{"id":218213,"date":"2026-06-15T16:27:08","date_gmt":"2026-06-15T16:27:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/218213\/"},"modified":"2026-06-15T16:27:08","modified_gmt":"2026-06-15T16:27:08","slug":"frieden-ist-laengst-nicht-sicher-trump-hat-weniger-als-nichts-erreicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/218213\/","title":{"rendered":"Frieden ist l\u00e4ngst nicht sicher: Trump hat weniger als nichts erreicht"},"content":{"rendered":"<p>Frieden ist l\u00e4ngst nicht sicherTrump hat weniger als nichts erreicht15.06.2026, 15:49 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Frauke-Niemeyer-article21397208.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Unbenannt.webp\" alt=\"Unbenannt\"\/>Von Frauke Niemeyer<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:39 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/WASHINGTON-DC-JUNE-15-U-S-President-Donald-Trump-gestures-next-to-first-lady-Melania-Trump-during-UF.webp\" alt=\"WASHINGTON-DC-JUNE-15-U-S-President-Donald-Trump-gestures-next-to-first-lady-Melania-Trump-during-UFC-Freedom-250-on-the-South-Lawn-of-the-White-House-on-June-15-2026-in-Washington-DC-President-Donald-Trump-is-hosting-a-series-of-Ultimate-Fighting-Championship-matches-on-his-80th-birthday-which-the-White-House-is-calling-a-once-in-a-generation-celebration-of-the-American-fighting-spirit\"\/>Vor Beginn des K\u00e4figkampfes best\u00e4tigte Donald Trump das Abkommen mit dem iranischen Regime. Frieden ist damit nicht erreicht. (Foto: Getty Images)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">In knapp vier Monaten Krieg sind die USA Trumps Zielen im Konflikt mit dem Iran nicht einen Meter n\u00e4hergekommen. Die n\u00e4chsten 60 Tage werden es in sich haben. Sie k\u00f6nnten ein Ergebnis bringen, das schlechter ist als die Lage vor dem Krieg.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das \u00d6l flie\u00dfen&#8220; &#8211; Pathos kann er, der US-Pr\u00e4sident. Auch als er am Sonntagnachmittag, zweieinhalb Stunden vor dem K\u00e4figkampf anl\u00e4sslich seines 80sten, im Internet eine Verst\u00e4ndigung mit dem Iran best\u00e4tigt. Knappe Sache: Donald Trump hatte f\u00fcr diesen Tag in Aussicht gestellt, man werde eine Einigung \u00fcber das Ende des Iran-Kriegs unterzeichnen. Nun k\u00fcndigt er eine Unterzeichnung f\u00fcr den kommenden Freitag in Genf an. Danach soll 60 Tage \u00fcber Einzelheiten eines Friedensschlusses verhandelt werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Dieser gro\u00dfartige Deal wird Frieden und Sicherheit in die ganze Region bringen&#8220;, erkl\u00e4rt Trump weiter auf seiner Plattform &#8222;Truth Social&#8220;, ohne zu erl\u00e4utern, was genau in dem jetzt erzielten Abkommen eigentlich drinsteht. Aus gutem Grund. Denn nach allem, was derzeit \u00fcber den Inhalt \u00f6ffentlich kursiert, steht dort eigentlich nichts, worauf sich beide Seiten wirklich geeinigt h\u00e4tten, jenseits der \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus und einer iranischen Zusage, keine Atomwaffen entwickeln zu wollen. Das \u00fcbrigens ist exakt die Zusicherung des Regimes, die bereits seit Jahrzehnten besteht &#8211; mehr oder weniger glaubw\u00fcrdig. Der Iran will keine Atomwaffen entwickeln &#8211; der get\u00f6tete Ajatollah Ali Chamenei hat das seinerzeit sogar in einer Fatwa verbindlich festgelegt.<\/p>\n<p>Kein Fortschritt, nirgends<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Alles, was im Nahen Osten eine Verbesserung der Lage bedeuten k\u00f6nnte &#8211; einen Fortschritt beim Bem\u00fchen um Frieden mit Israel, eine Herausgabe des bereits angereicherten Urans, ein Abbau des konventionellen Raketenarsenals, eine R\u00fcckkehr der internationalen Kontrolle \u00fcber das iranische Atomprogramm, eine St\u00e4rkung des Widerstands der Iraner gegen ihr verhasstes Regime &#8211; ist in dem Dokument der \u00dcbereinkunft ausgespart.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit anderen Worten: Dieser &#8222;gro\u00dfartige Deal&#8220; (so Trump) bringt der Welt erst einmal nichts anderes ein als die L\u00f6sung eines massiven Problems, das die USA mit ihrem Angriff auf den Iran erst verursacht haben: die Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Meerenge vor der iranischen K\u00fcste soll tats\u00e4chlich nun wieder voll befahrbar sein, und trotzdem bleibt sie im Verh\u00e4ltnis des Iran zur westlichen Welt ein Faktor, der nicht wieder verschwinden wird. &#8222;Die USA haben dem Iran zugestanden, dass er m\u00f6glicherweise zusammen mit dem Oman Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber die Meerenge haben kann. Das ist eine deutliche Verschlechterung der Lage verglichen mit der Zeit vor dem Konflikt&#8220;, sagt Nahost-Experte Peter Neumann vom Londoner King&#8217;s College zu ntv.de.