{"id":24050,"date":"2026-03-03T22:00:21","date_gmt":"2026-03-03T22:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/24050\/"},"modified":"2026-03-03T22:00:21","modified_gmt":"2026-03-03T22:00:21","slug":"mietrechtliche-aenderungen-fuer-2026-stadtportal-der-landeshauptstadt-graz-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/24050\/","title":{"rendered":"Mietrechtliche \u00c4nderungen f\u00fcr 2026\u00a0&#8211;\u00a0Stadtportal der Landeshauptstadt Graz"},"content":{"rendered":"<p>Ab 2026 gilt ein einheitliches Modell zur Berechnung von wertgesicherten Mietzinsen. Dieses ersetzt jedoch nicht die vertragliche Vereinbarung einer Wertsicherung: Eine Mietzinsanpassung ist weiterhin nur zul\u00e4ssig, wenn eine wirksame Wertsicherungsklausel im Mietvertrag vereinbart wurde.<\/p>\n<p>Zudem sieht das Gesetz eine Obergrenze f\u00fcr die Anpassung vor. Ergibt sich aus der vertraglichen Vereinbarung ein geringerer Erh\u00f6hungsbetrag als nach dem gesetzlichen Berechnungsmodell zul\u00e4ssig w\u00e4re, ist der niedrigere Betrag ma\u00dfgeblich.<\/p>\n<p>Die neuen Regelungen sind auf Haupt- und Untermietvertr\u00e4ge \u00fcber Wohnungen im Voll- und Teilanwendungsbereich des <a title=\"MRG (RIS)\" href=\"https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=10002531\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mietrechtsgesetzes (MRG)<\/a> anzuwenden \u2013 also im Wesentlichen Mietwohnungen in Mehrparteienh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Davon ausgenommen sind Wohnungen in Ein- und Zweifamilienh\u00e4usern sowie Genossenschaftswohnungen (soweit keine Sonderf\u00e4lle vorliegen).<\/p>\n<p>Das neue Modell ist auch auf bestehende Mietvertr\u00e4ge anzuwenden, sobald eine Mietzinsvalorisierung (Anpassung an die Inflation) per 1. J\u00e4nner 2026 oder sp\u00e4ter erfolgt.<\/p>\n<p>Bedingungen der neuen Berechnung<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nZeitpunkt der Anpassung: Mietzinserh\u00f6hungen aufgrund von Wertsicherungsvereinbarungen sind k\u00fcnftig nur noch einmal j\u00e4hrlich zum 1. April zul\u00e4ssig &#8211; unabh\u00e4ngig davon, was im Mietvertrag vereinbart wurde. (F\u00fcr alle ab dem 1. J\u00e4nner 2026 abgeschlossenen Vertr\u00e4ge erfolgt die erste Anpassung erst am 1. April 2027. Das Jahr 2026 gilt als Rumpfjahr.)&#13;<br \/>\nMa\u00dfgeblicher Inflationswert: Als Grundlage dient die durchschnittliche Inflation des Vorjahres, berechnet anhand des Vergleichs der Jahresdurchschnittswerte des Verbraucherpreisindexes der letzten beiden Kalenderjahre.&#13;<br \/>\nGesetzliche Anpassungsgrenze: Bei bis zu 3 % Inflation ist eine volle Anpassung zul\u00e4ssig. Liegt die Inflation dar\u00fcber, darf der \u00fcbersteigende Teil nur zur H\u00e4lfte ber\u00fccksichtigt werden<br \/>Beispiel: Bei einer Inflation von 4 % betr\u00e4gt die maximal zul\u00e4ssige Mietzinserh\u00f6hung 3,5 %.&#13;<br \/>\nAusgangspunkt der Berechnung: Relevant ist der volle Monat des Vertragsabschlusses, nicht der tats\u00e4chliche Mietbeginn. Bei \u00e4lteren Vertr\u00e4gen ist auf die letzte wirksame Erh\u00f6hung zur\u00fcckzugreifen.&#13;<\/p>\n<p>Wichtig: Eine strengere Deckelung gilt f\u00fcr Wohnungen im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (z. B. Altbau- oder Gemeindewohnungen):<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n2026: maximal +1 %&#13;<br \/>\n2027: maximal +2 %&#13;<br \/>\nAb 2028 kommt auch hier wieder die allgemeine gesetzliche Anpassungslogik zur Anwendung.&#13;<\/p>\n<p>Sonderregelungen f\u00fcr Genossenschaftswohnungen<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich fallen Mieten nach dem Wohnungsgemeinn\u00fctzigkeitsgesetz nicht unter das neue Wertsicherungsgesetz. Ausnahmen bestehen jedoch, wenn:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nein Richtwertmietzins verlangt wird (z. B. Weitervermietung einer Eigentumswohnung durch eine gemeinn\u00fctzige Bauvereinigung)&#13;<br \/>\nein angemessener Mietzins zul\u00e4ssig ist, etwa nach vorzeitiger R\u00fcckzahlung von F\u00f6rdermitteln&#13;<\/p>\n<p>In diesen F\u00e4llen gelten ebenfalls die neuen gesetzlichen Deckelungen bzw. das einheitliche Berechnungsmodell.<\/p>\n<p>Vereinfachung von Wertsicherungsklauseln<\/p>\n<p>Auch k\u00fcnftig ist eine wirksame Wertsicherungsvereinbarung Voraussetzung f\u00fcr eine Mietzinserh\u00f6hung. Neu ist, dass das gesetzliche Berechnungsmodell direkt im Vertrag vereinbart werden kann. Ein blo\u00dfer Verweis auf die gesetzliche Regelung reicht auch aus.<\/p>\n<p>Diese Vereinfachung gilt nicht nur f\u00fcr Wohnungsmietvertr\u00e4ge, sondern auch f\u00fcr Gesch\u00e4ftsr\u00e4umlichkeiten, Garagen sowie Freizeit- und sonstige Mietobjekte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab 2026 gilt ein einheitliches Modell zur Berechnung von wertgesicherten Mietzinsen. 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