{"id":22596,"date":"2026-03-03T05:30:27","date_gmt":"2026-03-03T05:30:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/22596\/"},"modified":"2026-03-03T05:30:27","modified_gmt":"2026-03-03T05:30:27","slug":"mullah-rache-iran-fatwa-ist-brandbeschleuniger-fuer-attentate-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/22596\/","title":{"rendered":"Mullah-Rache? &#8222;Iran-Fatwa ist Brandbeschleuniger f\u00fcr Attentate in Europa\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Angriff der USA und Israels auf den Iran sorgt f\u00fcr einen Ausnahmezustand im Nahen Osten. Doch auch f\u00fcr den Westen hat dies sicherheitspolitische Folgen. Nach dem Tod des Staatsoberhaupts Ali Chamenei hat das Mullah-Regime am 1. M\u00e4rz eine Fatwa &#8222;an alle Muslime&#8220; und &#8222;als religi\u00f6se Pflicht&#8220; ausgerufen, um den &#8222;M\u00e4rtyrertod&#8220; zu r\u00e4chen. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Eine Fatwa ist ein religi\u00f6se Empfehlung durch einen meist hochrangigen islamischen Rechtsgelehrten. Sie ist f\u00fcr die Menschen verbindlich, die die religi\u00f6se Autorit\u00e4t des jeweiligen Gelehrten anerkennen.<\/p>\n<p>Der iranische Gro\u00dfajatollah Nasser Makarem Schirasi betonte im Falle der j\u00fcngst ausgerufenen Fatwa: Die &#8222;Hauptverantwortlichen f\u00fcr dieses Verbrechen&#8220; seien die USA und Israel. <\/p>\n<p>Solch eine Fatwa gleicht einem Aufruf zu Anschl\u00e4gen, die den ganzen Westen betreffen k\u00f6nnten. Besonders Deutschland ist im Fokus, da es als Hotspot in Europa f\u00fcr Netzwerke der Mullahs und Revolutionsgarden (IRGC) gilt. Der Islamismus-Experte Heiko Heinisch sagt zu Euronews: &#8222;Ich sch\u00e4tze die Gefahr f\u00fcr spontane Einzelt\u00e4terattentate sowie f\u00fcr die Aktivierung von Schl\u00e4fern relativ hoch ein.&#8220; <\/p>\n<p>Ebenso warnt der Terrorforscher Nicolas Stockhammer: &#8222;Die Fatwa des Mullah-Regimes ist ein Brandbeschleuniger f\u00fcr m\u00f6gliche Attentate in Europa.&#8220; Die Fatwa wirke auf &#8222;bereits vorhandene Netzwerke, Sympathisanten und hybride Akteure&#8220;. Sie ziele auf eine &#8222;diffuse, transnationale Unterst\u00fctzerbasis \u2013 vom organisierten Kern bis zum selbstradikalisierten Einzelt\u00e4ter.&#8220;<\/p>\n<p>Und auch der Chef der Deutschen Bundespolizeigewerkschaft, Heiko Teggatz (CDU), meint zu Euronews: &#8222;Es ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass der Iran Menschen in die ganze Welt schicken wird, um terroristische Anschl\u00e4ge auf israelische und amerikanische Einrichtungen zu ver\u00fcben.&#8220;<\/p>\n<p>Nicht nur deutsche Beh\u00f6rden sind wachsam. Auch US-Beh\u00f6rden warnen aktuell vor erh\u00f6hter Bedrohung durch &#8222;lone wolf&#8220;-Attacken und Aktivierung von Sleeper Cells. In den USA und Kanada fanden bereits in den letzten Tagen Attacken statt. Die genauen Motive sind bisher unklar. <\/p>\n<p>Auf ein Box-Fitnessstudio in Kanada, das von dem iranischen Dissidenten Salar Gholami betrieben wird, wurde ein Schuss-Angriff ver\u00fcbt. In Texas fand in einer Bar ein Schusswaffenangriff statt. Bei dem mutma\u00dflichen T\u00e4ter handelt es sich um einen 53-j\u00e4hrigen Mann, der aus dem Senegal stammt. Er trug einen Pullover mit der Aufschrift &#8222;Property of Allah&#8220; und eine iranische Flagge gedruckt auf dem Unterhemd. Im Auto hatte er einen Koran liegen. Aktuell sind weitere Hintergr\u00fcnde unklar.Wie die New York Post berichtet, untersucht das FBI den Fall als potenziellen Terrorakt m\u00f6glicherweise motiviert auch die US-Schl\u00e4ge den auf den Iran.