{"id":231480,"date":"2026-06-22T12:05:11","date_gmt":"2026-06-22T12:05:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/231480\/"},"modified":"2026-06-22T12:05:11","modified_gmt":"2026-06-22T12:05:11","slug":"papst-hunger-wirkt-destabilisierend-niemand-darf-vergessen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/231480\/","title":{"rendered":"Papst: Hunger wirkt destabilisierend, niemand darf vergessen werden"},"content":{"rendered":"<p>In der aktuellen politischen Gemengelage werden eher Kriege \u201egen\u00e4hrt\u201c, als Menschen \u201eern\u00e4hrt\u201c: Diese bittere Bestandaufnahme kommt von Papst Leo XIV., bei einem Besuch am r\u00f6mischen Sitz des Weltern\u00e4hrungsprogramms WFP, das humanit\u00e4re Nothilfe weltweit leistet. Gleichzeitig ruft das Kirchenoberhaupt zu einer ernsthaften gemeinsamen Anstrengung auf, um die Situation der Millionen Hungernden auf der Welt zu bessern.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-06\/papst-leo-wfp-wortlaut-ansprache-deutsch-hunger-solidaritaet.html\" title=\"Papst Leo beim WFP: Die Ansprache im Wortlaut\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2026\/06\/22\/13\/1782126987710.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Papst Leo beim WFP: Die Ansprache im Wortlaut\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Papst Leo XIV. hat am 22. Juni 2026 das WFP (World Food Programme) in Rom besucht und eine Ansprache gehalten, die wir in einer Arbeits\u00fcbersetzung dokumentieren. Auf &#8230;\n     <\/p>\n<p>Christine Seuss &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Das Weltern\u00e4hrungsprogramm setzt sich weltweit daf\u00fcr ein, in Notsituationen Leben zu retten und in Konflikten und bei Naturkatastrophen Nahrungsmittelhilfe zu leisten \u2013 ein Einsatz, der \u201ein tiefem Einklang mit dem Auftrag der katholischen Kirche, die Menschenw\u00fcrde zu wahren und die Geschwisterlichkeit zu f\u00f6rdern\u201c, steht, w\u00fcrdigte Papst Leo XIV. bei seinem Besuch im S\u00fcden Roms, wo er F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeitende der internationalen Organisation sowie bei ihr akkreditierte Diplomaten traf. In \u00fcber 120 L\u00e4ndern und Territorien ist die Organisation pr\u00e4sent, um in einem milliardenschweren Kraftakt Nahrung und andere lebensnotwendige Mittel an die Menschen zu verteilen, die durch Krisen zu Bed\u00fcrftigen geworden sind. Dieses Engagement sieht Papst Leo auch als grundlegend f\u00fcr die katholische Kirche, wie er in seiner Ansprache deutlich machte:<\/p>\n<p>\u201eGemeinsam stehen wir vor der dringenden Aufgabe, Hunger und Unterern\u00e4hrung zu bek\u00e4mpfen und die ihnen zugrunde liegenden strukturellen Ursachen anzugehen\u201c, so der Papst im Plenarsaal des WFP. Doch um dieser Aufgabe wirksam gerecht zu werden, m\u00fcsse man die \u201evor uns liegenden Herausforderungen, ihre Ursachen und m\u00f6gliche Wege zu dauerhaften L\u00f6sungen in den Blick\u201c nehmen:<\/p>\n<p>\u201eHeute haben sich Krisen von isolierten Ereignissen zu dauerhaften Realit\u00e4ten entwickelt, die gepr\u00e4gt sind von langanhaltenden Konflikten, chronischer Ern\u00e4hrungsunsicherheit, wirtschaftlicher Instabilit\u00e4t und zunehmenden Klimakrisen. Daraus ergibt sich eine grundlegende Frage: Welche globalen Strukturen sind in der Lage, solche Bedingungen hervorzubringen, aufrechtzuerhalten und mitunter sogar zu normalisieren?\u201c, so die dr\u00e4ngende Frage des US-amerikanischen Papstes am Sitz der Einrichtung, die zu gro\u00dfen Teilen aus Mitteln der USA gef\u00f6rdert wird \u2013 tats\u00e4chlich kommen die Exekutivdirektoren des WFP \u00fcblicherweise aus den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782124864203.