{"id":240828,"date":"2026-06-27T03:02:11","date_gmt":"2026-06-27T03:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/240828\/"},"modified":"2026-06-27T03:02:11","modified_gmt":"2026-06-27T03:02:11","slug":"keri-mehr-macht-fuer-die-ma-11-bedeutet-noch-keinen-besseren-kinderschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/240828\/","title":{"rendered":"Keri: Mehr Macht f\u00fcr die MA 11 bedeutet noch keinen besseren Kinderschutz"},"content":{"rendered":"<p>Wien (OTS) &#8211;\u00a0<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\">\u201eJedes Kind verdient den bestm\u00f6glichen Schutz. Umso unverst\u00e4ndlicher ist es, dass die Novelle des Wiener Kinder- und Jugendhilfegesetzes vor allem die Befugnisse der MA 11 ausweitet, anstatt Familien zu st\u00e4rken und die Rahmenbedingungen f\u00fcr echten Kinderschutz nachhaltig zu verbessern\u201c, kritisiert die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, LAbg. Sabine Keri im Zuge der heutigen Landtagssitzung. <\/p>\n<p class=\"xmsonormal\">Die Wiener Volkspartei bekennt sich ausdr\u00fccklich zu verpflichtenden Kinderschutzkonzepten und einem starken Schutz von Kindern. Gleichzeitig h\u00e4tten jedoch zahlreiche Fachorganisationen, darunter Arbeiterkammer, \u00d6GB, Volksanwaltschaft sowie mehrere Fachhochschulen, erhebliche Bedenken gegen wesentliche Teile der Novelle ge\u00e4u\u00dfert. Sie warnen vor einer Deprofessionalisierung der Sozialp\u00e4dagogik und einer Schw\u00e4chung fachlicher Standards.<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\">\u201eUnter dem Deckmantel des Kinderschutzes gibt sich die MA 11 weitreichende neue Eingriffsbefugnisse. Gleichzeitig sucht man im Gesetz vergeblich nach Ma\u00dfnahmen, die mehr Therapiepl\u00e4tze schaffen, mehr Krisenpflegefamilien gewinnen, die Betreuungsschl\u00fcssel verbessern oder Familien fr\u00fcher unterst\u00fctzen. Kinderschutz entsteht nicht durch mehr Kontrolle, sondern durch Pr\u00e4vention, Vertrauen und qualifiziertes Fachpersonal\u201c, so Keri.<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\">Besonders kritisch sieht die Wiener Volkspartei die Ausweitung der beh\u00f6rdlichen Befugnisse. \u201eDie MA 11 ist keine Sicherheits- oder Strafverfolgungsbeh\u00f6rde. Dennoch werden ihre M\u00f6glichkeiten zum Eingriff in das Familienleben deutlich erweitert. Gerade wenn Grundrechte ber\u00fchrt werden, braucht es wirksame rechtsstaatliche Sicherungen und unabh\u00e4ngige Kontrolle. Dieses Gleichgewicht fehlt in der Novelle\u201c, betont Keri.<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\">Die Wiener Volkspartei hat im Zuge der Debatte daher mehrere Beschlussantr\u00e4ge eingebracht, darunter die Forderung nach einer unabh\u00e4ngigen Ombudsstelle f\u00fcr Ma\u00dfnahmen der MA 11, einer St\u00e4rkung der unabh\u00e4ngigen Kinder und Jugendanwaltschaft sowie besseren Rahmenbedingungen f\u00fcr Sozialp\u00e4dagoginnen und Sozialp\u00e4dagogen. \u201eFamilien m\u00fcssen die MA 11 wieder als Partner wahrnehmen und nicht als Beh\u00f6rde, vor der sie Angst haben. Vertrauen ist die wichtigste Voraussetzung f\u00fcr erfolgreichen Kinderschutz. Genau dieses Vertrauen wird mit der heutigen Novelle leider nicht gest\u00e4rkt\u201c, so Keri abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p _ngcontent-ng-c403161360=\"\"> OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER<br \/>\nINHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS &#8211; WWW.OTS.AT | VPR<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien (OTS) &#8211;\u00a0 \u201eJedes Kind verdient den bestm\u00f6glichen Schutz. 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