<\/p>\n<p>Irans Terrorzellen werden &#8222;vor allem in Europa aktiviert&#8220;<\/p>\n<p>Dass nun sogenannte &#8222;Schl\u00e4fer&#8220; in Europa geweckt werden oder spontane Einzelt\u00e4ter einen Anschlag begehen, h\u00e4lt Stockhammer f\u00fcr wahrscheinlich. Vorhandene regimetreue Netzwerke im Westen &#8222;werden derzeit aktiviert, soviel steht fest&#8220;, ist sich der \u00f6sterreichische Terrorexperte sicher. <\/p>\n<p>&#8222;Eine Eskalation ist absolut denkbar und m\u00f6glicherweise wird mit steigendem Druck gegen das Mullah-Regime eine st\u00e4rkere Hinwendung dieser Strukturen zu terroristischen Mitteln erfolgen. Vor allem in Europa&#8220;, so Stockhammer.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten seien in Deutschland strukturell l\u00e4ngst gelegt: &#8222;Bereits bestehende Strukturen der Revolutionsgarden und des iranischen Geheimdienstes in den Bundesl\u00e4ndern Nordrhein-Westfalen und Bayern verf\u00fcgen zweifellos \u00fcber das Potenzial Anschlagsplanungen voranzutreiben.&#8220;<\/p>\n<p>Der Historiker Heiko Heinisch, der die Islamismus-Szene in Europa jahrelang erforscht hat, meint: &#8222;Wenn man sich aktuell anschaut, wie der Iran auf den Angriff der USA und Israels mit blindem Umsichschlagen reagiert \u2013 Raketenbesch\u00fcsse auf alle, egal ob involviert oder nicht \u2013, gehe ich stark davon aus, dass der Iran auch Schl\u00e4fer-Zellen und Netzwerke in Europa aktivieren wird.&#8220; <\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnten auch Zellen der Hisbollah und der Hamas in Europa zur Terrorgefahr werden. Seit 1979 gibt es in Europa &#8222;\u00fcber 100 ausgef\u00fchrte und vereitelte Anschl\u00e4ge, die man dem Iran zurechnen kann&#8220;, erkl\u00e4rt Heinisch weiter. In den letzten Jahren haben die Zahlen deutlich zugenommen. &#8222;Allein ein MI5-Bericht von Ende 2024 schreibt von 20 versuchten iranischen Anschl\u00e4gen seit Januar 2022 in Gro\u00dfbritannien, das sind 7 pro Jahr!&#8220; Die Netzwerke seien hier und v\u00f6llig funktionsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Das Bundesinnenministerium (BMI) teilte Euronews mit: Alle Sicherheitsbeh\u00f6rden bewerten die Gef\u00e4hrdungslage &#8222;aufgrund der aktuellen Entwicklungen fortlaufend, sind hochwachsam und passen entsprechende Schutzma\u00dfnahmen im Bedarfsfall an.&#8220; Das Bundeskriminalamt unterst\u00fctze durch Lagebilder die L\u00e4nder. Die Regierung verfolge die Entwicklungen im Nahen Osten genau.<\/p>\n<p>Die Schl\u00e4fer-Zellen der Mullahs in Deutschland<\/p>\n<p>Es existiert ein enormes Netzwerk in Europa und Deutschland, das mit den Mullahs und der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) verbunden ist. Diese Zellen umfassen Spionage, Propaganda, Terrorplanung und die Nutzung krimineller Strukturen, oft koordiniert durch das iranische Ministerium f\u00fcr Nachrichtenwesen (MOIS) und die IRGC-Quds-Streitkr\u00e4fte. <\/p>\n<p>Sie zielen auf: Exil-Iraner, j\u00fcdische Einrichtungen, pro-israelische Gruppen und Regimekritiker ab. Die Aktivit\u00e4ten haben seit 2023 zugenommen. Besonders im Bundesland Nordrhein-Westfalen sind die iranisch-islamistischen Zellen erheblich, aber auch L\u00e4nder wie Hamburg und Bayern stehen im Fokus.<\/p>\n<p>2022 warf beispielsweise der T\u00e4ter Babak J. einen Molotow-Cocktail auf die Synagoge in Bochum, im Auftrag der IRGC. Im selben Jahr folgten Sch\u00fcsse auf ein Rabinerhaus in Essen, dahinter steckte erneut die IRGC. Die Tat wurde zusammen mit Gangs der organisierten Kriminalit\u00e4t geplant. <\/p>\n<p>Bayerns Innenminister: &#8222;Beobachten aufmerksam&#8220;<\/p>\n<p>Das nordrhein-westf\u00e4lische Innenministerium teilte auf Euronews-Anfrage mit, dass zwar Stand jetzt &#8222;keine Erkenntnisse oder Hinweise&#8220; vorliegen, welche eine konkrete Gef\u00e4hrdung begr\u00fcnden w\u00fcrden. Doch aufgrund der dynamischen Lage &#8222;ist eine Ver\u00e4nderung der Gef\u00e4hrdungslage und damit verbundene Neubewertung&#8220; jederzeit m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Innenminister Herbert Reul (CDU) meint: &#8222;Wenn es neue Erkenntnisse gibt, reagieren wir sofort und erh\u00f6hen die Ma\u00dfnahmen.