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Den neuen Machthebel k\u00f6nnte der Iran jenseits des internationalen Kr\u00e4ftemessens auch vortrefflich dazu nutzen, mittels Geb\u00fchren durchfahrender Schiffe die eigene Staatskasse aufzuf\u00fcllen. Die Mullahs von dieser Idee abzubringen, wird eine Aufgabe der Verhandler in den kommenden sechs Wochen sein. Ob es gelingt, ist eine offene Frage. Neumann warnt vor einem &#8222;problematischen Pr\u00e4zedenzfall&#8220;. Auch andere Staaten an Meerengen k\u00f6nnten zuk\u00fcnftig Geb\u00fchren f\u00fcr eigentlich frei befahrbare internationale Gew\u00e4sser erheben wollen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aber noch einmal zur\u00fcck zu den 60 Tagen Verhandlungen, die bald bevorstehen. Wenn sie gut laufen f\u00fcr den Westen, dann l\u00e4sst sich der Iran durch Lockerungen von Sanktionen und Freigabe eingefrorenen Verm\u00f6gens dazu bringen, die Stra\u00dfe von Hormus passierbar zu halten &#8211; ein Zustand, der dann von europ\u00e4ischen Marineschiffen flankiert und gesichert werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Mullahs m\u00fcssen den Krieg nicht begr\u00fcnden<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr eine Einigung, in der sich der Iran verpflichten w\u00fcrde, verl\u00e4sslich und kontrollierbar auf Anreicherung von Uran zu verzichten, m\u00fcsste es hingegen wohl au\u00dfergew\u00f6hnlich gut f\u00fcr den Westen laufen. Denn den Mullahs stehen keine Zwischenwahlen im November ins Haus. Sie haben viel Zeit und keine Notwendigkeit, ihrer Bev\u00f6lkerung den Sinn hinter diesem Krieg zu erkl\u00e4ren, denn sie haben ihn nicht begonnen. Das Regime hat den Iran gegen einen Angriff der USA und Israels verteidigt, und das aus Sicht des Iran sogar erfolgreich.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Donald Trump hingegen hat mit diesem Krieg ein zentrales Wahlversprechen gebrochen, in den USA und weltweit die \u00d6lpreise in die H\u00f6he getrieben, die Weltwirtschaft gesch\u00e4digt und dem Iran ein neues Werkzeug der Macht in die Hand gegeben. Dieses Unterfangen als einen sinnvollen Schritt zu verkaufen, wird selbst f\u00fcr Trump, den &#8222;Dealmaker&#8220;, sportlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Die-Strasse-von-Hormus-ist-ein-Nadeloehr-des-weltweiten-Oel-und-Gashandels\"\/>Die Stra\u00dfe von Hormus ist ein Nadel\u00f6hr des weltweiten \u00d6l- und Gashandels. (Archivbild) (Foto: -\/The Visible Earth\/NASA\/dpa)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das wissen die Iraner und werden vermutlich den Preis f\u00fcr jegliches Zugest\u00e4ndnis maximal in die H\u00f6he treiben. Ein vorzeigbarer Erfolg aus Sicht der USA w\u00e4re eine \u00dcbergabe des angereicherten Urans an die Amerikaner. Doch &#8222;das w\u00e4re eine Dem\u00fctigung, dem wird das Regime niemals zustimmen&#8220;, bewertet Neumann diese Option. Auf niedrigerem Level lie\u00dfe sich m\u00f6glicherweise eine Einigung erzielen, etwa wenn der Iran das Uran verd\u00fcnnen w\u00fcrde. Wer die Stra\u00dfe von Hormus kontrolliert, ist weniger angewiesen auf das Eskalationspotential eines eigenen Atomprogramms. Das k\u00f6nnte eine niedrigschwellige Einigung tats\u00e4chlich erleichtern. Nur w\u00e4re damit aus westlicher Sicht kaum mehr Sicherheit gewonnen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei aller nun bestehenden Schwierigkeit, die Iraner zu nennenswerten Einigungen zu bewegen, ist Israels Position noch nicht mit eingerechnet. Premier Benjamin Netanjahu hat noch keine Stellung bezogen, aber sein Verteidigungsminister bereits mitgeteilt, die Streitkr\u00e4fte nicht aus dem S\u00fcdlibanon abzuziehen. .Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb auf X, Israel m\u00fcsse die Kampagne zum Sturz des Regimes im Iran selbst und auf kreative Weise fortsetzen. Israel sp\u00fcrt am schmerzhaftesten, was bei Ansicht der Lage deutlich wird: Ein Abkommen zwischen den USA und Iran ist kein Anlass, auf zeitnahe Verbesserungen wie mehr Sicherheit und Stabilit\u00e4t im Nahen Osten zu hoffen. Im besten Fall wird ein wenig des zus\u00e4tzlich angerichteten Schadens repariert. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frieden ist l\u00e4ngst nicht sicherTrump hat weniger als nichts erreicht15.06.2026, 15:49 Uhr Von Frauke Niemeyer Artikel anh\u00f6ren(06:39 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":218214,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[575,1010,10181,9411,24383,40,41,269,39,439,66,65,64],"class_list":["post-218213","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-donald-trump","tag-iran","tag-iran-krieg","tag-iranisches-atomprogramm","tag-mullah-regime","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-usa","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116755067647960337","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=218213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218213\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/218214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=218213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=218213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=218213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}