{"id":238601,"date":"2026-06-26T00:01:39","date_gmt":"2026-06-26T00:01:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/238601\/"},"modified":"2026-06-26T00:01:39","modified_gmt":"2026-06-26T00:01:39","slug":"eine-neue-art-von-pixel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/238601\/","title":{"rendered":"Eine neue Art von Pixel"},"content":{"rendered":"<p>Im amerikanischen Technikmagazin Wireless World tauchte 1927 im Zusammenhang mit der fr\u00fchen Fernsehtechnik erstmals der Begriff \u00abpicture element\u00bb (Bildelement) auf, der sp\u00e4ter zu Pixel verk\u00fcrzt wurde. Pixel sind heute allgegenw\u00e4rtig: In Computerbildschirmen und Fernsehger\u00e4ten, wo sie bunte Bilder erzeugen. Aber auch in Kameras, wo sie Bilder aufnehmen. In jedem Fall jedoch machen sie entweder das Eine oder das Andere \u2013 entweder sie kontrollieren Licht wie im Fall eines Bildschirms, oder sie analysieren es wie bei einem Kamerasensor. Pixel, die beides k\u00f6nnen, gab es bislang nicht.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Forschungsteam um David Norris, Professor am Optical Materials Engineering Laboratory der ETH Z\u00fcrich, hat nun erstmals solche Pixel entwickelt. Mit ihnen kann Licht sowohl gesteuert als auch analysiert werden. Dabei kann nicht nur die Intensit\u00e4t des Lichts, sondern auch seine Schwingungsphase und Polarisierung kontrolliert und analysiert werden. Aus solchen sogenannten bidirektionalen Pixeln k\u00f6nnten in Zukunft zum Beispiel Kamera-Displays entstehen, die beide Funktionen in einem Ger\u00e4t vereinen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Muster und Bilder aus \u00fcberlagerten Lichtwellen\u00a0 <\/p>\n<p>Die neuen Ergebnisse, die soeben im Fachjournal <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-026-10681-7\" class=\"icon-after icon-after--call_made eth-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">externe Seite Nature<\/a> ver\u00f6ffentlicht wurden, beruhen auf einem fundamentalen physikalischen Effekt: der sogenannten Interferenz von Lichtwellen. Wird Licht von einer Oberfl\u00e4che gestreut, so \u00fcberlagern sich die Wellen, die von verschiedenen Punkten auf der Oberfl\u00e4che ausgehen. Die Form der Oberfl\u00e4che entscheidet dann dar\u00fcber, mit welchen Schwingungsphasen sich die Wellen weiter ausbreiten. Sind die Phasen gleich, so verst\u00e4rken sich die Lichtwellen, sind sie aber entgegengesetzt, so l\u00f6schen sie sich gegenseitig aus.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Norris und seine Mitarbeitenden nutzen diesen Effekt, um mit einer wellenf\u00f6rmig modellierten Oberfl\u00e4che eines Materials Licht pr\u00e4zise zu steuern. Diese auf Nanometer genaue Bearbeitungsmethode entwickelten sie bereits vor einigen Jahren. Zur Steuerung wird das einfallende Licht im Material zun\u00e4chst vom Pixel, also der Stelle auf dem Chip, an der das Material bearbeitet wurde, in eine Oberfl\u00e4chenwelle (ein sogenanntes Oberfl\u00e4chen-Plasmon-Polariton) umgewandelt, die sich entlang der Oberfl\u00e4che des Chips ausbreitet.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Die Oberfl\u00e4chenwelle wird an anderer Stelle innerhalb des Pixels wieder aus dem Material als Lichtwelle gestreut. Durch die Interferenz der Lichtwellen k\u00f6nnen dann Muster und Bilder entstehen. Wie diese Bilder aussehen und welches Oberfl\u00e4chenmuster man f\u00fcr ein bestimmtes Bild braucht, k\u00f6nnen die Forschenden mit der mathematischen Fourier-Analyse berechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im amerikanischen Technikmagazin Wireless World tauchte 1927 im Zusammenhang mit der fr\u00fchen Fernsehtechnik erstmals der Begriff \u00abpicture element\u00bb&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":238602,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[26],"tags":[158,157,46,42,67033,159,147,161,160,67034,41,44,148],"class_list":["post-238601","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kunst-und-design","tag-art","tag-art-and-design","tag-at","tag-austria","tag-d-mavt","tag-design","tag-entertainment","tag-kunst","tag-kunst-und-design","tag-mikrotechnologie","tag-news","tag-oesterreich","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116813475487397493","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238601","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=238601"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/238601\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/238602"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=238601"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=238601"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=238601"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}