{"id":226607,"date":"2026-06-19T15:53:09","date_gmt":"2026-06-19T15:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/226607\/"},"modified":"2026-06-19T15:53:09","modified_gmt":"2026-06-19T15:53:09","slug":"400-milliarden-parameter-modell-konsortium-europa-gewinnt-ki-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/226607\/","title":{"rendered":"400-Milliarden-Parameter-Modell: Konsortium \u201eEuropa\u201c gewinnt KI-Wettbewerb"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat am Freitag den Gewinner ihrer \u201eFrontier AI Grand Challenge\u201c bekannt gegeben. Das Konsortium \u201eEuropa\u201c unter der F\u00fchrung des italienischen Unternehmens Domyn hat sich im Wettbewerb durchgesetzt. Die Allianz soll mit dem Zuschlag die n\u00f6tigen Ressourcen erhalten, um ein quelloffenes KI-Modell der Spitzenklasse zu entwickeln. Das Prestigeprojekt soll alle 24 Amtssprachen der EU abdecken und ein Ausrufezeichen hinter die technologischen Ambitionen des Kontinents setzen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Mit <a href=\"https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/en\/news\/commission-selects-europa-consortium-winner-frontier-ai-grande-challenge-project-build-european\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">der Entscheidung will die Kommission<\/a> die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitale-Unabhaengigkeit-EU-plant-harten-Zugriff-auf-staatliche-IT-Strukturen-11317332.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">europ\u00e4ische Eigenst\u00e4ndigkeit im Bereich der Spitzentechnologie<\/a> st\u00e4rken. Europa verf\u00fcgt ihr zufolge \u00fcber das n\u00f6tige Talent und die industrielle Kapazit\u00e4t, um im globalen KI-Wettlauf ganz vorn mitzuspielen.<\/p>\n<p>Die im Februar dieses Jahres gestartete Initiative forderte die f\u00fchrenden KI-Innovatoren des Kontinents dazu auf, ein System mit mehr als 400 Milliarden Parametern zu konzipieren. Eine solche Gr\u00f6\u00dfenordnung ist bislang fast ausschlie\u00dflich den global fortschrittlichsten und finanzst\u00e4rksten Modellen aus den USA und China vorbehalten.<\/p>\n<p>Ma\u00dfanzug f\u00fcr regulierte Branchen<\/p>\n<p>In dieser Liga setzt auch die technologische Basis von Domyn an, die die KI-Schmiede in Kooperation mit Nvidia im Rahmen der europ\u00e4ischen Sovereign-AI-Initiative vorantreibt. G\u00e4ngige Sprachmodelle sind vor allem auf akademische Zielvorgaben optimiert, vernachl\u00e4ssigen aber oft spezifische Bed\u00fcrfnisse streng regulierter Sektoren wie Finanzdienstleistungen, Verteidigung oder hochentwickelte Fertigung.<\/p>\n<p>Diese Branchen fordern KI-Systeme, die auf gesch\u00e4ftskritische Arbeitsfl\u00fcsse wie das Abfragen strukturierter Datenbanken spezialisiert sind. Der Konsortialleiter <a href=\"https:\/\/www.domyn.com\/blog\/domyn-large-the-journey-of-a-european-sovereign-ai-model-for-regulated-industries\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">adressiert das bereits mit dem 263-Milliarden-Parameter-Modell Domyn-Large<\/a> sowie den Vorg\u00e4ngern Italia-10B und Colosseum-355B, die als Nvidia-NIM-Microservices bereitstehen und im Einklang mit dem AI Act f\u00fcr europ\u00e4ische Kernsprachen optimiert sind.<\/p>\n<p>Das im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellte Folgeprojekt zielt darauf ab, ein noch m\u00e4chtigeres Frontier-Modell zu schaffen. Dabei handelt es sich um extrem vielseitige Systeme, die sich mit minimalem Anpassungsaufwand auf die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche \u00fcbertragen lassen. Um die enorme Rechenlast effizient zu bew\u00e4ltigen, setzen die Entwickler auf moderne, modulare Architekturen wie das \u201eMixture-of-Experts\u201c-Verfahren. Damit sollen Ma\u00dfst\u00e4be in Sachen Leistungsf\u00e4higkeit und Ressourceneffizienz gesetzt werden.<\/p>\n<p>Das finale Modell wird der \u00d6ffentlichkeit als Open-Source-Software frei zur Verf\u00fcgung stehen. So soll sichergestellt werden, dass Firmen, Forscher und \u00f6ffentliche Institutionen in der EU gleicherma\u00dfen von den Fortschritten profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Supercomputing-Power und europ\u00e4ische Werte<\/p>\n<p>Finanzierung und Infrastruktur werden durch die Kooperation der Kommission mit dem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Jupiter-wird-erster-deutscher-Exaflops-Supercomputer-9529768.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Supercomputing-Konsortium EuroHPC<\/a> gew\u00e4hrleistet. Das Siegerteam erh\u00e4lt ein Jahr lang Zugriff auf bis zu 2,5 Prozent der gesamten EuroHPC-Rechenkapazit\u00e4t auf einem oder mehreren f\u00fcr KI-Anwendungen optimierten europ\u00e4ischen Superrechnern. Dieser Technologie-Schub ist Teil einer umfassenderen Strategie, die im Rahmen des \u201eAktionsplans f\u00fcr einen KI-Kontinent\u201c das europ\u00e4ische Startup-\u00d6kosystem st\u00e4rken und die Gemeinschaft als f\u00fchrenden KI-Standort etablieren soll.<\/p>\n<p>Kommissionsvizepr\u00e4sidentin Henna Virkkunen unterstrich den Anspruch, die EU wolle im Bereich der fortgeschrittenen KI eine F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen. Das Projekt Europa beweise, dass man mit den Weltbesten mithalten und den eigenen Werten treu bleiben k\u00f6nne.  Das Modell werde Innovationen in Schl\u00fcsselbereichen wie der Fertigungsindustrie, dem Gesundheitswesen und bei autonomen Systemen befl\u00fcgeln und ein vertrauensw\u00fcrdiges KI-\u00d6kosystem \u201eMade in Europe\u201c festigen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission hat am Freitag den Gewinner ihrer \u201eFrontier AI Grand Challenge\u201c bekannt gegeben. 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