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Am Sitz des WFP in Rom\" title=\"Am Sitz des WFP in Rom\"\/><\/p>\n<p>\n   Am Sitz des WFP in Rom \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Die Herausforderung bestehe jedenfalls l\u00e4ngst nicht mehr allein darin,\u00a0\u201ewie\u201c\u00a0man interveniere, vielmehr gehe es darum zu verstehen, \u201ewarum das System fortw\u00e4hrend genau jene Probleme erzeugt, die es anschlie\u00dfend zu beheben gezwungen ist\u201c, lud er zum Nachdenken ein. Angesichts einer zunehmend fragmentierten internationalen Ordnung ohne echten gemeinsamen ethischen Horizont h\u00e4tten die Staaten ihre Ressourcen zunehmend auf \u201enationale Sicherheit, Wirtschaftswachstum und innere Stabilit\u00e4t\u201c ausgerichtet \u2013 und dabei \u201eden engen Zusammenhang zwischen diesen Zielen und der multilateralen Zusammenarbeit au\u00dfer Acht gelassen\u201c, so die Analyse des Papstes, der in diesem Trend ein \u201ebemerkenswertes Paradoxon\u201c verortet:<\/p>\n<p>\u201eEine noch nie dagewesene globale Produktionskapazit\u00e4t steht wachsenden R\u00e4umen extremer Verwundbarkeit gegen\u00fcber. Dieselben Kr\u00e4fte, die das Wirtschaftswachstum vorantreiben, versch\u00e4rfen oft Ausgrenzung und Marginalisierung. Obwohl die Linderung menschlichen Leids grunds\u00e4tzlich allgemein als unerl\u00e4sslich anerkannt wird, besteht zunehmend die Gefahr, dass humanit\u00e4re Belange in der Hierarchie internationaler Priorit\u00e4ten in den Hintergrund gedr\u00e4ngt werden.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782124573260.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Papst Leo bei seiner Ansprache am WFP\" title=\"Papst Leo bei seiner Ansprache am WFP\"\/><\/p>\n<p>\n   Papst Leo bei seiner Ansprache am WFP \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Doch gerade \u201ein der Kluft zwischen grunds\u00e4tzlicher Anerkennung und praktischer Priorisierung\u201c sei eine \u201efortschreitende B\u00fcrokratisierung der Solidarit\u00e4t\u201c zu erkennen, die letztlich dazu f\u00fchren k\u00f6nne, dass diejenigen, die \u201ekeinen quantifizierbaren Wert erzeugen\u201c, unsichtbar w\u00fcrden, so die Warnung des Kirchenoberhauptes:<\/p>\n<p>\u201eDiese doppelte Dynamik stellt eine ernsthafte ethische Herausforderung dar: Der Mensch steht nicht mehr konsequent im Mittelpunkt des internationalen Handelns. (\u2026) Tats\u00e4chlich werden leichter Konflikte \u201egen\u00e4hrt\u201c als Menschen\u00a0ern\u00e4hrt. Diese Realit\u00e4t legt nicht nur operative Defizite offen, sondern auch ein grundlegendes Ungleichgewicht politischer und moralischer Priorit\u00e4ten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHunger ist nicht nur ein humanit\u00e4res Problem \u2013 er untergr\u00e4bt auch den sozialen Zusammenhalt\u201c<\/p>\n<p>Die Folgen dieser Art von schiefer Priorisierung reichten jedoch weit \u00fcber die unmittelbar Betroffenen hinaus, lud der Papst ein, den Blick zu weiten:<\/p>\n<p>\u201eHunger ist nicht nur ein humanit\u00e4res Problem \u2013 er untergr\u00e4bt auch den sozialen Zusammenhalt, erh\u00f6ht das Risiko von Konflikten und f\u00f6rdert Zwangsmigration.\u201c Dar\u00fcber hinaus schw\u00e4cht er die F\u00e4higkeit von Staaten und Gesellschaften, solide Institutionen aufzubauen, eine wirksame Bildung zu gew\u00e4hrleisten und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu f\u00f6rdern. Auf diese Weise verfestigt er Kreisl\u00e4ufe der Fragilit\u00e4t, die letztlich die gesamte internationale Gemeinschaft betreffen\u201c, so Papst Leo XIV., der das erste Mal das Weltern\u00e4hrungsprogramm besuchte.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782123664609.