{"id":222102,"date":"2026-06-17T13:42:10","date_gmt":"2026-06-17T13:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/222102\/"},"modified":"2026-06-17T13:42:10","modified_gmt":"2026-06-17T13:42:10","slug":"von-der-behindertenhilfe-in-den-arbeitsmarkt-inklusion-braucht-chancen-land-steiermark-news-portal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/222102\/","title":{"rendered":"Von der Behindertenhilfe in den Arbeitsmarkt: Inklusion braucht Chancen\u00a0&#8211;\u00a0Land Steiermark News Portal"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1706_1706_Behindertenanwaltschaft_SelbstbedtimmtLeben-LandSteiermark-Streibl.jpg\" alt=\"Gruppe mit sieben Personen im Freien\" class=\"img-txtblock rs_skip\"\/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1706_1706_Behindertenanwaltschaft_SelbstbedtimmtLeben-LandSteiermark-Streibl-11.jpg\" alt=\"Gruppe von Menschen sitzend in einem Raum\" class=\"img-txtblock rs_skip\"\/><\/p>\n<p>Graz (17. Juni 2026).-\u00a0Rund 4.000 Menschen mit Behinderung sind aktuell in Einrichtungen und Betrieben der Behindertenhilfe t\u00e4tig. Sie erhalten ein Taschengeld, sind jedoch sozialversicherungsrechtlich nicht abgesichert. Wie es gelingen kann, Menschen mit Lernschwierigkeiten den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen, wurde heute Vormittag (17. Juni 2026) bei der Tagung \u201eInklusive Arbeit &#8211; Drei Perspektiven&#8220; in Graz vorgestellt.\u00a0\u201eZwei Best-Practice-Beispiele haben eindrucksvoll gezeigt, wie Menschen mit Lernschwierigkeiten erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden k\u00f6nnen\u201d, betont Siegfried Suppan, Anwalt f\u00fcr Menschen mit Behinderung, der die Tagung gemeinsam mit People First Steiermark veranstaltete.<\/p>\n<p>Konkret pr\u00e4sentierten die Volkshilfe Steiermark, die seit Oktober 2023 in einem Kindergarten in Hart bei Graz eine Frau mit Lernschwierigkeiten besch\u00e4ftigt, sowie die UMS Friedhofservice &amp; Grabpflege GmbH, die seit 2018 drei Friedhofsg\u00e4rtner mit Lernschwierigkeiten besch\u00e4ftigt, ihre Erfahrungen. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts \u201einArbeit\u201d mit Jugend am Werk Steiermark zeigen sie, wie inklusive Arbeitsverh\u00e4ltnisse erfolgreich entstehen k\u00f6nnen. \u00dcber das Projekt\u00a0\u201einArbeit\u201d von Jugend am Werk Steiermark konnten seit 2018 ingesamt 25 Menschen mit Lernschwierigkeiten in den verschiedensten Bereichen am ersten Arbeitsmarkt Fu\u00df fassen.\u00a0<\/p>\n<p>Was es auf beiden Seiten braucht, damit Menschen mit Lernschwierigkeiten am ersten Arbeitsmarkt gut ankommen, erkl\u00e4rte Thomas Marka, Projektleiter bei People First Steiermark: \u201eIn erster Linie braucht es die Bereitschaft des Unternehmens, sich \u00fcberhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen und nat\u00fcrlich Unterst\u00fctzung direkt am Arbeitsplatz.\u201d Bislang gibt es nur wenige Erfahrungswerte, da bisher kaum Menschen aus der Behindertenhilfe in den regul\u00e4ren Arbeitsmarkt wechseln konnten. Vorbehalte gegen\u00fcber solchen Besch\u00e4ftigungsmodellen erschweren es zus\u00e4tzlich, diese Benachteiligung nachhaltig zu beseitigen.<\/p>\n<p>\u201eDie Tagung soll aufzeigen, dass genau das m\u00f6glich ist, wenn die notwendigen Rahmenbedingungen f\u00fcr beide Seiten geschaffen werden. Dazu braucht es sowohl seitens des Landes Steiermark als auch des Bundes entsprechende gesetzliche und finanzielle Vorkehrungen. Die vorgestellten Projekte sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung, dem jedoch weitere folgen m\u00fcssen&#8220;, betonen die Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter.<\/p>\n<p>Statements der Partner:\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDie Volkshilfe Steiermark versteht Diversit\u00e4t als wertvolle Bereicherung f\u00fcr die gesamte Organisation. Sie f\u00f6rdert ein wertsch\u00e4tzendes Miteinander und schafft einen Mehrwert f\u00fcr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie f\u00fcr Kinder und Familien gleicherma\u00dfen. Daher stehen wir als Betriebsf\u00fchrerin solchen inklusiven Besch\u00e4ftigungsmodellen sehr positiv gegen\u00fcber und unterst\u00fctzen diese gerne.