{"id":223187,"date":"2026-06-18T01:51:16","date_gmt":"2026-06-18T01:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/223187\/"},"modified":"2026-06-18T01:51:16","modified_gmt":"2026-06-18T01:51:16","slug":"aetna-studie-untersucht-historische-ausbrueche-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/223187\/","title":{"rendered":"\u00c4tna: Studie untersucht historische Ausbr\u00fcche"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie die Magmastr\u00f6me unter dem \u00c4tna verlaufen, ist Gegenstand st\u00e4ndiger Forschungen. Ein aktuelles Projekt untersuchte nun, wie sich dies in der Vergangenheit vor gro\u00dfen Ausbr\u00fcchen verhielt. Daraus lassen sich Lehren f\u00fcr die Gegenwart ziehen. <\/p>\n<p> \u00c4tna: Ein Vulkan mit schwerer Vergangenheit <\/p>\n<p>Wie Vulkane wie der \u00c4tna unterirdisch funktionieren, ist trotz zahlreicher Forschungsprojekte immer noch nicht genau bekannt. Eine Gruppe unter dem russisch-amerikanischen Wissenschaftler <a href=\"https:\/\/maximgavrilenko.com\/research\/\" id=\"https:\/\/maximgavrilenko.com\/research\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Maxim Gavrilenko<\/a> untersuchte nun die historischen Ausbr\u00fcche, die einst den sizilianischen Giganten ersch\u00fctterten. Einer davon ereignete sich im Jahr 122 vor Christus und wird auch als \u201eplinisch\u201c bezeichnet. Benannt ist dieser Ausdruck nach Plinius dem \u00c4lteren, der einen vergleichbaren Ausbruch 79 nach Christus beim ber\u00fchmten Vesuv aufzeichnete. <\/p>\n<p>Es handelte sich in beiden F\u00e4llen um \u201eexplosive\u201c Eruptionen, wie die f\u00fcr das Projekt verantwortliche Cornell University in einer Pressemitteilung <a href=\"https:\/\/news.cornell.edu\/stories\/2026\/06\/carbon-dioxide-and-water-played-key-role-historic-mount-etna-eruption\" id=\"https:\/\/news.cornell.edu\/stories\/2026\/06\/carbon-dioxide-and-water-played-key-role-historic-mount-etna-eruption\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">angibt<\/a>. Genau solche Ausbr\u00fcche wollten die Forschenden mit ihrer <a href=\"https:\/\/agupubs.onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1029\/2026GC012924\" id=\"https:\/\/agupubs.onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1029\/2026GC012924\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Studie<\/a>, die im Fachjournal Geochemistry, Geophysics, Geosystems vor kurzem erschien, genauer erkl\u00e4ren. Untypischerweise kam der explosive Ausbruch des sizilianischen Vulkans 122 v. Chr. aus der Tiefe der Erde. Normalerweise bildet sich der Druck in solchen F\u00e4llen direkt unter der Oberfl\u00e4che. <\/p>\n<p>Den Forschenden zufolge bildeten sich zun\u00e4chst Gasblasen, die sich nach und nach an die Oberfl\u00e4che durchdr\u00fcckten und Wochen vor dem Ausbruch in die Luft abgegeben wurden. Dabei bildeten sich kleine Kristalle, die das Magma unter der Erde dickfl\u00fcssiger machten und den finalen Druckstau erm\u00f6glichten. Als der Druck durch die nachdr\u00e4ngenden Gase aus der Erdkruste zu gro\u00df wurde, kam es zur explosiven Eruption des \u00c4tna. <\/p>\n<p class=\"has-normal-font-size\">Topaktuell<\/p>\n<p>  Hier lauern zwei \u201emythologische Monster\u201c <\/p>\n<p>Das konnten die Wissenschaftler*innen aus mehreren R\u00fcckst\u00e4nden der Kristalle, die sich damals bildeten, schlie\u00dfen. Im direkten Vergleich mit einer anderen Eruption, die etwa 3.000 vor Christus stattfand, offenbarte sich jedoch eine Besonderheit. Die damalige Eruption war ebenfalls explosiv, bildete sich aber im Unterschied zu dem Ereignis in der Antike direkt unter der Oberfl\u00e4che und brach ohne die Vorwarnung mehrerer Wochen aus. <\/p>\n<p>Dabei liegt die wesentliche Differenz den Forschenden zufolge in dem unterirdischen System. So sind einige Vulkane durch Kohlenstoffdioxid, das sich unter der Oberfl\u00e4che sammelt, aktiv. Andere werden durch unterirdischen Wasserdruck \u201eangetrieben\u201c, wie die Cornell University beschreibt. Der sizilianische Vulkan ist laut der Studie eines der wenigen Exemplare weltweit, das beide Ph\u00e4nomene in sich vereint. <\/p>\n<p>Laut einem der beteiligten Wissenschaftler*innen, Professor Dr. Esteban Gazel, lassen sich die beiden Mechanismen unter der Erde als \u201ezwei gigantische mythologische Monster\u201c beschreiben. Diese treiben beide auf ihre Art den Druck des \u00c4tna voran. Der Vorteil an der Entdeckung besteht vor allem darin, dass sich auf diese Weise Vorhersagen verbessern lassen, da sich hiermit die spezifischen Warnzeichen bestimmter Arten von Ausbr\u00fcchen deutlicher zeigen. <\/p>\n<p>Quellen: \u201eDeep Origin and Shallow Launch for the Etna 122 B.C. Mafic Plinian Eruption\u201c (Geochemistry, Geophysics, Geosystems, 2026), Cornell Chronicle, Maxim Gavrilenko<\/p>\n<p> Hinweis: Ukraine-Hilfe<\/p>\n<p class=\"has-small-font-size\">Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. <a href=\"https:\/\/www.futurezone.de\/digital-life\/article281984\/online-spenden-fuer-die-ukraine-wie-du-den-menschen-helfen-kannst.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hier<\/a> kannst du den Betroffenen helfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie die Magmastr\u00f6me unter dem \u00c4tna verlaufen, ist Gegenstand st\u00e4ndiger Forschungen. 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