{"id":227056,"date":"2026-06-19T20:27:26","date_gmt":"2026-06-19T20:27:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/227056\/"},"modified":"2026-06-19T20:27:26","modified_gmt":"2026-06-19T20:27:26","slug":"23-country-risk-conference-der-coface-weltordnung-weltunordnung-weltneuordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/227056\/","title":{"rendered":"23. Country Risk Conference der Coface: Weltordnung. Weltunordnung. Weltneuordnung."},"content":{"rendered":"<p>Die 23. Country Risk Conference stand mit dem Titel \u201eWeltordnung. Weltunordnung. Weltneuordnung.\u201c ganz im Zeichen der gro\u00dfen globalen Ver\u00e4nderungen und ihrer Bedeutung f\u00fcr \u00d6sterreich. \u201eWie wollen wir mit dem Umbruch und dem tiefgreifenden Wandel in der Welt umgehen? Europa hat die Chance, eine tragende Rolle in einer neuen Weltordnung zu spielen \u2013 und diese mitzugestalten\u201c, erkl\u00e4rt Dagmar Koch, Country Managerin der Coface \u00d6sterreich und Gastgeberin der Konferenz bei der Er\u00f6ffnung am Mittwochnachmittag im Apothekertrakt des Schloss Sch\u00f6nbrunn vor 170 G\u00e4sten aus dem Wirtschafts- und Finanzwesen. <\/p>\n<p>In seiner Keynote machte der langj\u00e4hrige luxemburgische Au\u00dfenminister Jean Asselborn einen Streifzug durch die Geschichte und beleuchtete die aktuellen Konfliktherde. \u201eWir leben in einer Zeit, in der Optimismus seinen Platz haben muss\u201c, betonte der Europapolitiker und f\u00fchrte zu j\u00fcngsten Entwicklungen weiter aus: \u201eMan kann als Optimist jetzt sagen, dass die Diplomatie wieder Fu\u00df gefasst hat. Das ist ein Zeichen f\u00fcr Putin, sich an den Verhandlungstisch zu setzen.\u201c  Asselborn mahnte den Rechtsstaat und das internationale Recht ein: \u201eWir m\u00fcssen aufpassen, dass wir nicht in eine Welt ohne Werte verfallen. Europa muss zum internationalen Recht stehen. Wir leben seit 80 Jahren in der EU in Frieden. Ich will das f\u00fcr meine Kinder und Kindeskinder f\u00fcr die n\u00e4chsten 80 Jahre.\u201c<\/p>\n<p>In seiner Rede zur Wirtschafts- und Geldpolitik gab Nationalbankgouverneur Univ.-Prof. Dr. Martin Kocher Einblicke in die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen: \u201eDie erste H\u00e4lfte dieses Jahrzehnts war besonders durch Unsicherheiten gekennzeichnet. Die Bandbreite der Szenarien ist sehr hoch. Es gibt Unsicherheiten, die man nicht kontrollieren kann, aber einiges kann man sicherer gestalten. Zudem kommt das Bem\u00fchen von allen Seiten hinzu, zu einer gewissen Stabilit\u00e4t zu kommen.\u201c Coface-Chef\u00f6konom f\u00fcr die DACH-Region Markus Kuger erg\u00e4nzte in seiner Pr\u00e4sentation die aktuellen globalen Risiken auf Branchen- und L\u00e4nderebene und die vielschichtigen Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen. \u201eSelbst nach Abschluss einer eher vagen Absichtserkl\u00e4rung wird es einige Zeit dauern, bis die \u00d6l- und Gaspreise auf Vorkriegsniveau zur\u00fcckfallen\u201c, betonte der \u00d6konom. <\/p>\n<p>Der Milit\u00e4rstratege Christoph G\u00f6d analysierte in seinem Beitrag \u201eDie Welt aus den Fugen\u201c die sicherheitspolitische Dimension der Konfliktherde. G\u00f6d erinnerte, dass es bereits