\u00a0Gleichzeitig sind uns in der praktischen Umsetzung oft die H\u00e4nde gebunden, da entsprechende gesetzliche und f\u00f6rderrechtliche Rahmenbedingungen im Bereich der Kinderbildung und -betreuung derzeit fehlen. Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert, k\u00fcnftig passende Rahmenbedingungen zu schaffen, die mehr Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glichen und Betrieben den Weg zu inklusiven Besch\u00e4ftigungsmodellen erleichtern&#8220;, so Renate Pfleger, Leiterin des Volkshilfe-Sozialzentrums Graz-Umgebung.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Konezky von der UMS Friedhofservice &amp; Grabpflege GmbH zu seinen Erfahrungen: \u201eF\u00fcr uns ist es selbstverst\u00e4ndlich, Menschen mit Behinderung eine echte Teilhabe am Arbeitsleben zu erm\u00f6glichen. Sie m\u00f6chten ihren Beitrag leisten, Verantwortung \u00fcbernehmen und Teil eines funktionierenden Teams sein &#8211; genau das leben wir in unserem Betrieb.\u00a0Durch die Zusammenarbeit mit Organisationen wie Jugend am Werk gelingt es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Diese Unterst\u00fctzung im Hintergrund ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Inklusion funktioniert besonders gut, wenn das gesamte Team offen ist und zusammenh\u00e4lt &#8211; und genau das erleben wir t\u00e4glich.\u00a0Ich bin \u00fcberzeugt, dass alle Seiten davon profitieren, wenn die betrieblichen M\u00f6glichkeiten vorhanden sind. F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnsche ich mir, dass noch mehr Projektpl\u00e4tze entstehen und auch f\u00fcr Saisonbetriebe bessere L\u00f6sungen gefunden werden, damit noch mehr Menschen diese Chance erhalten.\u201d<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel muss es sein, dass jeder Mensch mit Behinderung, der einer bezahlten Arbeit am Arbeitsmarkt nachgehen m\u00f6chte, dies unabh\u00e4ngig von Art und Schwere der Behinderung tun kann. Mit dem Ansatz von \u201ainArbeit\u2018 haben wir gezeigt, dass dies erfolgreich m\u00f6glich ist und welche Voraussetzungen daf\u00fcr erf\u00fcllt sein m\u00fcssen.\u00a0Es ist unumg\u00e4nglich, dass eine solche M\u00f6glichkeit allen Personen zur Verf\u00fcgung steht, die diesen Weg gehen wollen. Es ist hoch an der Zeit, dass diese M\u00f6glichkeit im Rahmen des Steierm\u00e4rkischen Behindertengesetzes allen Anspruchsberechtigten er\u00f6ffnet wird. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich auch volkswirtschaftlich auszahlt\u201d, unterstreicht Andreas Pepper, Bereichsleiter f\u00fcr Arbeit und Besch\u00e4ftigung bei Jugend am Werk.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragehinweis:<br \/>Thomas Marka | People First Steiermark | Tel: <a title=\"Handy Thomas\" href=\"https:\/\/www.news.steiermark.at\/cms\/beitrag\/13017555\/154271268\/tel:+43 677 6289 5885\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">+43 677 6289 5885<\/a> |\u00a0E-Mail: <a title=\"E-Mail\" href=\"https:\/\/www.news.steiermark.at\/cms\/beitrag\/13017555\/154271268\/mailto:people.first@sl-stmk.at\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">people.first@sl-stmk.at<\/a><br \/>Siegfried Suppan | Anwalt f\u00fcr Menschen mit Behinderung | Tel: <a title=\"Handy Siegi\" href=\"https:\/\/www.news.steiermark.at\/cms\/beitrag\/13017555\/154271268\/tel:+43 676 8666 3573\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">+43 676 8666 3573<\/a> | E-Mail: <a title=\"E-Mail \" href=\"https:\/\/www.news.steiermark.at\/cms\/beitrag\/13017555\/154271268\/mailto:siegfried.suppan@stmk.gv.at\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">siegfried.suppan@stmk.gv.at<\/a><\/p>\n<p>Graz, am\u00a017. Juni 2026\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Graz (17. Juni 2026).-\u00a0Rund 4.000 Menschen mit Behinderung sind aktuell in Einrichtungen und Betrieben der Behindertenhilfe t\u00e4tig. 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