{"id":225509,"date":"2026-06-19T04:36:08","date_gmt":"2026-06-19T04:36:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/225509\/"},"modified":"2026-06-19T04:36:08","modified_gmt":"2026-06-19T04:36:08","slug":"virus-ausbruch-ende-der-hantavirus-quarantaene-fuer-betroffene-in-sicht-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/225509\/","title":{"rendered":"Virus-Ausbruch &#8211; Ende der Hantavirus-Quarant\u00e4ne f\u00fcr Betroffene in Sicht &#8211; Bayern"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Berlin\/Genf (dpa) &#8211; Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ist f\u00fcr die noch in Quarant\u00e4ne verbliebenen deutschen Passagiere ein Ende des Ausnahmezustands in Sicht. Alle, die noch in h\u00e4uslicher Isolation sind, d\u00fcrfen diese in den kommenden Tagen verlassen, wie eine dpa-Abfrage bei den zust\u00e4ndigen \u00c4mtern ergeben hat.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr eine Person aus der Region Heilbronn l\u00e4uft die Quarant\u00e4ne am Wochenende aus, auch f\u00fcr eine Person aus Mittelsachsen endet die Isolation in den n\u00e4chsten Tagen. Beiden geht es nach Angaben der Beh\u00f6rden gut. Zwei Kontaktpersonen in Bayern entwickelten ebenfalls keine Symptome, eine hat die Quarant\u00e4ne bereits verlassen, f\u00fcr die andere sollte die Frist voraussichtlich am Samstag enden. Eine der beiden war anfangs in der Uniklinik D\u00fcsseldorf. Aus Berlin hie\u00df es ebenfalls, die Quarant\u00e4ne der betroffenen Kontaktperson sei demn\u00e4chst abgelaufen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Damit orientieren sich die Beh\u00f6rden weitgehend an der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die eine \u00dcberwachung der Menschen vom Schiff bis zum 21. Juni empfohlen hatte.\u00a0<\/p>\n<p>Seltene Ansteckungen von Mensch zu Mensch<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf einer in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Argentinien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Argentinien<\/a> begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes \u201eHondius\u201c der niederl\u00e4ndischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus \u2013 konkret mit dem s\u00fcdamerikanischen Andes-Typ des Virus \u2013 angesteckt. Drei Menschen starben infolge ihrer Infektion, mehrere weitere steckten sich an und erkrankten. Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-\u00dcbertragungen geben kann. \u00dcblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren \u00fcbertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Rund 150 Menschen aus 23 L\u00e4ndern waren demnach auf der \u201eHondius\u201c. Wegen des Ausbruchs legte das Schiff im Mai an der Insel Teneriffa an, von wo aus die Menschen an Bord unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatl\u00e4nder kamen. In mehreren L\u00e4ndern, darunter Kanada, Frankreich und Spanien, wurden bei Mitreisenden Infektionen mit dem Virus best\u00e4tigt.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/bca6fb51-b015-4841-8414-be798e89464f.jpg\"   alt=\"Personen in Schutzbekleidung und mit Masken (r) gehen im Hafen von Granadilla auf Teneriffa an Land, nachdem sie mit einem Boot von dem vom Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiff MV Hondius gebracht wurden\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Personen in Schutzbekleidung und mit Masken (r) gehen im Hafen von Granadilla auf Teneriffa an Land, nachdem sie mit einem Boot von dem vom Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiff MV Hondius gebracht wurden Manu Fernandez\/AP\/dpa<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach Angaben der WHO sind die \u00fcberlebenden Infizierten alle auf dem Weg der Genesung und teils aus den Krankenh\u00e4usern entlassen worden. Schon vor Wochen hatte die WHO das Risiko f\u00fcr die breite Bev\u00f6lkerung als gering bewertet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die gr\u00fcndlich desinfizierte \u201eHondius\u201c ist mittlerweile wieder zu einer neuen Expedition aufgebrochen. Die Crew-Mitglieder w\u00fcrden nach abgeschlossener Quarant\u00e4ne in den n\u00e4chsten Tagen nach Hause fliegen, hie\u00df es von einer Sprecherin der Reederei.