seit 2014 eine Verschiebung des US-Fokus Richtung Asien gibt \u2013 mit entsprechenden Auswirkungen auf die transatlantische Partnerschaft. \u201eJeder US-Pr\u00e4sident betonte, dass Europa zu wenig f\u00fcr seine Verteidigung ausgibt\u201c, sagte G\u00f6d und erkl\u00e4rte, dass es das \u201eZiel Russlands ist, die transatlantische Partnerschaft zu schw\u00e4chen\u201c. Weder f\u00fcr den Ukraine-Krieg noch f\u00fcr den Nahen Osten sieht er zum jetzigen Zeitpunkt eine zeitnahe L\u00f6sung. <\/p>\n<p>Bei der finalen Podiumsdiskussion \u201eWeltwirtschaft vs. Wir sind Wirtschaft\u201c diskutierten unter der Moderation von Presse-Journalistin Eva Komarek Coface-Country Managerin Dagmar Koch, Michael Sch\u00fctz, CFO der Prinzhorn Holding, Lisa Smith, Co-Founder und Chair of the Board bei Prewave, Claudia Beermann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und CFO der iSi Automotive Holding und Alexander M\u00fclhaupt, General Manager bei Roche Pharma Austria die Potenziale und Handlungsspielr\u00e4ume der heimischen Wirtschaft. \u201e\u00d6sterreich ist das Land der Ma\u00dfe, nicht der Masse. Wir k\u00f6nnen Pr\u00e4zisionsarbeit, nicht Massenproduktion\u201c, erkl\u00e4rte Koch und unterstrich die St\u00e4rken der heimischen Wirtschaft wie etwa die ausgezeichneten Arbeitskr\u00e4fte. Isi-CFO Beermann forderte: \u201eWir m\u00fcssen selbstbewusster in unserer L\u00f6sungskompetenz sein.\u201c Prewave-Gr\u00fcnderin Smith nannte \u201eGeschwindigkeit\u201c als Zukunftsstrategie f\u00fcr ihr Unternehmen und betonte: \u201eMan kann sich auf viele Szenarien vorbereiten.\u201c Alexander M\u00fclhaupt, General Manager von Roche in \u00d6sterreich, sagte: \u201eW\u00e4hrend China und die USA die Spielregeln \u00e4ndern, bleibt Europa bei seiner Erhaltungstherapie. Wir sind in der EU in einem der gr\u00f6\u00dften Binnenm\u00e4rkte der Welt. Wir m\u00fcssen den Wert von Innovation besser erkennen.\u201c Michael Sch\u00fctz forderte eine europ\u00e4ische Industriestrategie. \u201eWir m\u00fcssen erkennen, wo ist der Zug abgefahren und was wollen wir f\u00f6rdern\u201c, erkl\u00e4rte der CFO der Prinzhorn-Gruppe und erntete im Publikum Applaus f\u00fcr seine Forderung \u201eBuy European\u201c. <\/p>\n<p>COFACE: FOR TRADE<\/p>\n<p>Coface z\u00e4hlt seit 80 Jahren zu den weltweit f\u00fchrenden Unternehmen im Kredit- und Risikomanagement und unterst\u00fctzt Firmen dabei, sich in einem unsicheren und volatilen Umfeld zurechtzufinden und zu wachsen. Unabh\u00e4ngig von Gr\u00f6\u00dfe, Standort oder Branche bietet Coface ihren 100.000 Kunden in rund 200 M\u00e4rkten umfassende L\u00f6sungen an: Warenkreditversicherung, Wirtschaftsausk\u00fcnfte, Inkasso, Absicherung von Projektgesch\u00e4ften. Tag f\u00fcr Tag setzen wir unser einzigartiges Know-how und Spitzentechnologie ein, um den Handel zu unterst\u00fctzen \u2013 sowohl im Inland als auch auf Exportm\u00e4rkten. Im Jahr 2025 besch\u00e4ftigte Coface ~5.511 Mitarbeitende und erzielte einen Umsatz von ~1,84 Milliarden Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die 23. Country Risk Conference stand mit dem Titel \u201eWeltordnung. Weltunordnung. 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