{"id":23476,"date":"2026-03-03T15:22:30","date_gmt":"2026-03-03T15:22:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/23476\/"},"modified":"2026-03-03T15:22:30","modified_gmt":"2026-03-03T15:22:30","slug":"gaspreis-steigt-auf-drei-jahres-hoch-gasvorraete-in-europa-auf-tiefstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/23476\/","title":{"rendered":"Gaspreis steigt auf Drei-Jahres-Hoch &#8211; Gasvorr\u00e4te in Europa auf Tiefstand"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t\t\t03. M\u00e4rz 2026, 15:47 Uhr                <\/p>\n<p>Amsterdam \u2013 Der Iran-Krieg hat den Preis f\u00fcr europ\u00e4isches Erdgas den zweiten Tag in Folge stark nach oben getrieben. Am Dienstag stieg er auf den h\u00f6chsten Stand seit gut drei Jahren wegen eines fortgesetzten Lieferstopps von Fl\u00fcssiggas aus dem wichtigen F\u00f6rderland Katar.<\/p>\n<p>An der B\u00f6rse in Amsterdam stieg der Preis f\u00fcr den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zeitweise bis auf 65,79 Euro je Megawattstunde (MWh). Damit hat sich der Preis f\u00fcr den Rohstoff innerhalb von nur zwei Tagen in etwa verdoppelt.<\/p>\n<p>Noch st\u00e4rker war der Gaspreis zuletzt zum Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor vier Jahren gestiegen. Damals waren die Notierungen an der B\u00f6rse in Amsterdam zeitweise \u00fcber 300 Euro je MWh geklettert. Am Nachmittag hat der Gaspreis aber wieder einen Teil der fr\u00fchen Gewinne abgegeben und wurde bei 57,42 Euro je MWh gehandelt.<\/p>\n<p>Gasvorr\u00e4te in Europa auf Tiefstand<br \/>Der Sprung bei den Gaspreisen nach Ausbruch des Iran-Kriegs wird verst\u00e4rkt von den tiefen Gasvorr\u00e4ten in Europa. Die niedrigen F\u00fcllst\u00e4nde der Gasspeicher heizen die Angst vor einem Versorgungsengpass an.<\/p>\n<p>Der F\u00fcllstand der Erdgasspeicher in Europa befand sich Anfang M\u00e4rz nach einem besonders kalten Winter auf einem Tiefstand. In der gesamten EU waren am 1. M\u00e4rz die Gasspeicher nur noch zu 30 Prozent gef\u00fcllt. Dies geht aus den Daten des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe hervor.<\/p>\n<p>Der F\u00fcllstand befindet sich damit weit unter dem Stand vor fast genau einem Jahr von knapp 40 Prozent. Der langj\u00e4hrige Durchschnitt \u00fcber zehn Jahre hinweg betrug zum selben Zeitpunkt gut 48 Prozent.<\/p>\n<p>Die Gasspeicher in Deutschland sind momentan zu 20,8 Prozent gef\u00fcllt. Darauf folgen Italien (47,6 Prozent), die Niederlande (10,6 Prozent) und Frankreich (21,7 Prozent). Die F\u00fcllst\u00e4nde sind gegen\u00fcber der Vorwoche nur unwesentlich ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Schneller geleert als gedacht<br \/>\u00abDie Gasspeicher in mehreren L\u00e4ndern \u2013 darunter insbesondere die Niederlande und Deutschland \u2013 leerten sich dadurch schneller als prognostiziert\u00bb, erkl\u00e4rte der Verband der Schweizerischen Gasindustrie Gazenergie auf seiner Homepage.<\/p>\n<p>Der Krieg im Mittleren Osten l\u00e4sst eine Erdgasverknappung bef\u00fcrchten. Rund 20 Prozent der weltweiten LNG-Exporte, die haupts\u00e4chlich aus Katar stammen, werden \u00fcber die Strasse von Hormus transportiert, erkl\u00e4rten die Experten der UBS. Seit Beginn der Woche sind LNG-Exporte aus Katar gestoppt.<\/p>\n<p>Derzeit sei der Schiffsverkehr im Nadel\u00f6hr des weltweiten Energiehandels bei Hormus stark eingeschr\u00e4nkt. Zudem habe die Schliessung der saudischen Raffinerie in Ras Tanura nach einem Drohnenangriff die Bef\u00fcrchtungen \u00fcber die Versorgung verst\u00e4rkt, erkl\u00e4rten die UBS-Experten.<\/p>\n<p>Schweizer Gas aus USA und Norwegen<br \/>\u00abDie Auswirkungen auf die Energiepreise h\u00e4ngen wesentlich davon ab, wie lange die Lage in der Strasse von Hormus angespannt bleibt. Weil die betroffenen LNG-Lieferungen vor allem f\u00fcr asiatische M\u00e4rkte bestimmt sind, reagieren dort die Preise aktuell deutlich st\u00e4rker als in Europa\u00bb, sagte ein Sprecher von Gazenergie auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.<\/p>\n<p>\u00abInsgesamt sei der weltweite LNG-Markt immer im globalen Kontext zu betrachten und es ist mit nachrichtengetriebenen Preisschwankungen zu rechnen. Gibt es nach drei bis vier Wochen eine Entspannung der Situation, d\u00fcrfte der Markt dies verkraften. Bei einer l\u00e4nger anhaltenden St\u00f6rung k\u00f6nnten im Sommer sp\u00fcrbare Auswirkungen auf die europ\u00e4ische Speicherbef\u00fcllung entstehen\u00bb, sagte der Gazenergie-Sprecher.<\/p>\n<p>Die Gasimporte sind vor allem LNG-Lieferungen, die laut Bundesamt f\u00fcr Energie vor allem aus den USA stammen. Die weiteren grossen Gaslieferanten sind Norwegen, gefolgt mit weitem Abstand von Algerien und Aserbaidschan. (awp\/mc\/pg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"03. 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