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Eine Videoschalte mit L\u00e4nderverantwortlichen\" title=\"Eine Videoschalte mit L\u00e4nderverantwortlichen\"\/><\/p>\n<p>\n   Eine Videoschalte mit L\u00e4nderverantwortlichen \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Humanit\u00e4res Handeln, das werde vor diesem Hintergrund deutlich, sei \u201ekein Randaspekt der internationalen Ordnung\u201c, sch\u00e4rfte der Papst seinen Zuh\u00f6rern ein. Vielmehr spiegele es die Verantwortung der Weltgemeinschaft wider, \u201edie Solidarit\u00e4t zu st\u00e4rken, Ausgrenzung entgegenzuwirken und die jedem Menschen innewohnende, von Gott gegebene W\u00fcrde anzuerkennen\u201c:<\/p>\n<p>\u201e\u00dcber das blo\u00dfe Krisenmanagement hinaus verk\u00f6rpern internationale Institutionen daher den Grundsatz der geteilten Verantwortung und bekr\u00e4ftigen, dass die internationale Gemeinschaft die Sorge um jene Menschen verbindet, die am meisten gef\u00e4hrdet sind.\u201c<\/p>\n<p>\u201e\u00dcber das blo\u00dfe Krisenmanagement hinaus verk\u00f6rpern internationale Institutionen (&#8230;) den Grundsatz der geteilten Verantwortung\u201c<\/p>\n<p>Dies mache die Arbeit des Weltern\u00e4hrungsprogramms \u00fcber eine rein politische, wirtschaftliche oder technische Natur hinaus relevant, als \u201ekonkreter Ausdruck internationaler Solidarit\u00e4t\u201c, w\u00fcrdigte der Papst weiter: \u201eWo staatliche Strukturen zur\u00fccktreten und lokale Netzwerke zerfallen, tr\u00e4gt seine Pr\u00e4senz dazu bei, zu verhindern, dass humanit\u00e4re Krisen zu einem irreversiblen Zusammenbruch eskalieren.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782122772912.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Im Plenarsaal\" title=\"Im Plenarsaal\"\/><\/p>\n<p>\n   Im Plenarsaal \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang sei ein \u201eerneuertes Bekenntnis zur multilateralen Zusammenarbeit unerl\u00e4sslich\u201c, forderte der Papst: \u201eDauerhafter Frieden und eine ganzheitliche, nachhaltige Entwicklung des Menschen sind nur durch die Beteiligung aller m\u00f6glich, getragen von einem echten internationalen Dialog und einer Zusammenarbeit, die auf das Gemeinwohl ausgerichtet ist. Ein solcher Ansatz erfordert einen festen politischen Willen, der in der Lage ist, kurzfristige Perspektiven zu \u00fcberwinden und in globale \u00f6ffentliche G\u00fcter zu investieren.\u201c<\/p>\n<p>Deshalb wolle er \u201ean die Regierungen und V\u00f6lker der Welt\u201c appellieren, ihr Engagement zu erneuern und zu verst\u00e4rken, die Mittel zur Bek\u00e4mpfung des Hungers und seiner Ursachen aufzustocken und die Hindernisse zu beseitigen, die verhindern, dass die Hilfe diejenigen erreicht, die sie ben\u00f6tigen\u201c, so der Papst am Sitz der Einrichtung, die sich fast vollst\u00e4ndig durch freiwillige Beitr\u00e4ge von Staaten, internationale Organisationen, Unternehmen und \u00fcber private Spender finanziert.<\/p>\n<p>Schwindende finanzielle Mittel f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Not <\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2025 erhielt das WFP offiziellen Angaben zufolge insgesamt rund 6,52 Milliarden US-Dollar an Beitr\u00e4gen, womit rund 121 Millionen Menschen geholfen werden konnte. Die Vereinigten Staaten waren dabei mit rund 2,07 Milliarden US-Dollar der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Geldgeber \u2013 allerdings wurden die Beitr\u00e4ge der USA im Gegensatz zum Vorjahr um rund die H\u00e4lfte gek\u00fcrzt, so dass insgesamt rund 30 Prozent an Hilfen eingebrochen sind. Die Zusammenarbeit mit der Kirche und der Zivilgesellschaft k\u00f6nnten f\u00fcr das Engagement n\u00fctzlich sein, erinnerte Leo XIV., der gleichzeitig dazu einlud, unn\u00f6tige B\u00fcrokratie abzubauen und effektive Kontrolle \u00fcber die verwendeten Mittel auszu\u00fcben: \u00a0<\/p>\n<p>\u201eEbenso wichtig ist es, der Kommodifizierung grundlegender menschlicher Bed\u00fcrfnisse entgegenzuwirken. Nahrung, Wasser und Gesundheitsversorgung d\u00fcrfen nicht wirtschaftlichen Erw\u00e4gungen oder geopolitischen Interessen untergeordnet werden.