{"id":225895,"date":"2026-06-19T08:51:15","date_gmt":"2026-06-19T08:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/225895\/"},"modified":"2026-06-19T08:51:15","modified_gmt":"2026-06-19T08:51:15","slug":"care-warnt-vor-hilfskuerzungen-menschen-werden-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/225895\/","title":{"rendered":"CARE warnt vor Hilfsk\u00fcrzungen: &#8222;Menschen werden sterben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">CARE \u00d6sterreich warnt vor gravierenden Hilfsk\u00fcrzungen f\u00fcr Gefl\u00fcchtete in Afrika. Laut UNO wurden seit Jahresbeginn nur 13 Prozent der ben\u00f6tigten Mittel in Krisenl\u00e4ndern wie Sudan und S\u00fcdsudan bereitgestellt, so die Hilfsorganisation. CARE-Nothilfereporterin Sarah Easter, die gerade im S\u00fcdsudan war, warnt im APA-Gespr\u00e4ch, dass die Versorgung mit Lebensmitteln und Gesundheitseinrichtungen f\u00fcr Sudan-Fl\u00fcchtlinge nicht aufrechterhalten werden kann. &#8222;Menschen werden sterben.&#8220;<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Hilfsorganisationen w\u00fcrden im Norden des S\u00fcdsudan an der Grenze zum Sudan bereits am Maximum arbeiten, erz\u00e4hlt Easter, die im M\u00e4rz dort war. Dennoch m\u00fcssten sehr viele Menschen aufgrund des fehlenden Geldes in den \u00fcberlasteten Aufnahmezentren f\u00fcr B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge aus dem benachbarten Sudan oft im Freien schlafen. Malaria und der darauf folgende Durchfall versch\u00e4rfen die Unterern\u00e4hrung vieler Menschen, vor allem Kinder seien betroffen. Das gr\u00f6\u00dfte Problem sei aber, dass die sudanesischen Fl\u00fcchtlinge in ein Land k\u00e4men, wo selbst 75 Prozent der Bev\u00f6lkerung auf humanit\u00e4re Hilfe angewiesen ist, so Easter.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">&#8222;T\u00e4glich fliehen Zehntausende Menschen \u00fcber die Grenzen des Sudan. Ich habe \u00fcberf\u00fcllte Transitzentren gesehen, Familien, die im Freien schlafen, Kinder, die wegen Hunger und Ersch\u00f6pfung kaum noch gehen k\u00f6nnen, und M\u00fctter, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder versorgen sollen&#8220;, berichtet die CARE-Nothilfereporterin. Aufgrund der K\u00fcrzungen der finanziellen Mittel m\u00fcssten Hilfsorganisationen Programme k\u00fcrzen und schwierige Entscheidungen treffen, was zur Folge habe, dass Gesundheitsstationen geschlossen werden m\u00fcssten und die Versorgung mit Nahrung nicht mehr sichergestellt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Dennoch versuche CARE aufgrund des &#8222;gro\u00dfen Bedarfs&#8220; an Hilfe, durch Umschichtungen und K\u00fcrzungen die Einrichtungen f\u00fcr Gefl\u00fcchtete irgendwie am Leben zu erhalten. &#8222;Denn, wenn wir Einrichtungen komplett schlie\u00dfen m\u00fcssen und das dann wieder neu aufbauen m\u00fcssen, wird das viel teurer&#8220;, betont Easter.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Seit 2023 dauert der B\u00fcrgerkrieg im Sudan an. Rund 11,5 Millionen Menschen wurden vertrieben, \u00fcber 4,5 Millionen Menschen sind in Nachbarl\u00e4nder wie den Tschad, S\u00fcdsudan, \u00c4gypten oder Libyen geflohen. Viele m\u00fcssen dort in \u00fcberf\u00fcllten Aufnahmezentren, Fl\u00fcchtlingscamps oder informellen Unterk\u00fcnften ohne ausreichende Versorgung mit Nahrung, Wasser und Medikamenten leben.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Situation im B\u00fcrgerkriegsland Sudan, den sie vergangenes Jahr besuchte, sei verheerend, berichtet Easter: &#8222;Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt.&#8220; Viele Menschen seien monatelang zu Fu\u00df auf der Flucht, erz\u00e4hlt sie. Darunter seien viele unbegleitete Minderj\u00e4hrige, die ihre Eltern auf der Flucht verloren h\u00e4tten. So erz\u00e4hlt die CARE-Nothilfereporterin etwa vom Treffen mit einem 13-J\u00e4hrigen, der ihr erz\u00e4hlt habe, dass er auf seiner Flucht immer auf B\u00e4umen geschlafen habe, damit er nicht von Hy\u00e4nen gefressen werde.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Ein gro\u00dfes Problem seien zudem die Klimaver\u00e4nderungen im S\u00fcdsudan und den benachbarten L\u00e4ndern. So sei 2024 bei einer Flut fast die gesamte Ernte im S\u00fcdsudan vernichtet worden. Im folgenden Jahr sei die D\u00fcrre wiederum verheerend gewesen, so Easter. Zudem h\u00e4tten die Weberv\u00f6gel, eine in Afrika weit verbreitete Sperlingsart, aufgrund der D\u00fcrre ihr Essverhalten ge\u00e4ndert. Weil das Gras nicht mehr gewachsen sei, h\u00e4tten die V\u00f6gel anstatt Grassamen die Samen der in der Region angebauten Lebensmittel wie Getreide und Hirse gefressen, was die Hungerkrise noch versch\u00e4rft habe.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der s\u00fcdsudanesische Staat habe einfach keine Mittel, um die Bev\u00f6lkerung ausreichend zu ern\u00e4hren, so Easter. Zudem w\u00fcrden interne Konflikte im Land die Krise vorantreiben und die internationale Aufmerksamkeit nachlassen. &#8222;CARE macht jetzt reine Nothilfe&#8220;, sagt Easter, das Ziel bleibe aber, langfristig wieder klassische Entwicklungshilfe zu machen und &#8222;Hilfe zur Selbsthilfe&#8220;.<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"CARE \u00d6sterreich warnt vor gravierenden Hilfsk\u00fcrzungen f\u00fcr Gefl\u00fcchtete in Afrika. 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