&#8220; Sein Ministerium sei aufgrund der Situation besonders sensibilisiert: &#8222;Internationale Konflikte machen an Landesgrenzen nicht halt.&#8220;<\/p>\n<p>Auch in Hamburg sind die radikalen Zellen stark, es war bis zum Verbot vieler radikalen Islamvereine 2024 die Drehscheibe f\u00fcr regimenahe Moscheen und Rekrutierungen. Erst 2025 wurde ein d\u00e4nischer Staatsb\u00fcrger festgenommen, weil er f\u00fcr das iranische Regime Anschlagsziele in Deutschland, darunter M\u00fcnchen, ausspionierte.<\/p>\n<p>Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte zu Euronews: &#8222;Konkrete Gef\u00e4hrdungserkenntnisse liegen uns derzeit nicht vor.&#8220; Aber &#8222;unsere Sicherheitsbeh\u00f6rden beobachten die Entwicklung aufmerksam&#8220;. Das Bayerische Ministerium stehe &#8222;in engem Austausch&#8220; mit Bund, L\u00e4ndern und Kommunen. Der Schutz j\u00fcdischer Personen sowie anderer potenziell Gef\u00e4hrdeter habe &#8222;oberste Priorit\u00e4t&#8220;. <\/p>\n<p>Polizeigewerkschaft fordert: Regierung soll &#8222;Aufnahmeprogramme aussetzen&#8220;<\/p>\n<p>Der Polizeigewerkschaftler Heiko Teggatz dr\u00e4ngt hingegen die Politik zum Handeln: \u201eWir m\u00fcssen innenpolitisch wachsamer denn je sein.&#8220;<\/p>\n<p>Der Iran k\u00f6nne immer noch Terroristen, getarnt als Fl\u00fcchtlinge, nach Europa und Deutschland schicken. &#8222;Wir sollten also keinesfalls mehr Menschen ins Land lassen, deren Identit\u00e4t nicht zweifelsfrei gekl\u00e4rt ist, und diejenigen, die bereits hier sind, ganz besonders beobachten.&#8220;<\/p>\n<p>Teggatz fordert: &#8222;Der Bundesregierung kann ich nur dringend empfehlen, s\u00e4mtliche Aufnahmeprogramme, an denen f\u00fcr die Auswahl der Menschen NGOs beteiligt sind, umgehend auszusetzen. Konkret meine ich damit Afghanistan, S\u00fcdsudan und Gaza.&#8220; <\/p>\n<p>Auch an den europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenzen &#8222;sollten die Einreisevoraussetzungen lageabh\u00e4ngig versch\u00e4rft und Asylgesuche restriktiver behandelt&#8220; werden, meint er. <\/p>\n<p>Historiker kritisiert Vers\u00e4umnisse: &#8222;Deutschland kann jetzt nur noch hoffen&#8220;<\/p>\n<p>Geht es nach dem Islamismus-Kenner Heiko Heinisch, kann Deutschland angesichts politischer Vers\u00e4umnisse &#8222;nur noch hoffen&#8220;. &#8222;Politische Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten viel fr\u00fcher erfolgen m\u00fcssen. Die Politik h\u00e4tte viel fr\u00fcher auf die iranische Bedrohung reagieren, die Revolutionsgarden auf die Terrorliste setzen und alle Moscheen schlie\u00dfen m\u00fcssen, die mit dem Mullah-Regime, den IRGC oder der Hisbollah in Verbindung stehen\u201c, kritisiert Heinisch deutlich. <\/p>\n<p>Obwohl der Iran seit 1979 in Terroraktivit\u00e4ten in Europa verwickelt war, habe dies nie zu Konsequenzen gef\u00fchrt. &#8222;Stattdessen haben die europ\u00e4ischen Regierungen weiter mit dem Regime Gesch\u00e4fte gemacht und verhandelt.&#8220; Dies k\u00f6nnte sich jetzt als schwerer Fehler erweisen. <\/p>\n<p>Heinisch weiter: &#8222;In der aktuellen Situation kann man nur noch hoffen, dass die Sicherheitsbeh\u00f6rden wissen, wen sie beobachten m\u00fcssen, und dass Anschlagspl\u00e4ne rechtzeitig auffliegen und befreundete Geheimdienste wie der israelische oder der amerikanische uns weiterhin zeitnah warnen.&#8220;<\/p>\n<p>Auch nach der Schlie\u00dfung des &#8222;Islamischen Zentrums in Hamburg&#8220; (IZH) existieren in Europa weiterhin eine ganze Reihe von Moscheen, die unmittelbar dem iranischen Regime unterstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Angriff der USA und Israels auf den Iran sorgt f\u00fcr einen Ausnahmezustand im Nahen Osten. 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