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782122763365.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Im Plenarsaal des WFP\" title=\"Im Plenarsaal des WFP\"\/><\/p>\n<p>\n   Im Plenarsaal des WFP \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Ern\u00e4hrungssicherheit, so erinnerte der Papst weiter, sei \u201eein wesentlicher Bestandteil globaler und ganzheitlicher Sicherheit\u201c, ein Aspekt, der die verst\u00e4rkten Aktivit\u00e4ten des WFP \u00fcber die unmittelbare Hilfe hinaus auf langfristige Initiativen besonders w\u00fcnschenswert erscheinen lasse.<\/p>\n<p>Lakmustest f\u00fcr\u00a0Glaubw\u00fcrdigkeit der internationalen Zusammenarbeit\u00a0 <\/p>\n<p>\u201eEs geht hier nicht nur um die Wirksamkeit einer Organisation, sondern auch um die Glaubw\u00fcrdigkeit der internationalen Zusammenarbeit selbst. Ihre Organisation zeigt, dass ein neuer Weg m\u00f6glich ist; er erfordert jedoch den entschlossenen Willen, \u00fcberm\u00e4\u00dfig Komplexes zu vereinfachen, dem Wesentlichen Vorrang einzur\u00e4umen und sicherzustellen, dass niemand vergessen wird\u201c, so das abschlie\u00dfende Res\u00fcmee des Papstes, der aus seiner Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Arbeit der internationalen Organisation und seiner Mitarbeiter keinen Hehl machte. Anschlie\u00dfend kam er noch zu einer kurzen Videokonferenz mit L\u00e4nderverantwortlichen des WFP zusammen und best\u00e4rkte sie in ihrem Einsatz in herausfordernder Umgebung. Die Mitarbeitenden der r\u00f6mischen Einrichtung hatten dann noch die Gelegenheit, dem Papst im Hof der Institution im r\u00f6mischen S\u00fcden die H\u00e4nde zu sch\u00fctteln.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782124571892.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Papst Leo und der schwedische Diplomat Carl Skau, der das WFP kommissarisch f\u00fchrt\" title=\"Papst Leo und der schwedische Diplomat Carl Skau, der das WFP kommissarisch f\u00fchrt\"\/><\/p>\n<p>\n   Papst Leo und der schwedische Diplomat Carl Skau, der das WFP kommissarisch f\u00fchrt \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Eingangs empfing die brasilianische Diplomatin \u00a0Carla Barroso Carneiro den Papst. Sie ist seit 2026 Pr\u00e4sidentin des Exekutivrats (Executive Board) des World Food Programme (WFP) und gleichzeitig Botschafterin und St\u00e4ndige Vertreterin Brasiliens bei den in Rom ans\u00e4ssigen UN-Organisationen, darunter WFP, FAO und IFAD. Sir betonte in ihren einf\u00fchrenden Worten die gemeinsame Verantwortung im Kampf gegen den Hunger und verwies auf die Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, deren Ziele nur durch weitere gro\u00dfe Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft erreicht werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die wichtige Rolle der Frauen <\/p>\n<p>Besonders hob sie hervor, dass Millionen von Gefl\u00fcchteten und Vertriebenen weiterhin nach Frieden, W\u00fcrde und Freiheit von Hunger strebten. Ihre Situation verdeutliche zudem, dass Ungleichheiten h\u00e4ufig zu Instabilit\u00e4t und Konflikten beitr\u00fcgen. In K\u00fcrze werde auch der Internationale Tag der Frauen in der Diplomatie begangen (24. Juni), so die Diplomatin, die in diesem Zusammenhang den Beitrag von Frauen zu Dialog, Zusammenarbeit und Frieden w\u00fcrdigte.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782122168874.