{"id":232848,"date":"2026-06-23T05:46:06","date_gmt":"2026-06-23T05:46:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/232848\/"},"modified":"2026-06-23T05:46:06","modified_gmt":"2026-06-23T05:46:06","slug":"hirnstimulation-ohne-op-neue-verfahren-zeigen-erfolg-bei-parkinson","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/232848\/","title":{"rendered":"Hirnstimulation ohne OP: Neue Verfahren zeigen Erfolg bei Parkinson"},"content":{"rendered":"<p>Die sogenannte Temporal Interference Stimulation (TIS) nutzt zwei hochfrequente elektrische Felder, die \u00fcber Elektroden auf der Kopfhaut angelegt werden. Durch ihre \u00dcberlagerung entsteht ein niederfrequentes Signal in der Tiefe des Gehirns. In M\u00e4useversuchen gelang damit eine gezielte Aktivierung.<\/p>\n<p>Dritte Elektrode soll Pr\u00e4zision verbessern<\/p>\n<p>Wissenschaftler der Universit\u00e4t Genf, der ETH Z\u00fcrich und der EPFL Lausanne arbeiten nun an einer dritten Elektrode. Das Ziel: Die Pr\u00e4zision erh\u00f6hen und unerw\u00fcnschte Nebenstimulationen in benachbarten Hirnarealen minimieren. Langfristig k\u00f6nnte TIS eine nicht-invasive Alternative bei Depressionen, Parkinson oder Zwangsst\u00f6rungen werden. Die klassische tiefe Hirnstimulation ersetzt die Technologie aber noch nicht.<\/p>\n<p>Anzeige: Die neuen Verfahren der Hirnstimulation ohne OP \u2013 wie TIS, TUS und tDCS \u2013 er\u00f6ffnen Parkinson-Patienten bisher ungeahnte Behandlungsm\u00f6glichkeiten. Welche Methode f\u00fcr wen geeignet ist, zeigt dieser Ratgeber. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/hirnstimulation-ohne-op-neue-verfahren-bei-parkinson-7624?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_988885:Topic_brain_health_cognitive:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=7624\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern<\/a><\/p>\n<p>Parallel dazu zeigt die transkranielle Ultraschallstimulation (TUS) Potenzial. Eine Studie der Yanshan University im Journal of Neuroscience belegt: In einem Mausmodell nach Schlaganf\u00e4llen verbesserte TUS die motorische Koordination und f\u00f6rderte die Neuroplastizit\u00e4t. Das Verfahren moduliert neuronale Aktivit\u00e4t ebenfalls von au\u00dfen \u2013 ein neuer Ansatz f\u00fcr die regenerative Neurologie.<\/p>\n<p>Kombination aus Stimulation und Medikamenten<\/p>\n<p>Ein weiterer Trend: Die Kopplung von Stimulationstechnologien mit Wirkstoffen oder digitalen Assistenten. Die FDA genehmigte ein Expanded-Access-Protokoll f\u00fcr NRX-101 \u2013 eine Kombination aus D-Cycloserin und Lurasidon. Der Wirkstoff soll die transkranielle Magnetstimulation (TMS) bei schwer depressiven und suizidalen Patienten verst\u00e4rken. Die SPARC-TMS-Studie untersucht nun die neuroplastischen Effekte.<\/p>\n<p>Bei Parkinson-Patienten lieferte eine Pilotstudie der Universit\u00e4t Lleida mit 23 Probanden neue Erkenntnisse. Die Ergebnisse in Neurological Sciences zeigen: Eine Kombination aus Laufbandtraining, virtueller Realit\u00e4t (VR) und transkranieller Gleichstromstimulation verbessert Gleichgewicht und Gang-Kadenz. Der hybride Ansatz hilft besonders dort, wo Medikamente an Grenzen sto\u00dfen.<\/p>\n<p>Vagusnerv-Stimulation per Wearable<\/p>\n<p>Auch die Vagusnerv-Stimulation (VNS) wird zunehmend transkutan erforscht \u2013 \u00fcber das Ohr. Eine Studie in Translational Psychiatry untersuchte diesen Ansatz bei diabetischen M\u00e4usen mit depressions\u00e4hnlichem Verhalten. Drei Wochen t\u00e4gliche Anwendung senkte den N\u00fcchternblutzucker und erh\u00f6hte die Serotonin-Rezeptor-Expression im Hypothalamus.<\/p>\n<p>Der Markt reagiert: Mit dem \u201eNuropod\u201c bewirbt ein Hersteller ein Wearable, das Stress durch Vagusnerv-Stimulation am Tragus des Ohrs reduzieren soll. Der Preis liegt bei rund 900 US-Dollar. Unabh\u00e4ngige Forschungsergebnisse f\u00fcr solche kommerziellen Ger\u00e4te fehlen jedoch oft noch.<\/p>\n<p>Anzeige: Viele Parkinson-Patienten sto\u00dfen mit Medikamenten an Grenzen. Nicht-invasive Hirnstimulation k\u00f6nnte eine Alternative sein \u2013 ganz ohne OP. Dieser Ratgeber erkl\u00e4rt die Verfahren und hilft bei der Orientierung. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/hirnstimulation-ohne-op-neue-verfahren-bei-parkinson-7624?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_988885:Topic_brain_health_cognitive:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=7624\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Ratgeber zur nicht-invasiven Stimulation sichern<\/a><\/p>\n<p>30 Millionen Euro f\u00fcr italienischen Stimulationsspezialisten<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Relevanz zeigt sich in aktuellen Finanzierungsrunden. Das Mail\u00e4nder Unternehmen WISE S.p.A. schloss eine Serie-D-Finanzierung \u00fcber 30 Millionen Euro ab. Angef\u00fchrt vom strategischen Investor ENEA Tech and Biomedical, flie\u00dfen die Mittel unter anderem in die klinische Einf\u00fchrung der Heron-R\u00fcckenmarksstimulationselektrode und den Ausbau des Portfolios f\u00fcr kortikale Elektroden.<\/p>\n<p>International verst\u00e4rken L\u00e4nder ihre Anstrengungen. In Iran hat ein eigenentwickeltes System zur tiefen Hirnstimulation die pr\u00e4klinische Phase abgeschlossen. Humanstudien sind f\u00fcr M\u00e4rz 2027 bis M\u00e4rz 2028 geplant. Ziel ist die Behandlung von rund 2.000 neuen Patienten pro Jahr mit Parkinson, Epilepsie oder therapieresistenten Depressionen. Damit positioniert sich das Land in einem Markt, den bisher die USA und China dominieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die sogenannte Temporal Interference Stimulation (TIS) nutzt zwei hochfrequente elektrische Felder, die \u00fcber Elektroden auf der Kopfhaut angelegt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":232849,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,42,65898,1503,7825,124,123,8132,5105,44,9612,7232,65897,65899,9093],"class_list":["post-232848","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-austria","tag-elektrode","tag-erfolg","tag-forscher","tag-gesundheit","tag-health","tag-hirnstimulation","tag-neuroplastizitaet","tag-oesterreich","tag-parkinson","tag-schlaganfall","tag-tis","tag-tus","tag-verfahren"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116797845261586600","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/232848","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=232848"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/232848\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/232849"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=232848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=232848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=232848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}