<\/p>\n<p>Die Suche nach dem Anfang<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wo genau sich die Passagiere der \u201eHondius\u201c mit dem Hantavirus angesteckt haben, ist trotz intensiver Suche noch nicht gekl\u00e4rt. Weil das Schiff am 1. April von Ushuaia in der Provinz Tierra del Fuego (Feuerland) im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcden Argentiniens aus in See gestochen war, suchten die argentinischen Beh\u00f6rden zun\u00e4chst dort nach dem Ursprung der Infektion. Dazu stellten Mitarbeiter des Forschungsinstituts Malbr\u00e1n in Ushuaia Fallen auf, um Nagetiere zu fangen, die das Hantavirus \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Dabei wurden keine Exemplare der Langschwanz-Zwergreisratte (Oligoryzomys longicaudatus) gefunden, die als wichtigste Tr\u00e4ger des Andesvirus gelten, wie Malbr\u00e1n mitteilte. Auch in der weiter n\u00f6rdlich gelegenen Provinz Mendoza an der Grenze zu Chile wurden keine verd\u00e4chtigen Nagetiere gefangen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein niederl\u00e4ndisches Paar, das an der Infektion starb, war nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Tierra del Fuego nach einer monatelangen Reise durch ganz Argentinien, Chile und Uruguay am 29. M\u00e4rz in Ushuaia eingetroffen und hatte sich am 1. April auf der \u201eHondius\u201c eingeschifft. Bereits am 3. April &#8211; f\u00fcnf Tage nach ihrer Ankunft in Ushuaia &#8211; zeigten sie erste Symptome, zitiert die Fachzeitschrift \u201eScience\u201c die Virologin Valeria Mart\u00ednez vom Forschungsinstitut Malbr\u00e1n. \u201eEine so kurze Inkubationszeit ist nicht unm\u00f6glich, aber sehr unwahrscheinlich.\u201c Die Pan-Amerikanische Gesundheitsorganisation sch\u00e4tzt die Inkubationszeit des Hantavirus auf 7 bis 39 Tage.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Nagetier im Wohnmobil?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die derzeit wahrscheinlichste Hypothese ist, dass ein infiziertes Nagetier w\u00e4hrend der Fahrt des niederl\u00e4ndischen Paars durch Argentinien in einer anderen Provinz in das Wohnmobil eingedrungen war und den Mann dann zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ansteckte. \u201eDas kommt hier in der Gegend zu Beginn des Winters ziemlich h\u00e4ufig vor\u201c, sagte Mart\u00ednez. \u201eDie Nagetiere dringen auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf in die Autos ein.\u201c\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Uruguay, wo das Paar nach seiner Rundreise das Wohnmobil abstellte, untersuchten Wissenschaftler das Fahrzeug. \u201eWir haben weder Kot noch offensichtliche Spuren von Nagetieren gefunden\u201c, sagte die Virologin Adriana Delfraro von der uruguayischen Universit\u00e4t der Republik. Die Forscher nahmen Abstriche aus dem Fahrzeug, um nach Hinweisen auf das Virus oder seinen Nagetierwirt zu suchen. Gewissheit gibt es jedoch weiterhin keine.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260619-930-247200\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Genf (dpa) &#8211; Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ist f\u00fcr die noch in Quarant\u00e4ne verbliebenen deutschen Passagiere&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":225510,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[1872,46,42,1125,257,124,123,701,1130,5802,44,18356,1076,1624,100],"class_list":["post-225509","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-argentinien","tag-at","tag-austria","tag-bayern","tag-deutschland","tag-gesundheit","tag-health","tag-international","tag-krankheit","tag-krankheiten","tag-oesterreich","tag-suedamerika","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-tourismus","tag-wissenschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116774920993027894","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/225509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=225509"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/225509\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/225510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=225509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=225509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=225509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}