{"id":239082,"date":"2026-06-26T07:03:13","date_gmt":"2026-06-26T07:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/239082\/"},"modified":"2026-06-26T07:03:13","modified_gmt":"2026-06-26T07:03:13","slug":"quantenverschluesselung-ard-und-vodafone-testen-abhoersichere-tv-uebertragung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/239082\/","title":{"rendered":"Quantenverschl\u00fcsselung: ARD und Vodafone testen abh\u00f6rsichere TV-\u00dcbertragung"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Quantum-encryption-ARD-and-Vodafone-test-eavesdrop-proof-TV-transmission-11345096.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Quantencomputer gelten als das n\u00e4chste gro\u00dfe Ding in der IT \u2013 zumindest f\u00fcr einige Bereiche wie dem KI-Modelltraining oder in Wissenschaft und Forschung. Aber sie bringen auch neue Risiken mit sich: Mit ihnen wird das Brechen bestehender Verschl\u00fcsselungen zum Kinderspiel. Das wirkt sich auf viele Lebensbereiche aus: auch auf Fernseh\u00fcbertragungen. Die ARD, Vodafone und die Duale Hochschule Baden-W\u00fcrttemberg haben jetzt eine Quantenverschl\u00fcsselung getestet. Und sie kann noch mehr als bestehende Absicherungen: Durch sie wird n\u00e4mlich sogar ersichtlich, dass ein Abh\u00f6rversuch stattfindet.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der Test \u00fcber eine Glasfaserleitung fand nach Angaben von Vodafone zwischen dem ARD-Standort in Frankfurt am Main und dem Funkhaus des SWR in Mainz statt, der das Experiment federf\u00fchrend begleitete. Die Verschl\u00fcsselung der \u00dcbertragungen soll laut den drei Partnern sicherstellen, dass \u00dcbertragungen nicht manipuliert oder gekapert werden k\u00f6nnen. Angreifer k\u00f6nnten etwa verf\u00e4lschte Inhalte einspeisen und ein Millionenpublikum erreichen, etwa bei Fu\u00dfball\u00fcbertragungen.<\/p>\n<p>Abh\u00f6ren ver\u00e4ndert Quantenzust\u00e4nde<\/p>\n<p>Das Absichern von Verschl\u00fcsselungsmethoden gegen Quantencomputer ist vielerorts ein Thema. Mehrere Messenger-Apps unterst\u00fctzen zum Beispiel bereits Postquanten-Verschl\u00fcsselung. Gegen die besondere Rechenleistung von Quantencomputern will sich auch der Medienbereich absichern. Forscher, Telekommunikationsanbieter und Rundfunkanstalt setzten in dem Versuch auf Quantum Key Distribution (QKD), einen hardwaregest\u00fctzten Ansatz der Quantenverschl\u00fcsselung. Zudem gibt es mit Post Quantum Cryptography (PQC) einen softwarebasierten Ansatz, der neue Algorithmen zur Absicherung von IT-Systemen vorsieht.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Praxistest r\u00fcsteten die Partner beide TV-Standorte mit entsprechender Quantentechnologie aus und verbanden sie \u00fcber eine dedizierte Glasfaserleitung \u2013 den sogenannten Quantenkanal. Dar\u00fcber lassen sich Photonen in definierten Quantenzust\u00e4nden \u00fcbertragen, aus denen an beiden Enden Schl\u00fcssel generiert werden.<\/p>\n<p>Die Besonderheit: Wer versucht, diesen Kanal abzuh\u00f6ren, ver\u00e4ndert dabei unweigerlich die Quantenzust\u00e4nde \u2013 und verr\u00e4t sich damit sofort. Der Schl\u00fcssel wird in diesem Fall automatisch erneuert, ohne dass die Sicherheit der \u00fcbertragenen Daten leidet. Vodafone-Netz- und Technikchef Fabrizio Rocchio sieht den Test als Beleg daf\u00fcr, dass sich sensible Daten k\u00fcnftig \u00fcber noch sicherere Kommunikationswege sch\u00fctzen lassen. Offen bleibt allerdings, wann die Technologie den Sprung in den regul\u00e4ren Sendebetrieb schaffen soll \u2013 dazu machten die Partner keine Angaben.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/0\/5\/2\/4\/0\/Quantum_encryption_-_Vodafone_infographic_final-c54eb87c6b5658ad.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Infografik, die zeigt, was beim Praxistest erprobt wurde\" height=\"4500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 8000 \/ 4500; object-fit: cover;\" width=\"8000\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Infografik von Vodafone, die den Praxistest erl\u00e4utert.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Vodafone)\n    <\/p>\n<p>Nicht der erste, aber ein praxisnaher Test<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der Test von Vodafone, ARD und der Dualen Hochschule BW ist nicht der erste seiner Art. <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/51193523_Field_test_of_quantum_key_distribution_in_the_Tokyo_QKD_Network\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bereits im Jahr 2010 demonstrierte das Tokyo QKD Network<\/a> eine quantenverschl\u00fcsselte Videokonferenz \u00fcber eine Distanz von bis zu 135 Kilometern, inklusive simuliertem Abh\u00f6rangriff, der vom System innerhalb von Sekunden erkannt wurde. Was den deutschen Test jedoch von diesem und anderen unterscheidet: Er fand in einer realen Rundfunkinfrastruktur statt.<\/p>\n<p>Die Hardware f\u00fcr direkte Glasfaser-Verbindungen, die f\u00fcr die Quantenschl\u00fcssel-Verteilung ben\u00f6tigt wird, ist laut Vodafone bereits marktreif. Es gebe aber auch noch Herausforderungen, etwa wenn Distanzen von mehr als 100 Kilometern zu \u00fcberbr\u00fccken sind. Dies liegt daran, dass f\u00fcr den Quantenkanal eine eigene Faser ben\u00f6tigt wird. Deshalb werde beispielsweise auch auf Satellitenverbindungen geschaut. Konkrete Zeitpl\u00e4ne f\u00fcr die Produkteinf\u00fchrung gibt es aktuell noch nicht.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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