{"id":219161,"date":"2026-06-16T05:37:10","date_gmt":"2026-06-16T05:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/219161\/"},"modified":"2026-06-16T05:37:10","modified_gmt":"2026-06-16T05:37:10","slug":"homebase-zwischen-silotuermen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/219161\/","title":{"rendered":"Homebase zwischen Silot\u00fcrmen"},"content":{"rendered":"<p>\tInnen: Hell, man glaubt es kaum!<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a class=\"fancybox fancybox.image\" href=\"https:\/\/www.holzbauaustria.at\/content\/holz\/holzbau-austria\/de\/architektur\/2026\/06\/homebase--zwischen--silotuermen\/jcr:content\/rtePar\/richtext_416121226.fitIn.garten_articleimage_lightbox.jpg\/1781001672878\/094_Wimmer.jpg\" target=\"_blank\" title=\"&lt;p&gt;Sichtbare Holzoberfl\u00e4chen aus Fichten-Brettsperrholz und massive Schiffsb\u00f6den aus geb\u00fcrsteter Wei\u00dftanne pr\u00e4gen die Wohnr\u00e4ume und setzen einen warmen Kontrast zu den rohen Betonfl\u00e4chen der ehemaligen Silot\u00fcrme.&lt;\/p&gt;&#013;&#010;\" data-image-headline=\"&lt;p&gt;Sichtbare Holzoberfl\u00e4chen aus Fichten-Brettsperrholz und massive Schiffsb\u00f6den aus geb\u00fcrsteter Wei\u00dftanne pr\u00e4gen die Wohnr\u00e4ume und setzen einen warmen Kontrast zu den rohen Betonfl\u00e4chen der ehemaligen Silot\u00fcrme.&lt;\/p&gt;&#010;\" data-image-copyright=\"\u00a9 Albrecht Imanuel Schnabel\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\"  alt=\"094_Wimmer.jpg\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Sichtbare Holzoberfl\u00e4chen aus Fichten-Brettsperrholz und massive Schiffsb\u00f6den aus geb\u00fcrsteter Wei\u00dftanne pr\u00e4gen die Wohnr\u00e4ume und setzen einen warmen Kontrast zu den rohen Betonfl\u00e4chen der ehemaligen Silot\u00fcrme.<br \/>\n \u00a9 Albrecht Imanuel Schnabel<\/p>\n<p>Ein weiteres zentrales Thema war die Atmosph\u00e4re im Inneren. Da die T\u00fcrme selbst keine Fenster besitzen, wurde im Vorfeld h\u00e4ufig eine dunkle Raumwirkung bef\u00fcrchtet. \u201eJeder hat geglaubt, das wird finster. Aber das stimmt \u00fcberhaupt nicht und das Gegenteil ist der Fall\u201c, so Lechner. Durch gezielte \u00d6ffnungen in den verbindenden Bauteilen und eine offene Organisation der Hauptbereiche entstehen helle, durchl\u00e4ssige R\u00e4ume.<\/p>\n<p>Der Planungs- und Bauprozess erstreckte sich \u00fcber mehrere Jahre. Erste \u00dcberlegungen begannen 2021, gefolgt von Phasen der Weiterentwicklung und schlie\u00dflich einer rund einj\u00e4hrigen Bauzeit. \u201eWir haben das nicht auf Vollgas durchgezogen, sondern uns bewusst Zeit genommen, weil bei so einem Projekt immer \u00dcberraschungen kommen\u201c, erkl\u00e4rt Lechner. Diese Offenheit im Prozess erwies sich als entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Ergebnisses. Das fertige Geb\u00e4ude bleibt nach au\u00dfen hin bewusst zur\u00fcckhaltend. \u201eWenn das Holz einmal verwittert ist, soll man nicht sofort erkennen, dass da jemand wohnt\u201c, beschreibt Lechner die gestalterische Intention. Erst im Inneren entfaltet sich die r\u00e4umliche Komplexit\u00e4t und Qualit\u00e4t des Umbaus. Einzig ein auskragender Balkon im obersten Gescho\u00df setzt einen klaren, zeitgen\u00f6ssischen Akzent.<\/p>\n<p>Im gr\u00f6\u00dferen Kontext verweist das Projekt auf grundlegende Fragen des Bauens im l\u00e4ndlichen Raum. F\u00fcr Lechner ist das klassische Einfamilienhaus zwar tief verankert, aber nicht mehr zukunftsf\u00e4hig: \u201eVom Ressourcen- und Energiegedanken her ist diese Bauform eigentlich obsolet.\u201c Gleichzeitig sieht er gro\u00dfes Potenzial im Weiterbauen des Bestands. \u201eIch behaupte, dass der Gro\u00dfteil dessen, was wir in Zukunft brauchen, eigentlich schon gebaut ist. Wir m\u00fcssen es nur richtig nutzen.\u201c Das Projekt in Schleedorf zeigt exemplarisch, wie sich bestehende landwirtschaftliche Strukturen durch behutsame Transformation in zeitgem\u00e4\u00dfe Wohnr\u00e4ume \u00fcberf\u00fchren lassen. Zwischen Erhalt und Weiterbauen entsteht eine Architektur, die den Bestand nicht nur respektiert, sondern seine r\u00e4umlichen und atmosph\u00e4rischen Qualit\u00e4ten gezielt weiterdenkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Innen: Hell, man glaubt es kaum! 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