{"id":223355,"date":"2026-06-18T04:14:10","date_gmt":"2026-06-18T04:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/223355\/"},"modified":"2026-06-18T04:14:10","modified_gmt":"2026-06-18T04:14:10","slug":"ooe-industrie-fordert-mut-zur-veraenderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/223355\/","title":{"rendered":"O\u00f6. Industrie fordert \u201eMut zur Ver\u00e4nderung\u201c"},"content":{"rendered":"<p> O\u00d6\/LINZ. Die Industriellenvereinigung O\u00d6 (IV O\u00d6) fordert angesichts der wirtschaftlichen Lage erneut einen Kurswechsel. Das geplante Doppelbudget wird heftig kritisiert. Das Motto, auch beim traditionellen Industrieempfang in der Kepler Hall der JKU Linz: \u201eMut zur Ver\u00e4nderung\u201c. <\/p>\n<p>\u201eWir leben in einer Zeit enormer Ver\u00e4nderungen. Die Welt ist fragiler geworden, die internationalen Wettbewerbsbedingungen haben sich deutlich versch\u00e4rft, \u00d6sterreich hat in den letzten Jahren deutlich an Attraktivit\u00e4t als Industriestandort verloren\u201c, sagt IV-O\u00d6-Pr\u00e4sident Thomas Br\u00fcndl. Seit rund einem Jahr ist er in diesem Amt, es sein seither nicht langweilig gewesen, schmunzelt der starlim-sterner Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer angesichts der nationalen und vor allem internationalen Entwicklungen.\u00a0<\/p>\n<p>Trotzdem sieht Br\u00fcndl Ober\u00f6sterreich gut aufgestellt. Besonders im Bereich der K\u00fcnstlichen Intelligenz habe sich das Bundesland in den vergangenen Jahren zu einem europ\u00e4ischen Hotspot entwickelt. Rund um die Kepleruni Linz und die Fachhochschule O\u00d6 sei ein international beachtetes \u00d6kosystem entstanden. Ziel m\u00fcsse nun sein, diese St\u00e4rken in Produktivit\u00e4t, Innovation und wirtschaftliches Wachstum umzusetzen.<\/p>\n<p>\u201eKeine Antworten auf Standortprobleme\u201c<\/p>\n<p>Kritisch beurteilt IV O\u00d6 dagegen die Politik des Bundes. Das aktuelle Doppelbudget liefere aus ihrer Sicht keine Antworten auf die Standortprobleme \u00d6sterreichs. Vor allem bei Pensionen, Gesundheit, B\u00fcrokratieabbau und der Aufgabenverteilung zwischen Bund und L\u00e4ndern fehlten notwendige Reformen. \u201eDas Paket beninhaltet keine Ma\u00dfnahmen zur Mindsig-Ver\u00e4nderung.\u201c<\/p>\n<p>Die IV fordert diesen Mentalit\u00e4tswechsel aber: \u201eWir leben in einer Zeit der \u00dcberintervention. Der Staat greift immer st\u00e4rker in die Wirtschaft ein. Preisbremsen, F\u00f6rderungen, Regulierungen und neue Berichtspflichten werden zur Standardantwort auf nahezu jedes Problem.\u201c<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Sorgen: \u201eEuropa verliert laufend an industrieller Bedeutung. \u201eWir m\u00fcssen Tun und unsere Kultur ver\u00e4ndern &#8211; weg von &#8218;Misserfolg vermeidend&#8216; hin zu erfolgssuchend!\u201c<\/p>\n<p>Es brauche dazu Anreize f\u00fcr Eigenverantwortung und unternehmerische Freiheit sowie einfachere Verwaltungsabl\u00e4ufe. Als \u201eLichtblick\u201c bezeichnet er zuletzt abgeschlossene Handelsabkommen seitens der EU.\u00a0<\/p>\n<p>Neue Regional-Strategie<\/p>\n<p>Im Auftrag der IV O\u00d6 wurde eine Studie zur k\u00fcnftigen Wachstumsstrategie des Bundeslandes erstellt. Das Ergebnis: Die Regionen Ober\u00f6sterreichs unterscheiden sich stark und ben\u00f6tigen ma\u00dfgeschneiderte Strategien. Eine Angleichung aller Regionen sei nicht zielf\u00fchrend. \u201eGefragt ist nicht Nivellierung, sondern die konsequente Vertiefung bestehender St\u00e4rken bei gleichzeitiger Erschlie\u00dfung neuer Wachstumsfelder\u201c, betont IV-Chef\u00f6konom Christian Helmenstein.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt der Forderungen betrifft die Energiepolitik. IV O\u00d6-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Haindl-Grutsch kritisiert das \u201eGold Plating\u201c \u00d6sterreichs. Das Ziel \u00d6sterreichs, bereits 2040 klimaneutral zu werden, w\u00e4hrend auf EU-Ebene das Jahr 2050 anstrebt, verursache erhebliche volkswirtschaftliche Kosten.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eEs ist v\u00f6llig inakzeptabel, dass die \u00f6sterreichische Bundesregierung den Standort \u00d6sterreich zus\u00e4tzlich schw\u00e4cht, indem sie statt wie die EU 2050 das Jahr 2040 als Ziel f\u00fcr die Klimaneutralit\u00e4t beschlossen hat\u201c, so Haindl-Grutsch. Die Energie- und Klimapolitik m\u00fcsse technologieoffen, wirtschaftlich sinnvoll und europ\u00e4isch abgestimmt erfolgen.<\/p>\n<p>Industrieempfang in der Kepler Hall<\/p>\n<p>In der vollbesetzen Kepler Hall am JKU-Campus wurde Dienstagabend auch zum traditionellen o\u00f6. Industrie-Empfang geladen.<\/p>\n<p>Die Stimmung unter der versammelten Industriespitze des Landes war trotz der zahlreichen Herausforderungen positiv. Die wirtschaftliche Erholung werde sich in den n\u00e4chsten Monaten fortsetzen, so der Tenor.<\/p>\n<p>Dass es mehr Mut zur Ver\u00e4nderung ben\u00f6tigt, bekr\u00e4ftigte auch eine Talkrunde, bestehend aus Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Landeshauptmann Thomas Stelzer, IV-Pr\u00e4sident Georg Knill und IV O\u00d6-Pr\u00e4sident Thomas Br\u00fcndl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"O\u00d6\/LINZ. Die Industriellenvereinigung O\u00d6 (IV O\u00d6) fordert angesichts der wirtschaftlichen Lage erneut einen Kurswechsel. 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