{"id":228595,"date":"2026-06-20T18:26:12","date_gmt":"2026-06-20T18:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/228595\/"},"modified":"2026-06-20T18:26:12","modified_gmt":"2026-06-20T18:26:12","slug":"neue-modelle-sollen-raetsel-um-marsmond-phobos-loesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/228595\/","title":{"rendered":"Neue Modelle sollen R\u00e4tsel um Marsmond Phobos l\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<p> WIEN. Neue Berechnungen zur inneren Struktur von Phobos sollen kl\u00e4ren, ob der kleine Marsmond aus Tr\u00fcmmern eines gewaltigen Einschlags entstand oder ein eingefangener Asteroid ist. Im Mittelpunkt steht der rund neun Kilometer gro\u00dfe Stickney-Krater. <\/p>\n<p>Wie Universe Today berichtet, stellte Benjamin Haser von der Universit\u00e4t der Bundeswehr M\u00fcnchen neue Modellrechnungen bei der Generalversammlung der European Geosciences Union in Wien vor. Die Forschenden untersuchen, wie verdichtetes Material unter dem Stickney-Krater das Schwerefeld von Phobos beeinflussen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Phobos besitzt einen mittleren Durchmesser von lediglich 22,2 Kilometern und umkreist den Mars in sieben Stunden und 39 Minuten. Bisherige Berechnungen deuten auf ein por\u00f6ses Inneres hin, das m\u00f6glicherweise auch Wassereis enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Stickney-Krater k\u00f6nnte Ursprung verraten<\/p>\n<p>Entstand Phobos aus Tr\u00fcmmern nach einem gewaltigen Einschlag auf dem Mars, k\u00f6nnte der Stickney-Krater rund 4,2 Milliarden Jahre alt sein. Handelt es sich dagegen um einen eingefangenen Asteroiden, w\u00e4re der Einschlag m\u00f6glicherweise erst vor etwa 2,6 Milliarden Jahren erfolgt.<\/p>\n<p>Die neuen Modelle sollen zeigen, wie stark das Material unter dem Krater durch Hitze und Druck verdichtet wurde. Diese Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnten sich im Schwerefeld, in der Massenverteilung und in den leichten Taumelbewegungen des Mondes bemerkbar machen.<\/p>\n<p>Phobos \u00e4hnelt durch seine unregelm\u00e4\u00dfige Form einem lockeren Tr\u00fcmmerhaufen. Gleichzeitig l\u00e4sst sich sein heutiges Schwerefeld bisher nur schwer mit seiner Form, Dichte, Oberfl\u00e4che und Umlaufbahn in einem einheitlichen Modell erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Japanische Mission soll Proben holen<\/p>\n<p>Weitere Erkenntnisse soll die japanische Mission Martian Moons Exploration liefern. Die MMX-Sonde soll nach derzeitiger Planung Ende 2026 starten und Material von der Oberfl\u00e4che des Marsmondes entnehmen.<\/p>\n<p>Ein Bohrer soll Proben aus bis zu zwei Zentimetern Tiefe gewinnen. Ein zweites, von der NASA beigesteuertes System soll Oberfl\u00e4chenmaterial mithilfe von Druckgas in einen Beh\u00e4lter bef\u00f6rdern. Die R\u00fcckkehr der Proben zur Erde ist bis Mitte 2031 vorgesehen.<\/p>\n<p>Die Analysen k\u00f6nnten zeigen, ob Phobos einst als Asteroid vom Mars eingefangen wurde, aus Einschlagstr\u00fcmmern entstand oder eine komplexere Entstehungsgeschichte besitzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WIEN. 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