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Eintrag ins Ehrenbuch der Einrichtung, mit McCain (l), Skau (m.) und Barroso Carneiro (r)\" title=\"Eintrag ins Ehrenbuch der Einrichtung, mit McCain (l), Skau (m.) und Barroso Carneiro (r)\"\/><\/p>\n<p>\n   Eintrag ins Ehrenbuch der Einrichtung, mit McCain (l), Skau (m.) und Barroso Carneiro (r) \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Der ehemaligen Exekutivdirektorin des World Food Programme (WFP), Cindy McCain, fiel anschlie\u00dfend die Aufgabe zu, Papst Leo einzuf\u00fchren. Die Arbeit des World Food Programme (WFP) bestehe darin, t\u00e4glich die am st\u00e4rksten von Hunger betroffenen Menschen zu unterst\u00fctzen,\u2013 insbesondere Menschen in Konfliktgebieten, Vertriebene sowie Opfer von Naturkatastrophen wie D\u00fcrren und \u00dcberschwemmungen, erl\u00e4uterte die US-Diplomatin, die im Februar 2026 angek\u00fcndigt hatte, ihr Amt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden niederzulegen. Seit Juni f\u00fchrt der schwedische Diplomat Carl Skau das WFP kommissarisch.<\/p>\n<p>Frieden erm\u00f6glicht Entwicklung <\/p>\n<p>Das WFP arbeite auch unter schwierigsten Bedingungen mit dem Ziel, dass niemand vergessen werde, erinnerte McCain, die auch den Friedensappell des Papstes aufgriff. Hunger und Konflikte seien eng miteinander verbunden: Wo Krieg herrsche, litten Menschen Hunger; wo Frieden entstehe, k\u00f6nnten Gemeinschaften sich entwickeln und selbst versorgen. Daher sei der unerm\u00fcdliche Einsatz des Papstes f\u00fcr Frieden, Gewaltfreiheit und den Schutz der Schw\u00e4chsten heute wichtiger denn je, so ihr Appell.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/06\/22\/2026-06-22-visita-alla-sede-del-programma-alimentare-mondiale--p\/1782124560754.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Die Ausstellung\" title=\"Die Ausstellung\"\/><\/p>\n<p>\n   Die Ausstellung \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Besuch des Papstes hatte das WFP auch die Installation \u201eA Place at the Table\u201c vorgestellt. Diese besteht aus Schalen und Tellern aus verschiedenen Gemeinden weltweit, in denen das WFP t\u00e4tig ist. Die Gegenst\u00e4nde st\u00fcnden f\u00fcr die Erinnerungen, Traditionen und Identit\u00e4t der Menschen, die sie t\u00e4glich nutzen, so das WFP in einer Presseaussendung zu der Initiative. Die Installation mache deutlich, dass Hunger nicht nur eine statistische Gr\u00f6\u00dfe sei, sondern das Leben konkreter Menschen betreffe, wobei allt\u00e4gliche Essgeschirre dabei zu einem Symbol der globalen Hungerkrise werden sollten, so das Weltern\u00e4hrungsprogramm.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der aktuellen politischen Gemengelage werden eher Kriege \u201egen\u00e4hrt\u201c, als Menschen \u201eern\u00e4hrt\u201c: Diese bittere Bestandaufnahme kommt von Papst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":231481,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[20075,1784,13223,65563,40,14119,41,2859,269,39,4579,66,65,64],"class_list":["post-231480","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-armut","tag-diplomatie","tag-hilfswerke","tag-internationale-institutionen","tag-nachrichten","tag-naturkatastrophen","tag-news","tag-papst-leo-xiv","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-solidaritaet","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116793673176722740","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/231480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=231480"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/231480\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/231481"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=231480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=231480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=231480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}