\u00fctzpunkt f\u00fcr Weitwanderer \u2013 etwa auf der Route von Garmisch nach Brixen oder am K\u00fchtai-Rundwanderweg, die beide stark frequentiert werden.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.75\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/49663628_L.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Technik-Update f\u00fcr die Zukunft<\/p>\n<p>Auch technisch wird kr\u00e4ftig aufger\u00fcstet: Eine leistungsstarke Solaranlage sorgt k\u00fcnftig f\u00fcr Strom, die Wasserzuleitung wird saniert, eine moderne Wasseraufbereitung installiert und eine neue Kl\u00e4ranlage errichtet.<br \/>Damit wird die H\u00fctte nicht nur sicherer, sondern auch \u00f6kologisch zeitgem\u00e4\u00df \u2013 und fit f\u00fcr kommende Generationen.<\/p>\n<p>F\u00f6rderungen, Sponsoren und viel Eigenleistung<\/p>\n<p>Ein Projekt dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung braucht solide finanzielle Beine. Rund 90 Prozent der Gesamtkosten werden durch F\u00f6rderungen gedeckt. Etwa zehn Prozent stemmt die Sektion selbst \u2013 durch Eigenmittel und unz\u00e4hlige ehrenamtliche Arbeitsstunden. Bereits 2024 wurde die H\u00fctte in ein Soforthilfepaket der Bundesregierung aufgenommen \u2013 310.000 Euro F\u00f6rdermittel sind zugesagt. Weitere Unterst\u00fctzungen sind ebenfalls bereits gesichert bzw. in Aussicht, so Bstieler, da hofft man auf viele G\u00f6nner, Sponsoren und auch Zuwendungen von Partner-Vereinen auch au\u00dferhalb Tirols. <\/p>\n<p>Mithilfe erw\u00fcnscht<\/p>\n<p>F\u00fcr das umfangreiche Sanierungsprojekt werden viele helfende H\u00e4nde gebraucht. Details zu Arbeitseins\u00e4tzen werden gesondert bekannt gegeben. Wer sich engagieren m\u00f6chte, kann sich \u00fcber die Website oder den WhatsApp-Kanal der Sektion informieren. Auch finanzielle Unterst\u00fctzung in Form von Spenden oder projektbezogenen Beitr\u00e4gen ist m\u00f6glich und laut Sektion ein wichtiger Baustein f\u00fcr die Umsetzung.<br \/>Infos \u00fcber die Homepage:\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.alpenverein.at\/hohe-munde\/\" onclick=\"window.open(this.href); return false;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.alpenverein.at\/hohe-munde\/<\/a><\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.5625\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/49687262_L.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Zur Sache: Die Geschichte der H\u00fctte<\/p>\n<p>Die auf 1.909 Metern gelegene Peter-Anich-H\u00fctte wurde 1884\/85 vom \u00d6sterreichischer Touristen Klub als einfache Unterkunft aus Zirbenholz errichtet. Benannt ist sie nach dem Tiroler Astronomen und Kartografen Peter Anich (1723\u20131766). Sein Werk, der Atlas Tyrolensis, galt lange als die genaueste Karte Tirols. Warum genau die Erbauer diesen Namen w\u00e4hlten, ist nicht \u00fcberliefert \u2013 doch die Verbindung zur Tiroler Bergwelt liegt nahe.<br \/>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging die H\u00fctte an die Sektion Touristenklub Innsbruck \u00fcber und wurde mehrfach saniert und erweitert \u2013 zuletzt umfassend in den 1990er-Jahren. Seither blieb das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild weitgehend unver\u00e4ndert \u2013 bis jetzt.<\/p>\n<p>Meilenstein f\u00fcr die Sektion \u2013 starkes Signal f\u00fcr die Region<\/p>\n<p>Mit der \u00dcbernahme setzt die \u00d6AV Sektion Hohe Munde ein starkes Zeichen. F\u00fcr die Region bedeutet das vor allem eines: Der Erhalt eines besonderen Platzes in den Stubaier Alpen \u2013 mit freiem Blick auf die Hohe Munde und einer gro\u00dfen Portion Herzblut im Gep\u00e4ck.<br \/>Fr\u00fchere Berichte zur H\u00fctte:<\/p>\n<p>Dringende Sanierung wird mit Bundes-Soforthilfe gef\u00f6rdert<\/p>\n<p>Peter Anich-H\u00fctte in Rietz bleibt 2020 geschlossen<\/p>\n<p>Peter Anich-H\u00fctte in Rietz \u2013 ein Schatz des TKI<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u00d6AV-Sektion Hohe Munde aus Telfs \u00fcbernimmt die Peter-Anich-H\u00fctte in Rietz \u2013 und stellt in Kooperation mit der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21754,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[32],"tags":[46,42,193,44],"class_list":["post-21753","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-innsbruck","tag-at","tag-austria","tag-innsbruck","tag-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21753"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21753\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}